MINT lernen

Rechengesetze für Quadratwurzeln

Zwei Aufgaben, in denen die Wurzelgesetze Rechenarbeit sparen.

1

Das Rechteck aus Wurzeln

AFB I–II

Ein Rechteck hat die Seitenlängen a = √8 cm und b = √32 cm.

  1. Berechne den Flächeninhalt ohne Taschenrechner.
  2. Ermittle das Verhältnis b : a.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
A = a · b, dann das Multiplikationsgesetz.
Hinweis zu Aufgabe b)
Divisionsgesetz.

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

A = √8 · √32 cm² = √256 cm² = 16 cm².

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

b : a = √32 : √8 = √4 = 2. Die lange Seite ist doppelt so lang.

2

Die Summenregel

AFB II–III

Jan behauptet: „Für alle Zahlen gilt √(a + b) = √a + √b. Das sieht man bei a = 0 und b = 9: √9 = 0 + 3.“

  1. Widerlege Jans Behauptung mit einem Gegenbeispiel.
  2. Untersuche, für welche a, b ≥ 0 die Gleichung doch stimmt.
  3. Beurteile Jans Vorgehen, eine Regel mit nur einem Beispiel zu begründen.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Wähle zwei Quadratzahlen ungleich 0.
Hinweis zu Aufgabe b)
Quadriere beide Seiten: (√a + √b)² = a + 2√(ab) + b.
Hinweis zu Aufgabe c)
Reicht ein Beispiel als Beweis?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

a = 9, b = 16: √25 = 5, aber √9 + √16 = 7. Die Regel gilt nicht allgemein.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Gleichheit gilt genau dann, wenn 2√(ab) = 0 ist, also wenn a = 0 oder b = 0.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Ein passendes Beispiel beweist keine allgemeine Regel — ein einziges Gegenbeispiel widerlegt sie aber. Jan hat zufällig den Sonderfall a = 0 erwischt.