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Typische Fehler — was oft schiefgeht

Die zwölf Fehler, die bei Glocke, Näherung, Intervallen und Deutung am häufigsten Punkte kosten.

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Die 12 häufigsten Fehler

1σ² statt σ eingegeben

So wird oft gerechnet: X ~ N(500; 16): Ncd mit σ = 16.

Richtig ist: In der Klammer steht die Varianz: σ = √16 = 4.

Bei N(μ; σ²) die Wurzel ziehen.

2μ und σ am Casio vertauscht

So wird oft gerechnet: Ncd mit σ: 500 und μ: 4 — Ergebnis unsinnig.

Richtig ist: Der fx-CG50 fragt erst σ, dann μ ab; der TI-Nspire erst μ, dann σ.

Eingabemaske Zeile für Zeile lesen.

3Einzelwert bei stetiger Größe

So wird oft gerechnet: P(X = 175) = f(175) ≈ 0,048.

Richtig ist: f(175) ist eine Dichte, keine Wahrscheinlichkeit: P(X = 175) = 0.

Stetig: nur Intervalle haben Wahrscheinlichkeit.

4Säulendiagramm bei ungleichen Klassen

So wird oft gerechnet: Höhe der Klasse 180–200 cm = 44 Personen, genauso hoch wie die Mitte.

Richtig ist: Im Histogramm ist die Höhe 0,22 : 20 = 0,011 pro cm — die Fläche zählt.

Höhe = relative Häufigkeit : Klassenbreite.

5Näherung ohne Laplace-Bedingung

So wird oft gerechnet: n = 20, p = 0,1 mit der Glocke genähert.

Richtig ist: σ ≈ 1,34 < 3 — das Histogramm ist schief; mit der Binomialverteilung rechnen.

Erst σ > 3 prüfen.

6Stetigkeitskorrektur vergessen

So wird oft gerechnet: P(X ≤ 25) ≈ Φ(25) ≈ 0,1376 bei B(100; 0,3).

Richtig ist: Die Säule 25 reicht bis 25,5: Φ(25,5) ≈ 0,1631 (exakt 0,1631).

Die ganze Randsäule mitnehmen.

7Korrektur in die falsche Richtung

So wird oft gerechnet: P(X ≥ 30) ≈ 1 − Φ(30,5).

Richtig ist: Säule 30 gehört dazu, sie beginnt bei 29,5: 1 − Φ(29,5).

Bei „mindestens k“: k − 0,5.

8Falscher Faktor zur Sicherheit

So wird oft gerechnet: 95 %-Prognoseintervall mit μ ± 2,58σ.

Richtig ist: 95 % gehört zu 1,96σ; 2,58σ liefert 99 %.

1,64 · 1,96 · 2,58 ↔ 90 · 95 · 99 %.

9Wurzel falsch gesetzt

So wird oft gerechnet: Halbe Breite 1,96 · √(p(1 − p)) : n.

Richtig ist: Die Wurzel steht über dem ganzen Bruch: 1,96 · √(p(1 − p) : n).

Klammern beim Eintippen setzen.

10Umgebung um h statt um p

So wird oft gerechnet: Verträglichkeit: Umgebung um den Stichprobenanteil h gebildet.

Richtig ist: Bei der Prüfung einer Vermutung gehört die Umgebung um das vermutete p.

Erst p, dann h einordnen.

11„Verträglich“ heißt „bewiesen“

So wird oft gerechnet: h liegt in der Umgebung, also ist p = 0,4 richtig.

Richtig ist: Das Ergebnis widerspricht p = 0,4 nur nicht; auch andere p sind verträglich.

Verträglich ≠ bestätigt.

12Sicherheit dem einzelnen Intervall zugeschrieben

So wird oft gerechnet: „p liegt mit 95 % Wahrscheinlichkeit in [0,319; 0,403].“

Richtig ist: p ist fest; etwa 95 % aller so gebildeten Intervalle enthalten p.

Die Sicherheit gehört zum Verfahren.