MINT lernen

Münze, Würfel, Glücksrad

Warum darf man beim Würfel 1/6 vorhersagen — ohne ein einziges Mal zu werfen?

1

Versuchsreihen auswerten

Mehrere Gruppen führen dasselbe Zufallsexperiment durch und vergleichen ihre relativen Häufigkeiten.

  • Symmetrische Objekte:Münze, Würfel, Achtflächner, Glücksrad mit gleich großen Feldern.
  • Auswerten:Häufigkeitstabelle, dann Säulendiagramm der relativen Häufigkeiten.
  • Gruppen:Ergebnisse jeder Gruppe schwanken — keine trifft genau \(\tfrac1n\).
  • Zusammenlegen:die gemeinsame Versuchsreihe liegt meist näher an \(\tfrac1n\).

Wähle ein Objekt und blende die Ergebnisse der Gruppen A bis E einzeln ein. Lege dann „Alle zusammen“ und die Linie „1/n“ darüber und vergleiche die Abweichungen.

Gruppen übereinanderlegen

Halte fest: Einzelne Gruppen streuen um den Wert \(\tfrac1n\). Die zusammengelegte, längere Versuchsreihe weicht weniger ab.

2

Symmetrie liefert die Wahrscheinlichkeit

Bei einem symmetrischen Objekt spricht nichts für ein bestimmtes Ergebnis.

  • Gleich wahrscheinlich:alle Seiten bzw. Felder haben dieselbe Chance.
  • Münze:\(P(\text{Kopf})=\tfrac12\); Würfel: \(P(4)=\tfrac16\); Achtflächner: \(P(7)=\tfrac18\).
  • Ohne Werfen:die Wahrscheinlichkeit folgt allein aus der Form.
  • Versuch bestätigt:lange Versuchsreihen liefern relative Häufigkeiten nahe bei diesem Wert.
Merke

Symmetrisches Objekt mit m Ergebnissen: \(P(\text{ein Ergebnis})=\dfrac{1}{m}\)

3

Allgemeine Hinweise

Abweichung ist normal

Eine Gruppe mit 14 Sechsen in 60 Würfen hat keinen gezinkten Würfel — kleine Versuchsreihen streuen stark.

Nur echte Symmetrie zählt

Ein Glücksrad mit ungleich großen Feldern ist kein symmetrisches Objekt, auch wenn es rund ist.

Versuche sauber planen

Gleiche Bedingungen für alle Würfe: gleiche Höhe, gleiche Unterlage — und jedes Ergebnis sofort in die Strichliste.

Videos