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Übung AFB II

Vom Freibad über den Kuchenbasar bis zum Schulkiosk: zehn Sachaufgaben, in denen du Tabellen und Diagramme Schritt für Schritt auswertest.

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Aufgabenblock — AFB II

Zehn Aufgaben aus allen Unterkapiteln, bunt gemischt: erst die Darstellung genau lesen, dann in mehreren Schritten auswerten — mit gestuften Tipps, wenn du nicht weiterkommst.

A1
Lieblingssport der 5d
AFB II

Alle 25 Kinder der 5d haben ihre Lieblingssportart genannt (F = Fußball, S = Schwimmen, T = Turnen, H = Handball, R = Reiten):

F   S   F   T   H   F   R   S   F   T   F   H   S   F   R   F   T   S   F   H   F   S   T   F   R

a) Erstelle eine Häufigkeitstabelle. Wie oft wurde Fußball genannt? b) Wie viele Kinder mehr nannten Fußball als Schwimmen?

Kinder
Ansatz: Erst eine Strichliste mit fünf Zeilen anlegen, dann die Striche in Zahlen übertragen. Zur Kontrolle muss die Summe 25 ergeben.
Rechenweg: Zähle zum Beispiel alle F: Es sind 10. Genauso bei S.
Lösung: a) 10 b) 10 − 5 = 5
Vollständige Lösung
Häufigkeitstabelle: Fußball 10, Schwimmen 5, Turnen 4, Handball 3, Reiten 3. Kontrolle: 10 + 5 + 4 + 3 + 3 = 25 ✓. a) Fußball wurde 10-mal genannt, es ist der häufigste Wert. b) 10 − 5 = 5: 5 Kinder mehr nannten Fußball. Hinweis: Der häufigste Wert ist „Fußball“, nicht die Zahl 10.
A2
Besucher im Freibad
AFB II

Das Säulendiagramm zeigt die Besucherzahlen des Freibads in einer Sommerwoche. Beschriftet ist die Hochachse nur bei 0, 100, 200 und 300.

a) Bestimme die Besucherzahl am Mittwoch. b) Wie groß ist der Unterschied zwischen dem Tag mit den meisten und dem Tag mit den wenigsten Besuchern?

Besucher
Besucher
Ansatz: Finde zuerst heraus, wofür ein Kästchen steht: Zwischen 0 und 100 liegen 5 Kästchen.
Rechenweg: 100 : 5 = 20, also 1 Kästchen = 20 Besucher. Mittwoch: 200 + 3 Kästchen. Größter Wert am Freitag, kleinster am Montag.
Lösung: a) 260 Besucher b) 300 − 120 = 180
Vollständige Lösung
Ein Kästchen steht für 100 : 5 = 20 Besucher. a) Die Mittwochssäule endet 3 Kästchen über 200: 200 + 60 = 260 Besucher. b) Die meisten Besucher kamen am Freitag (300), die wenigsten am Montag (120): 300 − 120 = 180 Besucher. Hinweis: Wer ein Kästchen als 10 liest, erhält am Mittwoch 230 — immer zuerst die Einteilung klären.
0100200300MoDiMiDoFrBesucher
Freibad-Besucher in einer Sommerwoche
A3
Zwei Klassen in der Bücherei
AFB II

Das Doppelsäulendiagramm zeigt, wie viele Bücher die 5a und die 5b von September bis Dezember ausgeliehen haben.

a) Vergleiche die beiden Klassen Monat für Monat: Wie groß ist der größte Unterschied in einem Monat? b) Wie viele Bücher hat die 5a insgesamt ausgeliehen?

Bücher
Bücher
Ansatz: Lies für jeden Monat beide Säulen ab. Ein Kästchen steht für 2 Bücher.
Rechenweg: Unterschiede: Sep 2, Okt 8, Nov 10, Dez 4. Summe 5a: 24 + 30 + 18 + 36.
Lösung: a) 10 Bücher (im November) b) 108 Bücher
Vollständige Lösung
5a: 24, 30, 18, 36; 5b: 26, 22, 28, 32. a) Die Unterschiede betragen 2, 8, 10, 4 Bücher; am größten ist er im November mit 10 Büchern, dort liegt die 5b vorn. b) 5a: 24 + 30 + 18 + 36 = 108 Bücher. Die 5b kommt auf 26 + 22 + 28 + 32 = 108 Bücher — insgesamt haben also beide Klassen gleich viel gelesen, obwohl sie sich in einzelnen Monaten deutlich unterscheiden.
010203040SepOktNovDezBücher5b5a
Buchausleihen der 5a und 5b
A4
Eine Sonnenblume wächst
AFB II

Mira misst jede Woche die Höhe ihrer Sonnenblume. Unter der Rechtsachse steht die Anzahl der Wochen.

