Das Modell der Bernoulli-Kette
Viele Zufallsexperimente lassen sich auf Treffer und Niete zurückführen — wenn p in jeder Stufe gleich bleibt.
Bernoulli-Experiment
Genau zwei Ergebnisse: Treffer mit p, Niete mit 1 − p.
Bernoulli-Kette
n unabhängige Wiederholungen mit gleichem p; 2ⁿ Pfade im Baum.
Zufallsgröße X
Zählt die Treffer, Werte 0, 1, …, n.
Modell prüfen
Zwei Ergebnisse? n fest? p konstant? Ohne Zurücklegen nur Näherung bei großer Gesamtheit.
n ist nicht die Gesamtheit
Werden 50 von 2000 Lampen geprüft, ist n = 50. Die 2000 zeigen nur, dass sich p beim Ziehen kaum ändert.
Wahrscheinlichkeiten berechnen
Aus Pfadzahl und Pfadwahrscheinlichkeit entsteht die Bernoulli-Formel; für Summen nutzt man den Rechner.
Bernoulli-Formel
Anzahl der Pfade mal Wahrscheinlichkeit eines Pfades.
Binomialkoeffizient
(n über k) = n! : (k! · (n − k)!), GTR: nCr.
Rechner
GTR: STAT › DIST › BINOMIAL › Bpd / Bcd. CAS: binomPdf(n,p,k), binomCdf(n,p,a,b).
Kumuliert übersetzen
Alles auf „höchstens“ zurückführen.
Grenzen genau lesen
„Mehr als 9“ beginnt bei 10, „mindestens 9“ bei 9. Die gesuchte Menge der k-Werte vorher aufschreiben.
Kenngrößen und Prognosen
Erwartungswert und Standardabweichung beschreiben Lage und Breite; Prognoseintervalle machen Vorhersagen prüfbar.
Erwartungswert
Schwerpunkt des Histogramms, mittlere Trefferzahl vieler Ketten.
Standardabweichung
Typische Abweichung von μ; am größten bei p = 0,5.
Prognoseintervall
Kleinstes [μ − c; μ + c] mit P ≥ 0,95 (bzw. 0,9).
Stichprobe beurteilen
Ergebnis im Intervall: verträglich, sonst nicht verträglich.
Verträglich ist nicht bewiesen
Liegt ein Ergebnis im Prognoseintervall, spricht nichts gegen p — bewiesen ist p damit aber nicht.
