Was der Operator verlangt
Jede Teilaufgabe beginnt mit einem Operator. Er legt fest, ob ein Ergebnis reicht, ob der Weg sichtbar sein muss oder ob ein Urteil gefragt ist. Grundlage ist die niedersächsische Operatorenliste.
- Angeben, nennen:Ergebnis ohne Begründung und ohne Rechenweg.
- Berechnen:Ansatz und Rechenweg sichtbar, Ergebnis mit Einheit.
- Bestimmen, ermitteln:Weg frei wählbar — im Teil B auch mit dem Rechner; der Ansatz muss erkennbar sein.
- Zeigen, nachweisen:das Ergebnis steht schon da; verlangt ist ein lückenloser Weg dorthin.
- Begründen, erläutern:ein Argument in Sätzen, gestützt auf Regeln oder Rechnung.
- Interpretieren, beurteilen:Bezug zum Sachkontext, beim Beurteilen mit eigenem, begründetem Urteil.
Die Aufgabe unten ist wie eine Abituraufgabe aufgebaut. Markiere per Klick oder Enter alle Operatoren — also die Verben, die sagen, was zu tun ist. Nicht jedes Verb ist ein Operator.
Halte fest: In einer Teilaufgabe können zwei Operatoren stehen — dann sind zwei verschiedene Leistungen verlangt. Aus den BE ergibt sich der Zeitrahmen.
Zeit planen
- Gesamtzeit (eA):330 Minuten für 100 BE — 30 BE im Teil A, 70 BE im Teil B.
- Teil A:ohne Hilfsmittel, spätestens nach 110 Minuten abgeben; wer früher fertig ist, gewinnt Zeit für Teil B.
- Teil B:Analysis 30 BE, Geometrie und Stochastik je 20 BE.
- Reihenfolge:mit dem sichersten Sachgebiet beginnen; bei Stillstand den Ansatz notieren und weitergehen.
Herleitung:
Zeitrahmen: \(330\ \text{min}:100\ \text{BE}\approx3{,}3\ \text{min je BE}\)
Allgemeine Hinweise
Zeigen ist mehr als Einsetzen
Bei „Zeigen Sie, dass …“ gibt das bloße Hinschreiben des Ergebnisses keine Punkte. Jeder Schritt muss nachvollziehbar sein.
Zwei Operatoren, zwei Antworten
„Bestimmen … und interpretieren …“ verlangt eine Rechnung und einen Satz zum Sachkontext. Der zweite Teil wird oft vergessen.
Antwortsatz schreiben
Zum Schluss jeder Teilaufgabe einen kurzen Satz mit Einheit. Er zwingt zur Kontrolle, ob die Frage wirklich beantwortet ist.
