Der Achtflächner im Klassenexperiment
AFB I–IIVier Gruppen werfen einen Achtflächner (Zahlen 1 bis 8) jeweils 80-mal. Die Tabelle zeigt, wie oft die 8 gefallen ist.
| Gruppe | A | B | C | D |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Achten | 14 | 7 | 10 | 9 |
- Begründe, warum beim Achtflächner P(8) = 1/8 gilt.
- Berechne die relative Häufigkeit der 8 für Gruppe A und für alle vier Gruppen zusammen.
- Deute die Ergebnisse im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit 1/8.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Der Achtflächner ist symmetrisch: Alle acht Flächen sind gleich groß und gleich geformt, keine ist bevorzugt. Die acht Ergebnisse sind gleich wahrscheinlich, also P(8) = 1/8 = 0,125.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Gruppe A: 14/80 = 0,175. Zusammen: (14 + 7 + 10 + 9) : 320 = 40 : 320 = 0,125.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Die Gruppen streuen stark (0,0875 bis 0,175), weil 80 Würfe eine kurze Versuchsreihe sind. Die zusammengelegte Reihe mit 320 Würfen trifft den Wert 1/8 genau — lange Versuchsreihen bestätigen die Wahrscheinlichkeit, die aus der Symmetrie folgt.
Das verdächtige Glücksrad
AFB II–IIIAuf dem Stadtfest steht ein Glücksrad mit 10 gleich großen Feldern, die Felder 1 und 2 bringen einen Gewinn. Der Betreiber sagt: „Jedes fünfte Mal gewinnt man!“ Nina beobachtet 200 Drehungen und zählt 28 Gewinne.
- Bestätige die Aussage „jedes fünfte Mal“ als Wahrscheinlichkeit.
- Untersuche mit Ninas Beobachtung, ob das Rad wie angekündigt läuft.
- Diskutiere, ob Nina dem Betreiber Betrug vorwerfen sollte.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
P(Gewinn) = 2/10 = 1/5 = 0,2. Auf lange Sicht gewinnt man also etwa bei jeder fünften Drehung.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Erwartet: 200 · 0,2 = 40 Gewinne. Beobachtet: 28, also h = 0,14. Das sind 12 Gewinne weniger als erwartet — bei 200 Drehungen ist das eine auffällig große Abweichung.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Dafür: 0,14 liegt deutlich unter 0,2; 200 Drehungen sind schon eine längere Reihe. Dagegen: Auch bei einem fairen Rad sind solche Abweichungen möglich, wenn auch selten; vielleicht ist das Rad nur schief aufgehängt. Sinnvoll: noch mehr Drehungen beobachten oder prüfen, ob die Felder wirklich gleich groß sind und sich das Rad frei dreht. Ein Betrugsvorwurf ist erst bei eindeutigeren Daten gerechtfertigt.
