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Zusammenfassung

Alles Wichtige zu Näherungsverfahren und Grenzprozessen auf einen Blick — die Regeln, die in der Arbeit zählen.

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Rationale und irrationale Zahlen

Brüche haben abbrechende oder periodische Dezimaldarstellungen — Zahlen wie √2 und π nicht.

Rationale Zahlen

Als Bruch p/q darstellbar; beim Dividieren wiederholt sich spätestens nach q Schritten ein Rest.

3/8 = 0,375 · 1/7 = 0,1̅4̅2̅8̅5̅7̅

Periode in Bruch

Mit 10ᵏ multiplizieren (k = Periodenlänge), dann die Zahl selbst abziehen.

x = 0,3̅6̅ ⇒ 99x = 36 ⇒ x = 4/11

Irrationale Zahlen

Nicht als Bruch darstellbar; unendlich viele Nachkommastellen ohne Periode.

√2, √3, π, 0,1010010001…

Indirekter Beweis

Annahme √2 = p/q gekürzt führt auf „p und q gerade“ — Widerspruch.

p² = 2q² ⇒ p gerade ⇒ q gerade
Zahlbereiche
ℕ ⊂ ℤ ⊂ ℚ ⊂ ℝ
ℝ enthält alle rationalen und irrationalen Zahlen und füllt die Zahlengerade lückenlos. x² = 2 ist erst in ℝ lösbar.

Rechneranzeigen sind rational

Jede Anzeige bricht ab und ist damit ein Bruch. 1,414213562 ist nur eine Näherung für √2, nicht √2 selbst.

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Näherungsverfahren für Wurzeln

Irrationale Wurzeln lassen sich nie exakt als Dezimalzahl hinschreiben — aber beliebig genau annähern.

Intervallhalbierung

Mitte m bilden, m² mit a vergleichen, die passende Hälfte behalten.

m = (u + o) : 2; m² > a ⇒ [u; m]

Genauigkeit

Jeder Schritt halbiert die Breite.

bₙ = b₀ : 2ⁿ; 10 Schritte ⇒ < 0,001

Heron-Verfahren

Mittelwert der Rechteckseiten; die Zahl der richtigen Stellen verdoppelt sich etwa.

x₁ = ½ · (2 + 2 : 2) = 1,5 für a = 2

Iterieren mit Werkzeug

Tabelle: Formel mit relativem Bezug nach unten ausfüllen. GTR/CAS: mit Ans weiterrechnen.

A2: =(A1+2/A1)/2 · (Ans + 2 ÷ Ans) ÷ 2
Heron-Verfahren
xₙ₊₁ = ½ · (xₙ + a : xₙ)
Jeder positive Startwert führt zum Ziel. Casio fx-CG50: SHIFT (−) für Ans, jedes EXE ein Schritt; TI-Nspire: ctrl (−) für ans, ctrl enter für Dezimalzahl.

Nicht zwischendurch runden

Mit Ans bzw. der Zelle darüber ungerundet weiterrechnen — erst das Endergebnis runden.

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Folgen und Grenzwerte

Näherungswerte bilden Folgen; der Grenzwert ist die Zahl, der sie beliebig nahe kommen.

Folgen

Nummerierte Liste a₁, a₂, …; explizit aₙ = f(n) oder rekursiv aus dem Vorgänger mit Startwert.

aₙ = 1/n · a₁ = 2, aₙ₊₁ = 2aₙ

Grenzwert

Ab einer Stelle n₀ bleiben alle Glieder in jedem noch so schmalen Streifen um g.

1/n < 0,01 für n ≥ 101

0,999… = 1

Der Abstand zu 1 ist nach n Neunen 10⁻ⁿ und wird kleiner als jede positive Zahl.

10x − x = 9 ⇒ 0,9̅ = 1

Grenzverhalten 1/x

Für x → ±∞ gegen 0 (waagerechte Asymptote y = 0); bei x = 0 kein Grenzwert.

1/x < d für x > 1/d
Grenzwert
lim aₙ = g für n → ∞
Konvergent: mit Grenzwert (1/n → 0, Heron → √2). Divergent: ohne ((−1)ⁿ springt, 2ⁿ wächst). Ein Grenzwert muss nicht erreicht werden.

Verschieden schnell

Bis Abstand < 0,001: Heron 3 Schritte, Intervallhalbierung 10, 1/n über 1000. Begrenztes Wachstum und Abnahme sind ebenfalls Grenzprozesse.