Wasserhyazinthen auf einem See
AFB I–IIWasserhyazinthen breiten sich auf einem See aus. Die bedeckte Fläche wird durch \(A(t)=2\cdot1{,}15^{t}\) beschrieben (\(t\) in Tagen, \(A\) in \(\mathrm{m^2}\)).
- Berechnen Sie die bedeckte Fläche nach 10 Tagen.
- Bestimmen Sie mit einem Differenzenquotienten (\(h=0{,}01\)) näherungsweise die Wachstumsgeschwindigkeit nach 10 Tagen und interpretieren Sie den Wert.
- Weisen Sie an den Zeitpunkten \(t=0\) und \(t=10\) nach, dass \(\frac{A'(t)}{A(t)}\) (näherungsweise) konstant ist.
- Ermitteln Sie, ab welchem Tag täglich mehr als \(5\,\mathrm{m^2}\) neu bedeckt werden.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
\(A(10)=2\cdot1{,}15^{10}\approx8{,}09\,\mathrm{m^2}\).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
\(\frac{A(10{,}01)-A(10)}{0{,}01}\approx1{,}13\).
Nach 10 Tagen wächst die bedeckte Fläche momentan um gut \(1{,}1\,\mathrm{m^2}\) pro Tag.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
\(t=0\): \(A'(0)\approx0{,}280\), \(\frac{A'(0)}{A(0)}\approx0{,}140\). \(t=10\): \(\frac{1{,}13}{8{,}09}\approx0{,}140\).
Beide Quotienten stimmen überein: Die Wachstumsgeschwindigkeit ist proportional zur Fläche, \(k\approx0{,}140\) pro Tag.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
\(A'(t)=0{,}140\cdot A(t)>5\iff A(t)>35{,}8\).
Tabelle: \(A(20)\approx32{,}7\), \(A(21)\approx37{,}6\). Ab dem 21. Tag (genauer ab \(t\approx20{,}6\)) werden mehr als \(5\,\mathrm{m^2}\) pro Tag neu bedeckt.
Abbau eines Medikaments
AFB II–IIIDie Konzentration eines Medikaments im Blut wird durch \(c(t)=40\cdot0{,}8^{t}\) beschrieben (\(t\) in Stunden, \(c\) in mg/l).
- Bestimmen Sie näherungsweise \(c'(0)\) und deuten Sie das Vorzeichen.
- Begründen Sie, dass \(c'(t)=k\cdot c(t)\) mit einer Konstanten \(k<0\) gilt, und geben Sie \(k\) auf drei Nachkommastellen an.
- Eine Ärztin sagt: „Die Konzentration nimmt jede Stunde um knapp \(9\) mg/l ab.“ Beurteilen Sie diese Aussage.
- Ermitteln Sie, ab welchem Zeitpunkt die Konzentration um weniger als \(1\) mg/l pro Stunde abnimmt.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
\(\frac{c(0{,}01)-c(0)}{0{,}01}\approx-8{,}92\) mg/l pro h.
Negatives Vorzeichen: Die Konzentration nimmt ab.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
\(\frac{c(t+h)-c(t)}{h}=c(t)\cdot\frac{0{,}8^{h}-1}{h}\); der zweite Faktor hängt nicht von \(t\) ab und strebt gegen \(k\approx-0{,}223\).
Also \(c'(t)=k\cdot c(t)\) mit \(k\approx-0{,}223\) pro Stunde.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Nur zu Beginn stimmt die Aussage: \(c(3)\approx20{,}48\), \(c'(3)\approx-4{,}57\) mg/l pro h.
Die Abnahme ist proportional zur Konzentration und wird immer kleiner; eine konstante Abnahme von \(9\) mg/l pro Stunde würde nach gut 4 Stunden eine negative Konzentration ergeben. Die Aussage ist falsch.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
\(0{,}223\cdot c(t)<1\iff c(t)<4{,}48\) mg/l.
Tabelle: \(c(9)\approx5{,}37\), \(c(10)\approx4{,}29\). Nach knapp 10 Stunden (\(t\approx9{,}8\)) sinkt die Abnahmerate unter \(1\) mg/l pro Stunde.
