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Pfadregeln anwenden

Mindestens ein Treffer bei zwei Freiwürfen? Multipliziert wird entlang der Pfade, addiert über die Pfade.

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Produktregel entlang eines Pfades

Lea wirft zwei Freiwürfe. Der erste trifft mit der Wahrscheinlichkeit 0,7. Nach einem Treffer ist sie sicherer (0,8), nach einem Fehlwurf unsicherer (0,6).

  • Pfad:ein Weg durch den Baum = ein Ergebnis, z. B. (T, N): erst Treffer, dann Fehlwurf.
  • Produktregel:Wahrscheinlichkeiten entlang des Pfades multiplizieren.
  • Beispiel:\(P(T,N)=0{,}7\cdot 0{,}2=0{,}14\).
  • Abhängig:Der zweite Wurf hängt vom ersten ab — hinter T und hinter N stehen verschiedene Äste.
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Summenregel für Ereignisse

Ein Ereignis umfasst oft mehrere Ergebnisse — also mehrere Pfade.

  • Ereignis:„genau ein Treffer“ \(=\{(T,N),(N,T)\}\).
  • Summenregel:die Wahrscheinlichkeiten der passenden Pfade addieren.
  • Gegenereignis:„mindestens ein Treffer“ ist alles außer \((N,N)\): \(1-0{,}12=0{,}88\).

Wähle unten ein Ereignis und markiere im Baum alle Pfade, die dazu gehören — anklicken oder mit Tab und Enter. Die Summe läuft mit.

Pfade markieren

Halte fest: Entlang eines Pfades wird multipliziert, über mehrere Pfade eines Ereignisses addiert.

Merke

Produktregel: \(P(\text{Pfad})=\) Produkt der Astwahrscheinlichkeiten

Summenregel: \(P(E)=\) Summe der Pfadwahrscheinlichkeiten von \(E\)

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Allgemeine Hinweise

Entlang nie addieren

Auf einem Pfad wird multipliziert: \(0{,}7+0{,}2\) ist keine Wahrscheinlichkeit für \((T,N)\).

„Mindestens“ über das Gegenteil

Bei „mindestens einer“ ist das Gegenereignis „keiner“ oft nur ein Pfad — das spart Rechnung.

Probe: alle Pfade

Alle Pfadwahrscheinlichkeiten ergeben zusammen 1: \(0{,}56+0{,}14+0{,}18+0{,}12=1\).

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