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Variabilität der Daten

Zweimal 100 Personen befragt — und zweimal eine andere Tafel. Wie stark dürfen Stichproben schwanken?

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Jede Stichprobe ist anders

Befragt man zweimal 100 zufällig ausgewählte Jugendliche, erhält man zwei verschiedene Vierfeldertafeln — obwohl sich an der Schule nichts geändert hat.

  • Stichprobe:die zufällig ausgewählten Befragten, nicht alle.
  • Variabilität:Die relativen Häufigkeiten schwanken von Stichprobe zu Stichprobe.
  • Ursache:der Zufall bei der Auswahl — kein Rechenfehler.
  • Umfang \(n\):Je mehr Personen befragt werden, desto enger liegen die Ergebnisse beieinander.

An dieser Schule frühstücken 60 % (\(F\)); genau 30 % frühstücken und treiben Sport (\(S\)). Ziehe Stichproben mit 20, 100 und 1000 Befragten und vergleiche, wie stark die Punkte streuen.

Stichproben ziehen

Halte fest: Kleine Stichproben streuen stark, große liegen dicht am wahren Wert — genau treffen aber auch sie ihn selten.

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Was das für Rückschlüsse heißt

  • Schätzwert:Relative Häufigkeiten aus einer Stichprobe schätzen die Wahrscheinlichkeiten nur.
  • Vorsichtig formulieren:„etwa 30 %“ statt „genau 27 %“.
  • Tafel → Baum:Kleine Felder (z. B. 3 von 20) machen die umgekehrten Äste besonders unsicher.
  • Faustregel:Die Abweichung vom wahren Wert ist meist kleiner als \(\frac{1}{\sqrt{n}}\) — bei \(n=100\) also \(0{,}1\).
Merke

Faustregel: \(|h-p|<\dfrac{1}{\sqrt{n}}\) (in den meisten Stichproben)

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Allgemeine Hinweise

Eine Stichprobe beweist wenig

Weicht eine Tafel vom Erwarteten ab, kann das Zufall sein. Erst große oder viele Stichproben zeigen einen echten Unterschied.

Umfang immer angeben

\(h=0{,}3\) bei 20 Befragten ist viel unsicherer als \(h=0{,}3\) bei 1000 Befragten.

Kleine Felder, große Wirkung

Stehen in einem Feld nur 2 oder 3 Personen, verschiebt eine einzige Person den Anteil stark.

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