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Übung — AFB III

Zehn Aufgaben zum Verallgemeinern und Reflektieren: Funktionenscharen, Symmetriebeweise, Modellgrenzen und die Prüfung fremder Aussagen.

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Aufgabenblock — AFB III

AFB III

Zehn Aufgaben, bei denen es nicht mehr um ein einzelnes Ergebnis geht, sondern um Verallgemeinern, Begründen und Beurteilen: Scharen mit Parameter, allgemeine Symmetriebeweise, die Frage nach dem Gültigkeitsbereich eines Modells und die Prüfung fremder Aussagen. Fünf Aufgaben sind interaktiv, fünf sind anspruchsvolle Textaufgaben im Klausurformat.

1Welches Verfahren führt zum Ziel?AFB III

Gegeben ist \(f(x)=2x^{5}-16x^{3}+32x\). Beantworten Sie die Fragen des Entscheidungsbaums für diese Funktion, bis Sie beim passenden Verfahren ankommen.

Beantworte die Fragen mit „Ja“ oder „Nein“, bis du bei einem Ergebnis landest. Mit „Neu“ startest du den Baum noch einmal.
    \(f(x)=2x\left(x^{4}-8x^{2}+16\right)\). Die Restklammer ist biquadratisch: \(z^{2}-8z+16=0\) mit \(D=0\) und \(z=4\), also \(x=\pm 2\). Ausgeschrieben ist \(f(x)=2x\left(x^{2}-4\right)^{2}=2x(x-2)^{2}(x+2)^{2}\) — die Nullstellen \(\pm 2\) sind doppelt, die Null einfach. Summe der Vielfachheiten: \(1+2+2=5=\) Grad.
    2Eine Funktionenschar und ihre NullstellenAFB III

    Gegeben ist die Funktionenschar \(f_{k}(x)=x^{3}-kx\) mit \(k\in\mathbb{R}\).

    1. Bestimmen Sie in Abhängigkeit von \(k\) alle Nullstellen von \(f_{k}\).
    2. Untersuchen Sie, für welche \(k\) die Funktion genau eine und für welche sie genau drei verschiedene Nullstellen besitzt.
    3. Beurteilen Sie die Aussage: „Eine ganzrationale Funktion dritten Grades hat immer drei Nullstellen.“
    Hinweis 1 — Ansatz
    Klammern Sie \(x\) aus. Der zweite Faktor führt auf \(x^{2}=k\) — und ob diese Gleichung lösbar ist, hängt vom Vorzeichen von \(k\) ab.
    Hinweis 2 — Durchführung
    Unterscheiden Sie sauber die drei Fälle \(k>0\), \(k=0\) und \(k<0\). Für Teil c) genügt ein einziges Gegenbeispiel.
    Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

    \(f_{k}(x)=x^{3}-kx=x\left(x^{2}-k\right)\)

    Satz vom Nullprodukt: \(x_{1}=0\) oder \(x^{2}=k\).

    Für \(k>0\): \(x_{2,3}=\pm\sqrt{k}\).

    Für \(k=0\): \(x^{2}=0\) liefert erneut \(x=0\) — keine neue Stelle.

    Für \(k<0\): \(x^{2}=k\) hat keine reelle Lösung.

    Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

    Genau drei verschiedene Nullstellen für \(k>0\): \(-\sqrt{k}\), \(0\) und \(\sqrt{k}\).

    Genau eine Nullstelle für \(k\leq 0\): Bei \(k<0\) bleibt nur \(x=0\); bei \(k=0\) ist \(f_{0}(x)=x^{3}\) mit der dreifachen Nullstelle \(x=0\) — als Stelle ebenfalls nur eine.

    Zwei verschiedene Nullstellen kommen in dieser Schar nicht vor.

    Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

    Die Aussage ist falsch. Gegenbeispiel: \(k=-1\) liefert \(f_{-1}(x)=x^{3}+x=x\left(x^{2}+1\right)\) mit der einzigen Nullstelle \(x=0\), denn \(x^{2}+1>0\) für alle \(x\).