a) Interpretiere das Diagramm: In welcher Woche ist die Pflanze am stärksten gewachsen? Gib an, um wie viele Zentimeter. b) Um wie viele Zentimeter ist sie in den 6 Wochen insgesamt gewachsen?

cm
cm
Ansatz: Wo die Linie am steilsten ansteigt, war der Zuwachs am größten.
Rechenweg: Zuwächse von Woche zu Woche: 10 cm, 10 cm, 20 cm, 30 cm, 10 cm, 10 cm. Gesamt: Endhöhe minus Anfangshöhe.
Lösung: a) 30 cm (von Woche 3 bis 4) b) 100 − 10 = 90 cm
Vollständige Lösung
Die Höhen sind 10, 20, 30, 50, 80, 90, 100 cm. Die Zuwächse pro Woche betragen 10, 10, 20, 30, 10, 10 cm. a) Am steilsten ist die Linie zwischen Woche 3 und Woche 4: Dort wuchs die Sonnenblume um 30 cm. b) Insgesamt: 100 cm − 10 cm = 90 cm. Deutung: Anfangs wächst die Pflanze langsam, in der Mitte am schnellsten und zum Schluss wieder langsamer.
0204060801000123456Höhe in cm
Höhe der Sonnenblume (Rechtsachse: Wochen)
A5
Kuchenbasar in der Tabelle
AFB II

Beim Kuchenbasar trägt Frau Özdemir die Einnahmen der fünften Klassen in eine Tabellenkalkulation ein. In B7 und B8 stehen Formeln.

AB
1KlasseEinnahmen (€)
25a48
35b63
45c55
55d71
65e39
7Summe=SUMME(B2:B6)
8Maximum=MAX(B2:B6)

Untersuche, was die Tabellenkalkulation anzeigt: a) Welche Zahl erscheint in B7? b) Welche Zahl erscheint in B8? c) Die 5e bringt nachträglich noch 12 € und Frau Özdemir ändert B6. Welche Zahl zeigt B7 jetzt?

€
€
€
Ansatz: =SUMME(B2:B6) addiert alle Zellen von B2 bis B6. =MAX(B2:B6) sucht den größten Wert in diesem Bereich.
Rechenweg: 48 + 63 + 55 + 71 + 39. Neu: B6 = 39 + 12 = 51.
Lösung: a) 276 € b) 71 € c) 288 €
Vollständige Lösung
a) 48 + 63 + 55 + 71 + 39 = 276 €. b) Der größte Wert ist 71 € (5d). c) B6 wird zu 51. Die Tabellenkalkulation rechnet die Formel sofort neu: 276 + 12 = 288 €. Das Maximum bleibt 71 €, weil 51 kleiner als 71 ist. Hinweis: Genau dafür nimmt man Formeln statt fertig ausgerechneter Zahlen — ändert sich ein Wert, stimmt die Summe trotzdem.
A6
Pfandflaschen sammeln
AFB II

Drei Klassen sammeln Pfandflaschen für die Klassenkasse. Deute das Bilddiagramm mithilfe des Schlüssels.

a) Wie viele Flaschen haben die 5a und die 5c zusammen gesammelt? b) Die 5d hat 75 Flaschen gesammelt. Wie viele Symbole muss man für sie zeichnen?

Flaschen
Ansatz: Ein ganzes Symbol steht für 10 Flaschen, ein halbes für 5.
Rechenweg: 5a: 4 · 10 + 5 = 45; 5c: 3 · 10 + 5 = 35. Für b) rechne 75 : 10.
Lösung: a) 80 Flaschen b) 7,5 Symbole (7 ganze und ein halbes)
Vollständige Lösung
a) 5a: 45 Flaschen, 5c: 35 Flaschen, zusammen 45 + 35 = 80 Flaschen. b) 75 : 10 = 7 Rest 5 — also 7 ganze Symbole und ein halbes Symbol für die restlichen 5 Flaschen. Hinweis: Nicht die Symbole zählen und fertig — jedes Symbol muss mit dem Schlüssel „übersetzt“ werden.
5a5b5c= 10 Flaschen
Gesammelte Pfandflaschen
A7
Die Schülerzeitung jubelt
AFB II

Die Schülerzeitung druckt dieses Diagramm mit der Überschrift „Riesiger Erfolg!“. Erkläre, warum das Diagramm einen falschen Eindruck macht.

a) Wie viele Hefte wurden von der 2. Ausgabe mehr verkauft? b) Wievielmal so hoch ist die rechte Säule gezeichnet wie die linke?

