MINT lernen

Welche Sprache wofür?

Zehn interaktive Übungen zu Einsatzgebieten, Auswahlkriterien und Laufzeitfaktoren — von AFB I bis AFB III.

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Übungsaufgaben

Zehn interaktive Übungen zu Plattformen, Kriterien und Laufzeiten — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung.

A1
Zielplattform ↔ Sprache
AFB I

Oft entscheidet schon das Gerät oder die Plattform, welche Sprache infrage kommt. Ordne jedem Vorhaben die typische Sprache zu.

A2
Stimmt's? — Mythen der Sprachwahl
AFB I

Fünf Aussagen, wie man sie in Foren liest. Welche halten einer Prüfung stand?

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Keine Sprache gewinnt überall. Wer wählt, wägt Plattform, Geschwindigkeit, Sicherheit, Bibliotheken und Vorwissen gegeneinander ab.
A3
Lückentext: Die Kriterien
AFB I

Setze die passenden Auswahlkriterien ein — ein Wort bleibt übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Soll das Programm im Browser laufen, legt die die Sprache fast schon fest. Für eine Wettersimulation mit Milliarden Rechenschritten zählt vor allem die . Bei der Software eines Herzschrittmachers ist das wichtigste Kriterium. Wer schnell Diagramme zeichnen will, freut sich über passende . Und wenn das ganze Team schon Java kann, spricht das für eine Java-ähnliche Sprache.

„Schriftart“ bleibt übrig — sie betrifft den Editor, nicht die Wahl der Sprache.
A4
Ein Projekt, vier Sprachen
AFB II

Die Schule baut eine Website für den Vertretungsplan. Welche Sprache erledigt welchen Teil?

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1HTML/CSS
2JavaScript
3PHP
4SQL
HTML legt die Struktur fest, CSS das Aussehen. JavaScript läuft im Browser (clientseitig) und reagiert ohne Neuladen. PHP läuft auf dem Server und erzeugt HTML. SQL fragt die Datenbank ab — auch Zählen geht dort direkt mit COUNT(*).
A5
Rechenkette: Bildfilter
AFB II

Ein Filter, der ein Foto in Schwarz-Weiß umwandelt, wurde dreimal programmiert. Gemessen pro Foto: C 0,6 s, Java 1,2 s, Python 18 s.

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Laufzeitfaktor von Java
  2. Laufzeitfaktor von Python
  3. Zeitersparnis von C gegenüber Python bei 50 Fotos s
  4. dieselbe Ersparnis in Minuten min
Laufzeitfaktor = t(Sprache) : t(C): 1,2 : 0,6 = 2 und 18 : 0,6 = 30. Pro Foto spart C 18 − 0,6 = 17,4 s, bei 50 Fotos 870 s = 14,5 min.
A6
Schritt für Schritt zur Sprache
AFB II

Ein Team soll für ein neues Projekt eine Sprache wählen. Bringe das Vorgehen in eine sinnvolle Reihenfolge.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Anforderungen prüfen: Wie schnell, wie sicher muss es sein?
2Klären, auf welchem Gerät bzw. welcher Plattform das Programm laufen soll
3Entscheiden und einen kleinen Prototyp bauen
4Sprachen sammeln, die auf dieser Plattform überhaupt laufen
5Bibliotheken, Community und Vorwissen im Team vergleichen
Die Plattform schließt am meisten aus und kommt daher zuerst. Unter den verbleibenden Sprachen entscheiden harte Anforderungen (Geschwindigkeit, Sicherheit), danach weiche Kriterien wie Bibliotheken und Vorwissen. Ein Prototyp zeigt früh, ob die Wahl trägt.
A7
Mix: Rust für eine Drohne
AFB II

Ein Team wählt Rust für die Flugsteuerung einer Drohne. Welche Argumente sind fachlich richtig?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Rust ist kompiliert, statisch typisiert und prüft mit dem Borrow Checker die Ownership-Regeln beim Übersetzen. Einen Garbage Collector hat Rust gerade nicht — das ist ein Vorteil für Echtzeit-Steuerungen, weil keine Aufräumpausen entstehen.
A8
Wann lohnt sich C?
AFB III

Ein Auswertungsprogramm lässt sich in Python in 2 Stunden schreiben und braucht dann 50 s pro Lauf. In C dauert das Schreiben 6 Stunden, ein Lauf nur 2 s. Nach wie vielen Läufen ist die Gesamtzeit (Schreiben + alle Läufe) für beide gleich?

Schiebe den Regler auf deine Antwort — Pfeiltasten bewegen ihn feiner. Nach dem Prüfen siehst du den Trefferbereich.
0 Läufe1000 Läufe
Trick: C ist 25-mal schneller — trotzdem gewinnt Python lange. Die C-Version kostet 4 h = 14 400 s mehr Arbeit, spart aber nur 48 s pro Lauf. 14 400 : 48 = 300 Läufe. Erst wenn das Programm öfter als 300-mal läuft, lohnt sich C. Entwicklungszeit zählt mit!
A9
Fehler im Entscheidungsprotokoll
AFB III

Eine Projektgruppe plant eine Vertretungsplan-App für Android und iPhone und hat ihre Sprachwahl begründet. Drei Begründungen sind fachlich falsch.

Klicke genau die fehlerhaften Begründungen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Gute Begründungen nennen Kriterien (Plattform, Vorwissen, Einsatzgebiet). Fehlerhaft sind falsche Plattformen und Pauschalurteile wie „die beste“ oder „ungeeignet für alles“.
A10
Wie viel bringt das Umschreiben?
AFB III

Ein Python-Programm wertet Wetterdaten aus und braucht 10 s. Davon entfallen 8 s auf eine Bibliotheksfunktion, die intern schon in C geschrieben ist, und 2 s auf eigenen Python-Code. Jemand schreibt nur den eigenen Python-Teil in C um; dieser läuft danach 25-mal so schnell. Wie lange braucht das Programm dann insgesamt?

Rechne selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Nur der Python-Teil wird schneller: 2 s : 25 = 0,08 s. Die 8 s der Bibliothek bleiben. Neu: 8 + 0,08 = 8,08 s — kaum schneller als 10 s. Deshalb ist Python für Datenanalyse beliebt: Die rechenintensiven Teile stecken schon in schnellen C-Bibliotheken.