    Richtig ist: Der Grad 3 gibt nur eine Obergrenze an — höchstens drei. Weil der Grad ungerade ist, gibt es zugleich mindestens eine Nullstelle. Zwischen eins und drei ist alles möglich.

    Zählt man Vielfachheiten mit und lässt auch nicht-reelle Lösungen zu, sind es stets genau drei — das ist aber eine andere Aussage als die im Zitat.

    3Woraus folgt was?AFB III

    Über eine ganzrationale Funktion sind nur der Grad und der Leitkoeffizient bekannt. Ordnen Sie jede Frage danach ein, welche Information zu ihrer Beantwortung reicht.

    Ordne jede Karte einem der Bereiche zu. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, dann die Ziffer des Bereichs, 0 zurück.
    1 der Grad allein genügt
    2 der Leitkoeffizient allein genügt
    3 man braucht beides
    Das rechte Ende folgt allein aus dem Vorzeichen von \(a_{n}\), denn \(x^{n}\) ist für große positive \(x\) immer positiv. Das linke Ende braucht zusätzlich die Parität des Grades, weil \((-x)^{n}\) je nach \(n\) das Vorzeichen wechselt. Und die reinen Anzahl-Aussagen — Obergrenze \(n\), Mindestanzahl 1 bei ungeradem Grad — hängen überhaupt nicht am Leitkoeffizienten.
    4Symmetrie allgemein begründenAFB III

    \(f\) und \(g\) seien ganzrationale Funktionen.

    1. Zeigen Sie allgemein: Ist der Graph von \(f\) punktsymmetrisch zum Ursprung, so gilt \(f(0)=0\).
    2. Zeigen Sie: Sind die Graphen von \(f\) und \(g\) achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse, so ist es auch der Graph von \(f+g\).
    3. Beurteilen Sie die Aussage: „Das Produkt zweier punktsymmetrischer Funktionen ist wieder punktsymmetrisch.“
    Hinweis 1 — Ansatz
    Arbeiten Sie ausschließlich mit den Bedingungen \(f(-x)=f(x)\) bzw. \(f(-x)=-f(x)\). Für Teil a) setzen Sie \(x=0\) ein.
    Hinweis 2 — Durchführung
    Für Teil c) rechnen Sie \((f\cdot g)(-x)\) aus und vergleichen Sie mit \((f\cdot g)(x)\) und \(-(f\cdot g)(x)\). Ein konkretes Beispiel wie \(f(x)=x\) und \(g(x)=x^{3}\) stützt das Ergebnis.
    Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

    Aus der Punktsymmetrie folgt \(f(-x)=-f(x)\) für alle \(x\), insbesondere für \(x=0\):

    \(f(0)=f(-0)=-f(0)\)

    \(f(0)+f(0)=0\) → \(2\,f(0)=0\) → \(f(0)=0\).

    Der Graph geht also zwingend durch den Ursprung. Genau deshalb zerstört ein Absolutglied \(a_{0}\neq 0\) die Punktsymmetrie sofort.

    Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

    Voraussetzung: \(f(-x)=f(x)\) und \(g(-x)=g(x)\) für alle \(x\).

    \((f+g)(-x)=f(-x)+g(-x)=f(x)+g(x)=(f+g)(x)\)

    Damit erfüllt \(f+g\) dieselbe Bedingung, ist also achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse.

    Am Term liest man dasselbe ab: Zwei Summen aus lauter geraden Exponenten ergeben zusammen wieder eine Summe aus lauter geraden Exponenten.

    Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

    Die Aussage ist falsch.

    \((f\cdot g)(-x)=f(-x)\cdot g(-x)=\left(-f(x)\right)\cdot\left(-g(x)\right)=f(x)\cdot g(x)=(f\cdot g)(x)\)

    Das Produkt ist also achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse, nicht punktsymmetrisch.

    Beispiel: \(f(x)=x\) und \(g(x)=x^{3}\) sind beide punktsymmetrisch, \(f(x)\cdot g(x)=x^{4}\) ist achsensymmetrisch.

