Die Klaviertastatur
AFB I–IIBeim Klavier steigt die Frequenz von einer Taste zur nächsthöheren immer um denselben Faktor q. Nach 12 Tasten (einer Oktave) hat sich die Frequenz genau verdoppelt: q¹² = 2. Der Kammerton a hat 440 Hz.
- Gib q als Potenz mit rationalem Exponenten und als Wurzel an.
- Berechne q auf vier Nachkommastellen und die Frequenz der Taste 3 Tasten über dem a.
- Erläutere, warum die Frequenz 6 Tasten höher 440 · √2 Hz beträgt.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
q = 2^(1/12) = ¹²√2.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
q ≈ 1,0595. f = 440 · 2^(3/12) = 440 · 2^(1/4) ≈ 523,3 Hz (das ist das c).
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
6 Tasten: 440 · q⁶ = 440 · 2^(6/12) = 440 · 2^(1/2) = 440 · √2 ≈ 622,3 Hz. Sechs Tasten sind eine halbe Oktave, der Faktor ist deshalb die Quadratwurzel aus 2.
Herzschlag und Körpermasse
AFB II–IIIBiologen haben gefunden: Die Herzfrequenz f von Säugetieren hängt näherungsweise von der Körpermasse m ab: f = 240 · m^(−1/4) (f in Schläge pro Minute, m in kg). Ein Mitschüler behauptet: „Ein 16-mal so schweres Tier hat ein 16-mal so langsames Herz.“
- Bestimme die Herzfrequenz für eine Katze (m = 4 kg, auf ganze Schläge gerundet) und für ein Rind (m = 625 kg).
- Untersuche, um welchen Faktor sich f ändert, wenn m mit 16 multipliziert wird.
- Nimm Stellung zur Behauptung des Mitschülers.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Katze: 240 : ⁴√4 = 240 : √2 ≈ 170 Schläge/min. Rind: 240 : ⁴√625 = 240 : 5 = 48 Schläge/min.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
f neu = 240 · (16m)^(−1/4) = 16^(−1/4) · f = f/2. Die Herzfrequenz halbiert sich.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Die Behauptung ist falsch. Wegen des Exponenten −1/4 wirkt nur die 4. Wurzel des Massenfaktors: ⁴√16 = 2. Das Herz schlägt halb so schnell, nicht 16-mal langsamer. Der Mitschüler hat den Exponenten −1 statt −1/4 benutzt.
