Das Frühstücks-Projekt
AFB I–IIDie 5d hat 28 Kinder und macht eine Projektwoche zum Thema „Frühstück“. Drei Gruppen sammeln Daten:
(1) Gruppe A verteilt den Fragezettel unten an alle Kinder der Klasse.
(2) Gruppe B zählt eine Woche lang in der ersten Stunde, wie viele Kinder gähnen.
(3) Gruppe C legt Apfelstücke mit und ohne Zitronensaft auf einen Teller und notiert jede Viertelstunde, welche Stücke braun geworden sind.
Gruppe A bekommt 26 ausgefüllte Zettel zurück; 2 Kinder waren in dieser Woche krank. Das Ergebnis:
| Frühstück | Anzahl |
|---|---|
| Brot / Brötchen | 11 |
| Müsli | 7 |
| nichts | 5 |
| Sonstiges | 3 |
- Nenne das Merkmal, das Gruppe A untersucht, und alle Ausprägungen auf dem Fragezettel.
- Ordne jede der drei Gruppen einer Art der Erhebung zu: Befragung, Beobachtung oder Experiment. Begründe jeweils in einem Satz.
- Bestätige, dass die Tabelle von Gruppe A zur Klasse passt, obwohl nur 26 Zettel zurückkamen.
- Erkläre, warum auf dem Fragezettel das Kästchen „Sonstiges“ nicht fehlen darf.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Merkmal: das Frühstück an Schultagen (was meistens gegessen wird). Ausprägungen: Brot / Brötchen, Müsli, nichts, Sonstiges.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
(1) Befragung — die Kinder sagen selbst, was sie frühstücken. (2) Beobachtung — Gruppe B fragt niemanden, sondern zählt, was ohnehin passiert. (3) Experiment — die Apfelstücke werden extra für die Untersuchung vorbereitet, die Ergebnisse entstehen durch den Versuch.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
11 + 7 + 5 + 3 = 26 Zettel. Dazu kommen die 2 kranken Kinder: 26 + 2 = 28. Das ist genau die Klassengröße — kein Kind wurde doppelt gezählt, und es fehlen nur die beiden, die nicht da waren.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Nicht jedes Frühstück passt in „Brot“, „Müsli“ oder „nichts“ (z. B. Joghurt, Obst, Pfannkuchen). Ohne „Sonstiges“ hätten diese Kinder kein passendes Kästchen: Sie würden gar nicht ankreuzen oder ein falsches Kästchen wählen, und die Daten würden nicht mehr stimmen. Jede mögliche Antwort braucht ein Kästchen.
Ein Wasserspender für die Pausenhalle?
AFB II–IIIDie Schülervertretung (SV) möchte beim Förderverein einen Trinkwasserspender für die Pausenhalle beantragen. Vorher soll eine Umfrage zeigen, ob die Kinder ihn nutzen würden. An der Schule gibt es die Jahrgänge 5 bis 9 mit je 4 Klassen.
Mats aus der SV hat schon einen Fragebogen entworfen. Er will ihn in der Mittagspause an alle Kinder verteilen, die gerade am Basketballkorb spielen — „da sind immer viele, und die haben nach dem Spielen Durst“.
- Überprüfe Mats’ Fragebogen und beschreibe drei Mängel.
- Formuliere beide Fragen so um, dass man die Antworten gut auszählen kann.
- Beurteile Mats’ Plan, nur die Kinder am Basketballkorb zu befragen, und schlage eine bessere Auswahl vor.
- Die SV lost aus jeder Klasse der Schule 6 Kinder aus. 4 SV-Mitglieder befragen in jeder Pause zusammen 40 Kinder (jede Person 10). Ermittle, wie viele Kinder befragt werden und wie viele Pausen die SV dafür braucht.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Frage 1 ist eine Suggestivfrage: „Du willst doch auch …, oder?“ drängt zu „ja“. In Frage 2 überschneiden sich die Kästchen: Wer genau 1 Flasche trinkt, passt in „0–1“ und in „1–2“. Außerdem fehlt ein Kästchen für mehr als 3 Flaschen. (Weitere mögliche Punkte: Frage 2 sagt nicht, wie groß eine Flasche ist.)
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Zum Beispiel: 1. „Würdest du einen Wasserspender in der Pausenhalle nutzen? ☐ jeden Tag ☐ manchmal ☐ nie“ 2. „Wie viele Flaschen (0,5 Liter) trinkst du an einem Schultag? ☐ 0 ☐ 1 ☐ 2 ☐ 3 ☐ 4 oder mehr“. Wichtig: neutral, jede Antwort passt in genau ein Kästchen, keine Lücke nach oben.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Der Plan ist ungeeignet. Wer gerade Basketball spielt, hat Durst und ist eher für den Wasserspender; ruhigere Kinder oder Kinder, die mittags nicht auf dem Hof sind, werden gar nicht gefragt. Außerdem sind am Korb vielleicht vor allem ältere Jahrgänge. Das Ergebnis würde nur die Meinung dieser Gruppe zeigen. Besser: In jeder Klasse aller Jahrgänge dieselbe Anzahl Kinder per Los auswählen, sodass jedes Kind die gleiche Chance hat. Wer zu einem anderen, gut begründeten Vorschlag kommt (z. B. alle Kinder befragen), erfüllt die Aufgabe ebenfalls.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Klassen: 5 · 4 = 20. Befragte Kinder: 20 · 6 = 120. Pro Pause schaffen die 4 SV-Mitglieder 4 · 10 = 40 Kinder. 120 : 40 = 3. Die SV befragt 120 Kinder und braucht dafür 3 Pausen.
