Was ein Protokoll festlegt
Ein Protokoll ist die vollständige Vereinbarung, nach der zwei Partner Daten austauschen. Es beantwortet drei Fragen.
- Syntax:Wie sieht eine Nachricht aus? Felder, Reihenfolge, Längen, erlaubte Zeichen.
- Semantik:Was bedeuten die Felder? Zum Beispiel
#= Beginn,ACK= „angekommen“. - Ablauf:Wer sendet wann, und was geschieht bei Fehlern oder Zeitüberschreitung?
- Beispiele:HTTP für Webseiten, SMTP für E-Mail, TCP für zuverlässige Paketübertragung.
Protokoll: Syntax (Format) + Semantik (Bedeutung) + Ablauf (Reihenfolge und Reaktion auf Fehler)
Nachrichten in Rahmen und Pakete
Lange Nachrichten werden in Pakete zerlegt. Jedes Paket steckt in einem Rahmen, dessen Kopf die Verwaltungsdaten trägt.
- Rahmen:Startzeichen · Kopf · Nutzdaten · Endzeichen, z. B.
#2;4;FEN ;$. - Längenfeld:sagt, wie viele Zeichen Nutzdaten folgen — der Empfänger weiß, wo das Paket endet.
- Nummer:Sequenznummer: Reihenfolge wiederherstellen und fehlende Pakete erkennen.
- Quittung:der Empfänger bestätigt mit
ACKund Nummer; ohne Quittung sendet der Sender erneut (7.3.3).
Gehe mit dem ersten Knopf im Balken Schritt für Schritt: Nachricht in Pakete zerlegen, über das Netz übertragen, beim Empfänger umlegen. Schalte dann den Kopf auf „ohne Nr.“ und wiederhole.
Halte fest: Pakete können sich unterwegs überholen. Erst die Nummer im Kopf erlaubt dem Empfänger, sie in die richtige Reihenfolge zurückzulegen — und zu merken, ob eines fehlt.
Allgemeine Hinweise
Endzeichen in den Daten
Enthält die Nachricht selbst ein $, bricht der Rahmen zu früh ab. Abhilfe: Längenfeld nutzen oder das Zeichen maskieren.
Kopfdaten kosten Platz
Jedes Paket trägt seinen Kopf. Sehr kleine Pakete bestehen fast nur noch aus Verwaltung.
Mit einem Beispiel entwerfen
Erst eine konkrete Nachricht im neuen Format aufschreiben, dann Sonderfälle prüfen: leere Nachricht, Maximallänge, Sonderzeichen.
