Tickets aus einer Tabelle
AFB I–IIEin kleiner Konzertveranstalter speichert verkaufte Tickets in einer einzigen Tabelle (Material 1). Jede Person kauft ein Ticket pro Konzert.
| TicketNr | Konzert | Datum | Halle | HalleOrt | Kaeufer | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Nachtfalter | 2026-11-03 | Kuppel | Hannover | Pohl | p@web.de |
| 2 | Nachtfalter | 2026-11-03 | Kuppel | Hannover | Rau | rau@gmx.de |
| 3 | Sturmglas | 2026-11-10 | Werkhalle | Braunschweig | Pohl | p@web.de |
| 4 | Nachtfalter | 2026-11-03 | Kuppel | Hannover | Uhl | uhl@web.de |
| 5 | Sturmglas | 2026-11-10 | Werkhalle | Braunschweig | Rau | rau@gmx.de |
- Nennen Sie drei Informationen, die in der Tabelle redundant gespeichert sind. 3 BE
- Erläutern Sie an je einem Beispiel aus dem Material eine Einfüge-, eine Änderungs- und eine Löschanomalie. 6 BE
Insgesamt 9 BE
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
z. B. Datum und Halle des Konzerts Nachtfalter (dreimal), Ort der Halle Kuppel (dreimal), E-Mail-Adresse von Pohl (zweimal), Werkhalle in Braunschweig (zweimal).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Einfügen: Ein neues Konzert ohne verkauftes Ticket lässt sich nicht speichern. Ändern: Ändert Rau die E-Mail-Adresse, müssen Tickets 2 und 5 geändert werden; wird eine vergessen, ist die Datenbank inkonsistent. Löschen: Wird die einzige Karte eines Konzerts storniert, gehen Datum und Halle verloren (analog für Uhl: Kontaktdaten).
Die Tabelle wird zerlegt
AFB II–IIIDie Tabelle Ticket aus Aufgabe 1 soll so zerlegt werden, dass keine Anomalien mehr auftreten.
- Entwerfen Sie ein Relationenschema aus mehreren Tabellen, das alle Informationen der Tabelle Ticket redundanzfrei speichert. Kennzeichnen Sie Primär- und Fremdschlüssel. 6 BE
- Vergleichen Sie die Anzahl der gespeicherten Attributwerte vor und nach Ihrer Zerlegung für die Daten aus Material 1. 3 BE
- Erörtern Sie, ob eine vollständig redundanzfreie Datenbank für den Veranstalter immer die beste Lösung ist. 4 BE
Insgesamt 13 BE
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Halle(HalleNr, Name, Ort)
Konzert(KonzertNr, Titel, Datum, HalleNr)
Kaeufer(KaeuferNr, Name, Email)
Ticket(TicketNr, KonzertNr, KaeuferNr)
Künstliche Schlüssel sind sinnvoll, weil Namen nicht eindeutig sein müssen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Vorher 5 · 7 = 35. Mit dem Schema oben: Halle 2 · 3 = 6, Konzert 2 · 4 = 8, Käufer 3 · 3 = 9, Ticket 5 · 3 = 15 → 38. Bei so wenigen Daten sinkt die Zahl nicht; bei vielen Tickets pro Konzert spart die Zerlegung deutlich. Andere nachvollziehbare Zählungen werden entsprechend bewertet.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Pro: keine Anomalien, konsistente Daten, weniger Speicher bei großen Datenmengen. Contra: Abfragen brauchen Verbunde über mehrere Tabellen; manche Werte sollen bewusst zum Zeitpunkt des Kaufs festgehalten werden (z. B. Preis auf dem Ticket), dann ist eine Kopie fachlich richtig. Erwartet wird eine abgewogene Schlussfolgerung.
