Rubbellose auf dem Schulfest
AFB I–IIBeim Schulfest werden Rubbellose verkauft. Laut Veranstalter gewinnt jedes fünfte Los. Mia kauft nacheinander vier Lose. Es wird angenommen, dass die Lose unabhängig voneinander gewinnen.
- Geben Sie die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) und die Länge \(n\) der Bernoulli-Kette an.
- Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass nur das erste Los gewinnt.
- Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Mia mindestens einen Gewinn erhält.
- Erläutern Sie, warum die Wahrscheinlichkeit aus b) kleiner ist als die Wahrscheinlichkeit für „genau ein Gewinn“.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Treffer: Das Los gewinnt, \(p=0{,}2\), \(n=4\).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
\(P(TNNN)=0{,}2\cdot0{,}8^3=0{,}1024\).
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
\(P(\text{mind. ein Gewinn})=1-0{,}8^4=1-0{,}4096=0{,}5904\).
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
„Genau ein Gewinn“ umfasst vier Pfade (\(TNNN\), \(NTNN\), \(NNTN\), \(NNNT\)) mit je \(0{,}1024\), zusammen \(0{,}4096\). „Nur das erste“ ist davon genau ein Pfad — deshalb viermal kleiner.
Displays in der Endkontrolle
AFB II–IIIEin Hersteller von Smartphone-Displays gibt an, dass 2 % seiner Displays einen Pixelfehler haben. In der Endkontrolle werden Displays nacheinander vom laufenden Band genommen und geprüft. Die Produktion umfasst täglich mehrere Zehntausend Displays.
- Begründen Sie, dass das Prüfen von 10 Displays näherungsweise als Bernoulli-Kette modelliert werden kann.
- Bestätigen Sie, dass unter 10 geprüften Displays mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 82 % keines einen Pixelfehler hat.
- Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit, dass erst das 10. geprüfte Display den ersten Pixelfehler zeigt.
- Beurteilen Sie die Aussage eines Prüfers: „Bei 50 Displays ist fast sicher eins mit Pixelfehler dabei.“
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Jedes Display hat einen Pixelfehler oder nicht (zwei Ergebnisse), \(n=10\) steht fest. Es wird zwar ohne Zurücklegen entnommen, bei Zehntausenden Displays ändert sich \(p=0{,}02\) dadurch aber praktisch nicht; die Fehler entstehen unabhängig. Das Modell ist eine gute Näherung.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
\(0{,}98^{10}\approx0{,}8171\).
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
\(0{,}98^9\cdot0{,}02\approx0{,}8337\cdot0{,}02\approx0{,}0167\).
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
\(1-0{,}98^{50}\approx1-0{,}3642=0{,}6358\). Mit rund 36 % Wahrscheinlichkeit ist kein fehlerhaftes Display dabei — „fast sicher“ ist deutlich übertrieben.
