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Was 95 % bedeuten

Hundert Forschungsteams, hundert Umfragen, hundert Intervalle — wie viele davon treffen den wahren Wert?

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Die Grenzen sind zufällig

Was bedeutet „95 %“ bei einem Konfidenzintervall? Das zeigt sich erst, wenn man viele Stichproben zieht.

  • Fest:Der wahre Anteil \(p\) ist eine feste, aber unbekannte Zahl.
  • Zufällig:Jede neue Stichprobe liefert ein anderes \(h\) — und damit andere Grenzen. Die Intervallgrenzen sind Zufallsgrößen.
  • Treffer:Manche Intervalle enthalten \(p\), manche verfehlen es.

Starte die Simulation mit ▶ oder ziehe einzelne Stichproben. Jede Stichprobe liefert ein Konfidenzintervall. Beobachte, welcher Anteil der Intervalle den wahren Wert p trifft.

Hundert Stichproben, hundert Intervalle

Halte fest: Auf lange Sicht enthalten etwa 95 % der Intervalle den wahren Anteil — die Sicherheitswahrscheinlichkeit ist eine relative Häufigkeit über viele Stichproben.

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Richtig deuten

Die Sicherheit gehört zum Verfahren, nicht zu einem einzelnen Intervall.

  • Richtig:„Das Verfahren liefert in etwa 95 % aller Stichproben ein Intervall, das \(p\) enthält.“
  • Vorsicht:„\(p\) liegt mit 95 % Wahrscheinlichkeit in \([0{,}319;\,0{,}403]\)“ ist ungenau — dieses feste Intervall enthält \(p\) oder nicht.
  • Stellschrauben:Höhere Sicherheit → breiteres Intervall; größeres \(n\) → schmaleres Intervall.
Merke

Sicherheitswahrscheinlichkeit: \(\gamma\approx\) relative Häufigkeit der Intervalle, die \(p\) enthalten

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Allgemeine Hinweise

Der Zufall steckt im Intervall

p ändert sich nie. Was schwankt, sind h und damit die Grenzen des Intervalls.

Genauer werden kostet

Halbe Breite bei gleicher Sicherheit verlangt etwa den vierfachen Stichprobenumfang.

Umfang planen

Soll die halbe Breite höchstens d sein, reicht wegen \(p(1-p)\le0{,}25\) sicher \(1{,}96\sqrt{\frac{0{,}25}{n}}\le d\), z. B. \(n\ge2401\) für \(d=0{,}02\).

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