Die Gaußsche Glockenkurve
Die Glockenkurve ist die Grenzform der Binomialhistogramme. Aus der Standardform entsteht jede Normalverteilung.
- Beobachtung:Histogramme von \(B(n;p)\) werden für großes \(n\) glockenförmig — unabhängig von \(p\).
- Standardisieren:Um \(\mu\) zentrieren, Breite durch \(\sigma\), Höhe mal \(\sigma\): Alle Histogramme nähern sich derselben Kurve.
- Gauß-Funktion:\(\varphi(z)=\frac{1}{\sqrt{2\pi}}\,e^{-\frac{z^2}{2}}\), die Dichte der Standardnormalverteilung (\(\mu=0,\ \sigma=1\)).
Glockenkurve mit Maximum bei 0 und Wendestellen bei ±1.
Die Kurve wird um μ verschoben und auf das σ-Fache verbreitert.
Durch das Verbreitern wächst die Fläche auf σ — Teilen durch σ macht sie wieder 1.
μ und σ im Graphen
Die beiden Parameter lassen sich direkt am Graphen ablesen.
- \(\mu\):Lage: Hochpunkt und Symmetrieachse bei \(x=\mu\) — der Erwartungswert.
- \(\sigma\):Breite: Wendestellen bei \(\mu-\sigma\) und \(\mu+\sigma\).
- Höhe:\(f(\mu)=\frac{1}{\sigma\sqrt{2\pi}}\) — doppeltes \(\sigma\) ergibt halbe Höhe, denn die Fläche bleibt 1.
Verschiebe μ und verändere σ mit den Reglern. Merke dir eine Kurve und vergleiche sie mit der neuen.
Halte fest: μ verschiebt die Glocke, σ macht sie breiter und flacher. Zwischen den Wendestellen liegen immer etwa 68,3 % der Fläche.
Dichte der Normalverteilung: \(f(x)=\dfrac{1}{\sigma\sqrt{2\pi}}\,e^{-\frac{(x-\mu)^2}{2\sigma^2}}\)
Allgemeine Hinweise
σ an den Wendestellen ablesen
Der Abstand von der Symmetrieachse zu einer Wendestelle ist genau σ. So lässt sich σ aus einer Skizze bestimmen.
Schreibweise N(μ; σ²)
Oft steht die Varianz σ² in der Klammer. Bei N(500; 16) ist σ = 4 — nicht 16.
Höhe ist keine Wahrscheinlichkeit
f(μ) sagt nur, wo die Dichte am größten ist. Wahrscheinlichkeiten sind Flächen unter der Kurve.