Hefte
Ansatz: Schau auf die unterste Zahl der Hochachse — sie ist nicht 0.
Rechenweg: a) 98 − 92. b) Die Säulen beginnen erst bei 90: links 92 − 90 = 2, rechts 98 − 90 = 8.
Lösung: a) 6 Hefte b) 4-mal so hoch
Vollständige Lösung
a) 98 − 92 = 6 Hefte mehr. b) Weil die Hochachse erst bei 90 beginnt, ist die linke Säule nur 2 Einheiten, die rechte 8 Einheiten hoch — 8 : 2 = 4. Die rechte Säule wirkt also viermal so groß, obwohl nur 6 von etwa 90 Heften dazugekommen sind. Mit einer Achse ab 0 wären beide Säulen fast gleich hoch. Hinweis: Bei Säulendiagrammen immer zuerst prüfen, ob die Achse bei 0 beginnt.
90929496981001. Ausgabe2. AusgabeHefte
Verkaufte Hefte — Achse beginnt bei 90
A8
Ein Diagramm am Computer
AFB II

Lukas will aus seiner Tabelle mit der Tabellenkalkulation ein Säulendiagramm erstellen.

AB
1MonatRegentage
2Jan14
3Feb11
4Mär13
5Apr10
6Mai12
7Jun9

Er markiert den Bereich A1:B7 und wählt dann Einfügen → Diagramm → Säule. Begründe, warum er die Spalte A mit markiert. a) Wie viele Zellen hat Lukas markiert? b) Wie viele Säulen zeigt das fertige Diagramm?

Ansatz: A1:B7 heißt: das Rechteck von Zelle A1 bis Zelle B7.
Rechenweg: 2 Spalten (A und B) mal 7 Zeilen. Zeile 1 enthält nur die Überschriften, jede weitere Zeile wird eine Säule.
Lösung: a) 14 Zellen b) 6 Säulen
Vollständige Lösung
a) Der Bereich A1:B7 reicht über 2 Spalten und 7 Zeilen: 2 · 7 = 14 Zellen. b) Zeile 1 enthält die Überschriften „Monat“ und „Regentage“; die Zeilen 2 bis 7 sind die sechs Monate — also 6 Säulen. Begründung: Nur wenn Spalte A mit markiert ist, stehen unter den Säulen die Monatsnamen. Ohne sie nummeriert das Programm die Säulen einfach mit 1, 2, 3, … und man weiß nicht mehr, welche Säule zu welchem Monat gehört. Zum Schluss noch einen Diagrammtitel eintragen.
A9
Ein verwischter Wert
AFB II

Bei einem Würfelexperiment wurde 60-mal gewürfelt. In der Häufigkeitstabelle ist ein Wert verwischt.

Augenzahl123456
Häufigkeit911?10812

a) Ermittle die fehlende Häufigkeit der Augenzahl 3. b) Welche Augenzahl wurde am häufigsten gewürfelt?

Ansatz: Alle Häufigkeiten zusammen müssen die Anzahl der Würfe ergeben.
Rechenweg: 9 + 11 + 10 + 8 + 12 = 50; 60 − 50.
Lösung: a) 10 b) Augenzahl 6
Vollständige Lösung
a) Die bekannten Werte ergeben 9 + 11 + 10 + 8 + 12 = 50. Es fehlen 60 − 50 = 10 Würfe, also wurde die 3 10-mal gewürfelt. b) Die größte Häufigkeit ist 12; sie gehört zur Augenzahl 6. Hinweis: Gefragt ist die Augenzahl (6), nicht ihre Häufigkeit (12).
A10
Eis oder Kakao?
AFB II

Der Schulkiosk hat in der ersten Woche jedes Monats gezählt, wie viele Portionen Eis und wie viele Becher Kakao verkauft wurden.

Werte das Diagramm aus: a) Wie groß war der Unterschied zwischen Eis und Kakao im September? b) Um wie viele Becher stieg der Kakaoverkauf von September bis Dezember? Beschreibe auch, wann sich die Linien kreuzen.

Becher
Ansatz: Die durchgezogene Linie gehört zu Eis, die gestrichelte zu Kakao. Ein Kästchen steht für 5.
Rechenweg: a) 60 − 15. b) 55 − 15. Die Linien kreuzen sich dort, wo beide gleich viel verkauft haben.
Lösung: a) 45 b) 40 Becher
Vollständige Lösung
a) Im September wurden 60 Eis und 15 Kakao verkauft: 60 − 15 = 45. b) Kakao: 55 − 15 = 40 Becher mehr im Dezember. Auswertung: Im Herbst sinkt der Eisverkauf stark, der Kakaoverkauf steigt. Zwischen Oktober und November kreuzen sich die Linien — ab November wird mehr Kakao als Eis verkauft. Im Februar steigt der Eisverkauf wieder leicht an.
010203040506070SepOktNovDezJanFebverkauft pro WocheKakaoEis
Verkäufe am Schulkiosk (Eis durchgezogen, Kakao gestrichelt)