    Merkregel über die Exponenten: ungerade plus ungerade ergibt gerade — beim Multiplizieren werden die Exponenten addiert.

    5Was gilt wirklich allgemein?AFB III

    Markieren Sie alle Aussagen, die für jede ganzrationale Funktion zutreffen.

    Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
    Die beiden falschen Aussagen scheitern am selben Gegenbeispiel-Typ: \(f(x)=x^{2}+1\) hat geraden Grad und gar keine Nullstelle; \(f(x)=x^{3}+x=x\left(x^{2}+1\right)\) hat Grad 3, aber nur die eine einfache Nullstelle \(x=0\) — die Summe der Vielfachheiten ist also 1 und nicht 3.
    6Warum ungerader Grad immer eine Nullstelle erzwingtAFB III

    Der Satz über die Anzahl der Nullstellen sagt: Ist der Grad \(n\) ungerade, so hat \(f\) mindestens eine Nullstelle.

    1. Begründen Sie diese Aussage mithilfe des Globalverhaltens.
    2. Erläutern Sie, warum dieselbe Begründung bei geradem Grad scheitert, und geben Sie ein Gegenbeispiel an.
    3. Beurteilen Sie die Argumentation: „Weil \(f(-1)=-3\) und \(f(2)=5\) gilt, muss \(f\) zwischen \(-1\) und \(2\) eine Nullstelle haben.“
    Hinweis 1 — Ansatz
    Bei ungeradem Grad laufen die beiden Enden in entgegengesetzte Richtungen. Es gibt also Stellen mit negativem und Stellen mit positivem Funktionswert.
    Hinweis 2 — Durchführung
    Entscheidend ist zusätzlich, dass sich der Graph einer ganzrationalen Funktion ohne Absetzen zeichnen lässt — er macht keine Sprünge.
    Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

    Bei ungeradem Grad gilt \(\lim\limits_{x\to-\infty}f(x)=-\infty\) und \(\lim\limits_{x\to+\infty}f(x)=+\infty\) (für \(a_{n}>0\); bei \(a_{n}<0\) genau umgekehrt).

    Es gibt also eine Stelle \(u\) mit \(f(u)<0\) und eine Stelle \(v\) mit \(f(v)>0\).

    Der Graph einer ganzrationalen Funktion verläuft lückenlos — er lässt sich ohne Absetzen zeichnen. Um von einem negativen zu einem positiven Wert zu gelangen, muss er die \(x\)-Achse also mindestens einmal treffen.

    Damit besitzt \(f\) zwischen \(u\) und \(v\) mindestens eine Nullstelle.

    Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

    Bei geradem Grad zeigen beide Enden in dieselbe Richtung. Der Graph kann daher vollständig oberhalb (oder vollständig unterhalb) der \(x\)-Achse verlaufen — ein Vorzeichenwechsel ist nicht erzwungen.

    Gegenbeispiel: \(f(x)=x^{2}+1\). Für alle \(x\) gilt \(f(x)\geq 1>0\), also gibt es keine Nullstelle. Ebenso \(f(x)=x^{4}+4\).

    Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

    Das Ergebnis ist richtig, die Begründung aber unvollständig.

    Aus \(f(-1)<0\) und \(f(2)>0\) folgt eine Nullstelle nur deshalb, weil ganzrationale Funktionen lückenlos verlaufen. Für eine Funktion mit einer Sprungstelle wäre derselbe Schluss falsch.

    Außerdem sagt das Argument nichts über die Anzahl: Es kann eine Nullstelle im Intervall geben, aber auch drei oder fünf. Und es schließt Nullstellen außerhalb von \([-1;2]\) nicht aus.

    7Aus Bedingungen einen Term gewinnenAFB III

    Eine ganzrationale Funktion vierten Grades ist achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse, hat die doppelten Nullstellen \(-3\) und \(3\) und den Leitkoeffizienten \(1\). Geben Sie \(f(x)\) in ausmultiplizierter Form ein.

