Bedingte Wahrscheinlichkeit
Tafel und Baum zeigen dieselben Daten — die bedingte Wahrscheinlichkeit betrachtet nur eine Teilgruppe.
Vierfeldertafel
Innen die Schnitte, außen die Summen, in der Ecke 1.
Baumdiagramm
1. Stufe = Rand der Tafel, Pfadende = inneres Feld.
Bedingung erkennen
„unter den …“, „von den …“, „falls …“ nennen die Bezugsgruppe.
Bedingung umkehren
Pfade zu B addieren, dann den passenden Pfad durch P(B) teilen.
Index nicht vertauschen
PS(F) (Trefferquote) und PF(S) (Anteil echter Treffer) sind verschiedene Zahlen — oft sehr verschieden.
Stochastische Unabhängigkeit
Unabhängig heißt: Das Ergebnis der einen Stufe verändert die Chancen der anderen nicht.
Mit Zurücklegen
Die Urne bleibt gleich — beide Stufen sind unabhängig.
Ohne Zurücklegen
Zähler und Nenner der 2. Stufe sinken — abhängig.
Kausal oder stochastisch?
Abhängigkeit in Daten zeigt keine Ursache — Drittvariable prüfen.
Test im Baum
Die Äste zu B sind auf beiden Seiten gleich.
Unabhängig ≠ unvereinbar
Unvereinbare Ereignisse (P(A ∩ B) = 0) mit positiven Wahrscheinlichkeiten sind abhängig.
Zufallsgrößen und Kenngrößen
Eine Zufallsgröße ordnet jedem Ergebnis eine Zahl zu; Erwartungswert und Standardabweichung beschreiben ihre Verteilung.
Verteilung
Jeder Wert mit seiner Wahrscheinlichkeit, Summe 1.
Erwartungswert
Gewichtetes Mittel, Schwerpunkt des Histogramms.
Standardabweichung
Typischer Abstand vom Erwartungswert.
Faires Spiel
Reingewinn G = Auszahlung − Einsatz.
Deuten mit „im Mittel“
E(G) = −0,25 € heißt: auf lange Sicht pro Spiel durchschnittlich 25 Cent Verlust — nicht bei jedem Spiel.
Das Modell der Bernoulli-Kette
Viele Zufallsexperimente lassen sich auf Treffer und Niete zurückführen — wenn p in jeder Stufe gleich bleibt.
Bernoulli-Experiment
Genau zwei Ergebnisse: Treffer mit p, Niete mit 1 − p.
Bernoulli-Kette
n unabhängige Wiederholungen mit gleichem p; 2ⁿ Pfade im Baum.
Zufallsgröße X
Zählt die Treffer, Werte 0, 1, …, n.
Modell prüfen
Zwei Ergebnisse? n fest? p konstant? Ohne Zurücklegen nur Näherung bei großer Gesamtheit.
n ist nicht die Gesamtheit
Werden 50 von 2000 Lampen geprüft, ist n = 50. Die 2000 zeigen nur, dass sich p beim Ziehen kaum ändert.
Wahrscheinlichkeiten berechnen
Aus Pfadzahl und Pfadwahrscheinlichkeit entsteht die Bernoulli-Formel; für Summen nutzt man den Rechner.
Bernoulli-Formel
Anzahl der Pfade mal Wahrscheinlichkeit eines Pfades.
Binomialkoeffizient
(n über k) = n! : (k! · (n − k)!), GTR: nCr.
Rechner
GTR: STAT › DIST › BINOMIAL › Bpd / Bcd. CAS: binomPdf(n,p,k), binomCdf(n,p,a,b).
Kumuliert übersetzen
Alles auf „höchstens“ zurückführen.
Grenzen genau lesen
„Mehr als 9“ beginnt bei 10, „mindestens 9“ bei 9. Die gesuchte Menge der k-Werte vorher aufschreiben.
Kenngrößen und Histogramme
Erwartungswert und Standardabweichung beschreiben Lage und Breite des Histogramms; Simulationen machen die Verteilung sichtbar.
Erwartungswert
Schwerpunkt des Histogramms, mittlere Trefferzahl vieler Ketten.
Standardabweichung
Typische Abweichung von μ; am größten bei p = 0,5.
Histogramm deuten
Gipfel bei μ; p = 0,5 symmetrisch, p und 1 − p spiegelbildlich.
Modell prüfen
Zwei Ergebnisse, festes n, gleiches p, unabhängige Stufen.
μ ist nicht sicher
μ = n · p ist der Mittelwert vieler Ketten — in einer einzelnen Kette tritt genau μ oft gar nicht ein.
Worauf es in der Klausur ankommt
Diese drei Stellen kosten in der Klausur am häufigsten Punkte.
Bezugsgruppe benennen
Vor jeder Rechnung klären: Bezieht sich der Anteil auf alle oder auf eine Teilgruppe? Im Antwortsatz die Gruppe nennen.
Ansatz aufschreiben
Baum oder Tafel skizzieren, verwendete Formel hinschreiben, dann erst rechnen — der Ansatz bringt Punkte, auch wenn eine Zahl nicht stimmt.
Ergebnis deuten
Wahrscheinlichkeiten in Prozent und im Sachkontext formulieren, Erwartungswerte mit Einheit und „im Mittel“.
