So entsteht ein Schrägbild
Ein Schrägbild zeigt einen Körper räumlich auf dem Papier. Auf Karopapier gelingt es mit wenigen festen Regeln.
- Vorderfläche:in wahrer Größe, also mit den echten Längen.
- Nach hinten:Kanten laufen schräg unter 45° — auf Karopapier genau entlang der Kästchendiagonale.
- Verkürzt:nach hinten nur etwa halb so lang; bei Kästchen von 0,5 cm eine Kästchendiagonale pro 1 cm Tiefe.
- Sichtbar:Kanten, die man sieht, werden durchgezogen.
- Verdeckt:Kanten, die hinter dem Körper liegen, werden gestrichelt.
Schrägbild: nach hinten unter 45° und halb so lang; verdeckte Kanten gestrichelt.
Sichtbar und verdeckt
Ein Schrägbild zeichnest du immer in derselben Reihenfolge.
- 1. Vorderfläche:Rechteck mit Breite und Höhe des Körpers.
- 2. Nach hinten:von jeder der 4 Ecken eine schräge Kante, alle gleich lang.
- 3. Rückfläche:die Endpunkte verbinden — gleich groß wie die Vorderfläche.
- 4. Stricheln:Die 3 verdeckten Kanten treffen sich in der hinteren unteren linken Ecke.
- Würfel:Im Schrägbild sehen nur Vorder- und Rückfläche wie Quadrate aus.
Wähle oben einen Körper und baue sein Schrägbild aus den Bausteinen unter dem Karopapier. Probiere auch die falschen Bausteine — die rote Vorschau zeigt, was dann schiefgeht.
Halte fest: Vorderfläche in wahrer Größe, nach hinten eine Kästchendiagonale pro Zentimeter, Rückfläche gleich groß — und die 3 verdeckten Kanten gestrichelt.
Allgemeine Hinweise
Nicht die volle Tiefe
Wer nach hinten Kästchen wie bei der Vorderfläche abzählt, zeichnet den Körper viel zu tief. Pro Zentimeter nur eine Kästchendiagonale.
Nicht zu früh stricheln
Welche Kanten verdeckt sind, siehst du erst, wenn alle 12 Kanten da sind. Deshalb zuerst dünn vorzeichnen.
Probe: 12 Kanten
Zähle nach: 4 vorne, 4 hinten, 4 schräg. Beim Quader sind davon 3 gestrichelt.