    Schreibweise: Brüche mit /, Potenzen mit ^, Klammern wie üblich. Enter prüft.
    Doppelte Nullstellen bei \(\pm 3\) bedeuten \(f(x)=(x-3)^{2}(x+3)^{2}\). Sortiert man um, entsteht \(\left[(x-3)(x+3)\right]^{2}=\left(x^{2}-9\right)^{2}=x^{4}-18x^{2}+81\). Der Term enthält nur gerade Exponenten — die geforderte Achsensymmetrie ergibt sich also von selbst. Die Vielfachheiten summieren sich zu \(2+2=4\), passend zum Grad.
    8Geländeprofil an einer StraßeAFB III

    Das Höhenprofil eines Geländes neben einer Straße wird für \(0\leq x\leq 5\) durch \(f(x)=0{,}25x^{3}-1{,}5x^{2}+2x\) beschrieben. Dabei ist \(x\) die Entfernung von der Straße in Metern und \(f(x)\) die Höhe über dem Straßenniveau in Metern.

    1. Berechnen Sie die Nullstellen von \(f\) und deuten Sie sie im Sachzusammenhang.
    2. Bestimmen Sie, in welchen Abschnitten das Gelände über und in welchen es unter dem Straßenniveau liegt.
    3. Beurteilen Sie, ob sich das Modell auf \(x=10\) übertragen lässt.
    Hinweis 1 — Ansatz
    Klammern Sie \(x\) aus und teilen Sie die Restklammer durch \(0{,}25\), bevor Sie die pq-Formel anwenden.
    Hinweis 2 — Durchführung
    Für Teil b) hilft die Produktform: Untersuchen Sie in jedem Abschnitt zwischen zwei Nullstellen das Vorzeichen der einzelnen Faktoren. Für Teil c) setzen Sie \(x=10\) ein und vergleichen Sie das Ergebnis mit der Realität.
    Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

    \(f(x)=0{,}25x^{3}-1{,}5x^{2}+2x=x\left(0{,}25x^{2}-1{,}5x+2\right)\)

    Erste Nullstelle: \(x_{1}=0\).

    Restklammer: \(0=0{,}25x^{2}-1{,}5x+2\;|:0{,}25\) → \(0=x^{2}-6x+8\), also \(p=-6\), \(q=8\).

    \(D=(-3)^{2}-8=1\), \(x_{2,3}=3\pm 1\) → \(x_{2}=2\), \(x_{3}=4\).

    Deutung: In \(0\,\mathrm{m}\), \(2\,\mathrm{m}\) und \(4\,\mathrm{m}\) Entfernung von der Straße liegt das Gelände genau auf Straßenniveau.

    Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

    Produktform: \(f(x)=0{,}25\,x\,(x-2)(x-4)\).

    Für \(00\), \((x-2)<0\), \((x-4)<0\) → Produkt positiv. Das Gelände liegt über dem Straßenniveau (Hügel), z. B. \(f(1)=0{,}75\,\mathrm{m}\).

    Für \(20\), \((x-2)>0\), \((x-4)<0\) → Produkt negativ. Das Gelände liegt unter dem Straßenniveau (Senke), z. B. \(f(3)=-0{,}75\,\mathrm{m}\).

    Für \(4

    Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

    \(f(10)=0{,}25\cdot 1000-1{,}5\cdot 100+2\cdot 10=250-150+20=120\)

    Das Modell sagt für \(10\,\mathrm{m}\) Entfernung eine Höhe von \(120\,\mathrm{m}\) voraus — das ist offensichtlich unsinnig.

    Ursache ist das Globalverhalten: Der Grad ist ungerade und \(a_{3}=0{,}25>0\), also wächst \(f\) für große \(x\) über alle Grenzen. Ein reales Gelände tut das nicht.

    Fazit: Der angegebene Definitionsbereich \(0\leq x\leq 5\) ist Teil des Modells. Außerhalb dieses Gültigkeitsbereichs darf man die Funktion nicht auswerten.

    9Immer, manchmal oder nie?AFB III

    Ordnen Sie jede Aussage danach ein, ob sie für ganzrationale Funktionen immer, nur manchmal oder nie zutrifft.

    Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
    1gilt immer
    2gilt manchmal
    3gilt nie
    „Manchmal“ heißt: Es gibt Beispiele dafür und Gegenbeispiele. \(x^{4}-1\) hat genau zwei Nullstellen, \(x^{4}\) nur eine — also manchmal. „Nie“ dagegen widerspricht einem Satz: Grad 3 erlaubt höchstens drei Nullstellen, ungerader Grad erzwingt mindestens eine, und eine einfache Nullstelle bringt immer einen Vorzeichenwechsel mit sich.
    10Rekonstruktion — und was die Angaben offen lassenAFB III

    Über eine ganzrationale Funktion \(f\) ist bekannt: Sie hat den Grad 4, ihr Graph ist achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse, ihre einzigen Nullstellen sind \(-2\) und \(2\) (beide einfach), und es gilt \(f(0)=8\).

    1. Bestimmen Sie eine mögliche Funktionsgleichung von \(f\).
    2. Zeigen Sie, dass Ihre Funktion tatsächlich achsensymmetrisch ist und genau die geforderten Nullstellen hat.
    3. Beurteilen Sie die Aussage: „Mit diesen Angaben ist \(f\) eindeutig festgelegt.“
    Hinweis 1 — Ansatz
    Achsensymmetrie und Grad 4 erzwingen den Ansatz \(f(x)=ax^{4}+bx^{2}+c\) — ungerade Potenzen dürfen nicht vorkommen.
    Hinweis 2 — Durchführung
    Zwei Bedingungen liefern zwei Gleichungen: \(f(0)=8\) und \(f(2)=0\). Drei Unbekannte, zwei Gleichungen — behalten Sie das für Teil c) im Blick. Prüfen Sie am Ende über die Substitution, ob wirklich keine weiteren Nullstellen auftauchen.
    Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

    Ansatz: \(f(x)=ax^{4}+bx^{2}+c\).

    \(f(0)=c=8\).

    \(f(2)=16a+4b+8=0\;|:4\) → \(4a+b=-2\), also \(b=-2-4a\).

    Wahl \(a=-2\): \(b=-2+8=6\). Damit ist \(f(x)=-2x^{4}+6x^{2}+8\).

    Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

    Symmetrie: \(f(-x)=-2(-x)^{4}+6(-x)^{2}+8=-2x^{4}+6x^{2}+8=f(x)\). ✓

    Nullstellen: \(0=-2x^{4}+6x^{2}+8\;|:(-2)\) → \(0=x^{4}-3x^{2}-4\).

    Substitution \(z=x^{2}\): \(z^{2}-3z-4=0\), \(D=2{,}25+4=6{,}25\), \(z_{1,2}=1{,}5\pm 2{,}5\) → \(z_{1}=4\), \(z_{2}=-1\).

    \(z_{2}=-1\) wird verworfen; \(x^{2}=4\) liefert \(x=\pm 2\), beide einfach. Zusammen mit \(f(0)=8\) sind alle Bedingungen erfüllt.

    Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

    Die Aussage ist falsch. Aus den Angaben folgt nur die eine Gleichung \(b=-2-4a\) — ein Parameter bleibt frei.

    Damit die Nullstellen \(\pm 2\) die einzigen bleiben, muss der zweite \(z\)-Wert negativ sein. Das Produkt der beiden \(z\)-Lösungen ist \(\tfrac{8}{a}\); wegen \(z_{1}=4>0\) ist \(z_{2}=\tfrac{2}{a}\). Für \(a<0\) ist \(z_{2}<0\) und wird verworfen — genau dann passt alles.

    Jedes \(a<0\) mit \(b=-2-4a\) und \(c=8\) erfüllt also sämtliche Angaben, zum Beispiel auch \(a=-1\), \(b=2\): \(f(x)=-x^{4}+2x^{2}+8\).

    Eindeutig würde \(f\) erst durch eine weitere Bedingung, etwa einen zusätzlichen Punkt wie \(f(1)=12\).