Zehn Übungen zum Beurteilen und Verändern von Modellen — Redundanz, Anomalien, Aufwand und Alternativen.
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Übungsaufgaben
Zehn Übungen zum Klicken, Ziehen und Knobeln — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; wenn du hängst, helfen dir die zwei gestuften Tipps.
Material für alle Aufgaben: zwei Modelle einer Fahrschule
Gib alle Attribute von Modell X an, deren Werte bei vielen Fahrstunden immer wieder dieselbe Tatsache wiederholen.
Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Telefon hängt nur vom Schüler ab, Lehrername nur vom Kürzel, Modell nur vom Kennzeichen — sie stehen bei jeder Fahrstunde erneut. StundeNr und Datum sind je Stunde verschieden.
Frage: Wovon hängt der Wert eigentlich ab?Warum? Redundant ist, was von etwas anderem als der Fahrstunde abhängt.
Hilfe: Prüfe je Attribut: Ändert es sich, wenn dieselbe Person eine weitere Stunde fährt?
A2
Welches Problem ist das?
AFB I
Ordne jedes Problem in Modell X der passenden Anomalie zu.
Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Einfügeanomalie
2Änderungsanomalie
3Löschanomalie
Alle drei Anomalien haben dieselbe Ursache: Informationen über Schüler, Lehrer und Fahrzeuge stecken in der Tabelle der Fahrstunden.
Frage: Welche Operation löst das Problem aus?Warum? Einfügen, Ändern oder Löschen.
Hilfe: Etwas Neues fehlt → Einfügen; viele Zeilen oder Widerspruch → Ändern; etwas verschwindet mit → Löschen.
A3
Lückentext: Kriterien
AFB I
Nenne die passenden Kriterien — ein Wort bleibt übrig.
Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.
Ein gutes Modell ist : Alle geforderten Informationen lassen sich speichern. Es ist , damit keine Anomalien entstehen. Der Preis dafür sind in den Abfragen. Außerdem soll es sein, damit neue Anforderungen ohne Umbau passen. Werte, die sich jederzeit lassen, speichert man nicht.
Die Reihenfolge der Zeilen ist kein Kriterium für ein Modell — Relationen sind ungeordnet.
Frage: Welche Eigenschaften hat Modell Y, die X fehlen?Warum? Die Kriterien stehen auf der Inhaltsseite.
Hilfe: Vollständig, redundanzfrei, Aufwand der Abfragen, erweiterbar, keine abgeleiteten Werte.
A4
Zellen zählen
AFB II
Die Fahrschule hat 8 Schüler, 3 Fahrlehrer, 2 Fahrzeuge und 40 Fahrstunden. Berechne die gespeicherten Attributwerte beider Modelle.
Löse die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
Modell X: 40 Stunden · 8 AttributeWerte
Modell Y: Schueler 8 · 3Werte
Modell Y: Fahrlehrer 3 · 2 + Fahrzeug 2 · 2Werte
Modell Y: Fahrstunde 40 · 5Werte
Modell Y insgesamtWerte
Schon bei 40 Stunden spart Modell Y fast ein Drittel — und jede weitere Stunde kostet in Y 5 statt 8 Werte.
Frage: Wie viele Werte hat eine Tabelle?Warum? Zeilen mal Spalten.
Hilfe: Rechne jede Tabelle einzeln und addiere für Y.
A5
Vorgänge durchspielen
AFB II
Untersuche, was die Vorgänge in Modell X auslösen, indem du jedem Vorgang die passende Folge zuordnest.
Klicke links einen Eintrag an und dann rechts den passenden — es entsteht eine Verbindungslinie. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, ↑/↓ zum Wandern.
Der letzte Vorgang zeigt den einzigen Vorteil von X: Abfragen brauchen keine Verbunde.
Frage: Welche Vorgänge betreffen Daten, die in vielen Zeilen stehen?Warum? Redundanz vervielfacht Änderungen.
Hilfe: Neu ohne Stunde → nicht speicherbar; letzte Stunde weg → Daten weg.
A6
Stimmt's? — Kopie oder Redundanz
AFB II
Ordne die Aussagen als richtig oder falsch ein.
5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Paul beurteilt die beiden Modelle der Fahrschule. Überprüfe seine Argumente — drei sind falsch.
In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Die SQL-Zeile und die 1:n-Beziehung (6.3.3 und 6.2.3) sind richtig: Jede Stunde hat einen Lehrer, ein Lehrer viele Stunden.
Frage: Welche Argumente vermischen Tabellenzahl, Speicher und Redundanz?Warum? Mehr Tabellen heißt nicht mehr Werte.
Hilfe: Prüfe außerdem, ob Paul Vor- und Nachteile wirklich abwägt.
A9
Das Modell verändern
AFB III
Die Fahrschule hat neue Anforderungen. Lege für Modell Y jeweils fest, welche Änderung nötig ist.
Klicke die Felder an, die zutreffen. Ein zweiter Klick nimmt die Markierung zurück.
Anforderung
Attribut ergänzen
neue Tabelle (1:n)
neue Verbindungstabelle (n:m)
nichts speichern
Schüler sollen beliebig viele Telefonnummern angeben können.
Bei Ausbildungsstunden sitzen zwei Fahrlehrer im Auto.
Die Dauer jeder Fahrstunde soll festgehalten werden.
Die Zahl der Stunden je Schüler soll angezeigt werden.
Der Preis einer Stunde zum Buchungszeitpunkt soll erhalten bleiben.
Mehrere Werte je Schüler → Telefon(↑SchuelerNr, Nummer). Zwei Lehrer je Stunde macht aus 1:n eine n:m-Beziehung → betreut(↑StundeNr, ↑Kuerzel). Dauer und Preis sind Attribute der Fahrstunde; die Anzahl berechnet COUNT.
Frage: Wie viele Werte je Entität verlangt die Anforderung?Warum? Mehrfachwerte und neue n:m-Beziehungen brauchen Tabellen.
Hilfe: Frage: ein Wert? viele Werte? viele Partner? berechenbar?
A10
Wer speichert mehr?
AFB IIITrick
In der ersten Woche gibt es erst 3 Schüler, 2 Fahrlehrer, 2 Fahrzeuge und 3 Fahrstunden. Bestimme, wie viele Attributwerte Modell Y mehr speichert als Modell X (negativ, falls weniger).
Überlege selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
X: 3 · 8 = 24. Y: 3 · 3 + 2 · 2 + 2 · 2 + 3 · 5 = 32. Bei sehr wenigen Daten speichert das zerlegte Modell mehr — sein Vorteil wächst erst mit der Zahl der Stunden.
Frage: Rechnest du wirklich beide Modelle aus?Warum? Die Erwartung „zerlegt = kleiner“ stimmt nicht immer.
Hilfe: X: Zeilen · 8. Y: vier Tabellen einzeln, dann Differenz.