Die Zufallsgröße X
In einer Bernoulli-Kette interessiert meist nicht die Reihenfolge, sondern nur, wie viele Treffer es gibt.
- Zufallsgröße X:zählt die Treffer in der Bernoulli-Kette.
- Werte:\(X\) kann die Werte \(0,1,2,\dots,n\) annehmen.
- n:Anzahl der Durchführungen — nicht die Größe der Gesamtheit.
- p:Trefferwahrscheinlichkeit in einer einzelnen Durchführung, als Dezimalzahl.
- Im Sachkontext:„\(X\): Anzahl der [Treffer] unter den \(n\) [Durchführungen]“.
Wähle oben, was du markieren willst, und klicke die passenden Wörter im Text an (auch mit Tab und Enter). Prüfe dann, ob n, p und der Treffer stimmen.
Halte fest: \(n\) ist die Zahl der Wiederholungen, \(p\) gehört zu einer einzelnen Wiederholung. Zahlen wie Preise, Zeiten oder die Größe der Lieferung sind keine Parameter.
Die Binomialverteilung
Mit \(n\) und \(p\) ist die ganze Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) festgelegt.
- Binomialverteilt:\(X\) heißt binomialverteilt mit den Parametern \(n\) und \(p\).
- Schreibweise:\(P(X=k)=B(n;p;k)\) — Wahrscheinlichkeit für genau \(k\) Treffer.
- Beispiel:15 Freiwürfe, Trefferquote 80 %: \(n=15\), \(p=0{,}8\), \(P(X=12)=B(15;0{,}8;12)\).
- Nieten zählen:\(Y=n-X\) ist binomialverteilt mit \(n\) und \(1-p\).
Binomialverteilung: \(P(X=k)=B(n;p;k)\) für \(k=0,1,\dots,n\)
Allgemeine Hinweise
n ist nicht die Gesamtheit
Aus 2000 Lampen werden 50 geprüft: \(n=50\). Die 2000 sagen nur, dass sich \(p\) beim Ziehen kaum ändert.
Prozent umrechnen
Für \(p\) immer die Dezimalzahl: 3 % wird \(p=0{,}03\), „jedes vierte“ wird \(p=0{,}25\).
X vollständig angeben
Nicht nur „Anzahl“: Schreibe, was gezählt wird und worunter — „Anzahl der defekten Lampen unter den 50 geprüften“.
