Was unterscheidet eine Social-Media-Plattform von einer gewöhnlichen Website wie der einer Schule?
Frage dich: Wer schreibt die Texte und lädt die Bilder hoch?
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Wer hat welche Rolle?
AFB II
Im Werbekreislauf gibt es drei Beteiligte. Ordne jede Aussage der passenden Rolle zu.
Liefert kostenlos Inhalte und Aufmerksamkeit
Zahlt Geld für den Zugang zu einer bestimmten Zielgruppe
Besitzt die Daten und entscheidet über die Sortierung
Erhält im Gegenzug die Nutzung ohne Rechnung
Verdient an jeder eingeblendeten Anzeige mit
Zähle nach: Wer gibt Geld, wer gibt Zeit — und wer steht dazwischen?
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Rückblick: Der Feed lädt nach
AFB II
Du scrollst nach unten, und ohne dass sich die Adresse ändert oder die Seite neu lädt, erscheinen weitere Beiträge. Was passiert dabei technisch?
In 3.1.5 hast du gelernt, welche der drei Sprachen etwas tun kann — und in 3.1.4, dass jede Datei einzeln angefordert wird.
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Zwei Feeds, dieselben Abos
AFB II
Zwei Personen folgen exakt denselben 30 Konten, sehen aber völlig verschiedene Startseiten. Entscheide bei jedem Schritt, woran das liegt.
Spiele den Ablauf Schritt für Schritt durch: Was passiert als Nächstes? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
Nicht die Abo-Liste macht den Feed, sondern das gemessene Verhalten: Verweildauer, Wegwischen, Kommentieren. Auch Ärger zählt als Beschäftigung.
Der Algorithmus misst, was du tust, nicht was du sagst.
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„Das interessiert doch alle“
AFB III
Sortiere die Inhalte danach, ob sie nur in deinem Feed auftauchen, nur im Feed einer völlig anderen Person oder in beiden.
Ordne jeden Begriff einem der drei Bereiche zu. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, dann 1–3 für den Bereich, 0 zurück.
1 nur dein Feed
2 beides
3 nur der Feed einer anderen Person
Die Schnittmenge ist erstaunlich klein. Was du für allgemein bekannt hältst, kennt die Person neben dir oft gar nicht, weil ihr in verschiedenen Feeds lebt.
Fast nur sehr große Ereignisse und sehr breite Werbung schaffen es in beide Feeds.
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Womit verdient die Plattform Geld?
AFB I
Ordne die acht Karten zu: Was bringt der Plattform Geld ein, was kostet sie Geld, und was ist ihr Produkt für Werbetreibende?
Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Bringt Einnahmen
2Verursacht Kosten
3Wird an Werbekunden verkauft
Daraus folgt der wichtigste Satz des Kapitels: Nicht die Nutzenden sind die Kundschaft, sondern die Werbetreibenden. Verkauft wird die Aufmerksamkeit — und deshalb ist jede Funktion der App darauf ausgelegt, dass du länger bleibst.
Eine Plattform, die nichts kostet, muss ihr Geld woanders holen. Frage dich: Wer zahlt hier eigentlich?
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Schätze: Wie oft schaut ein Jugendlicher aufs Handy?
AFB II
Studien zählen, wie oft Jugendliche ihr Smartphone pro Tag entsperren. Schätze den Wert mit dem Regler.
Schiebe den Regler auf deine Schätzung — Pfeiltasten bewegen ihn feiner. Nach dem Prüfen siehst du den Trefferbereich.
0 mal pro Tag300 mal pro Tag
Erhebungen kommen je nach Studie auf etwa 80 bis 130 Entsperrvorgänge pro Tag. Entscheidend ist nicht die genaue Zahl, sondern die Größenordnung: Die meisten Menschen schätzen sich selbst deutlich zu niedrig ein. Genau diese Lücke zwischen gefühlter und tatsächlicher Nutzung machen Push-Nachrichten und Endlos-Feeds gezielt auf.
Rechne überschlägig: Bei 16 wachen Stunden und einem Blick etwa alle zehn Minuten kämen rund 100 Entsperrvorgänge zusammen.
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Begriffe rund um den Feed
AFB I
Sechs Behauptungen über Feed, Reichweite und Werbung. Entscheide jeweils, ob sie zutrifft.
Lies die Aussage und tippe auf „Stimmt“ oder „Stimmt nicht“.
Aussage 1 von 6
Zwei Begriffspaare werden besonders oft verwechselt: Reichweite (gesehen) und Engagement (reagiert) sowie Werbefläche und Zielgruppe. Verkauft wird beim Targeting nicht der Platz, sondern die passenden Menschen.
Denke an die Signaltabelle: Welche Signale zählen stark, welche schwach?
Reichweite = gesehen, Engagement = reagiert. Beim Targeting kauft eine Firma Menschen, keine Fläche.
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Wie gut kam der Beitrag an?
AFB II
Ein Beitrag des Schulsanitätsdienstes wurde 12 000 Menschen angezeigt. 300 Personen haben ihn geliket, 120 kommentiert und 60 geteilt; jede Person hat nur einmal reagiert. Berechne das Engagement als Anteil der Reichweite in Prozent.
Zähle alle Reaktionen zusammen und teile durch die Reichweite. Trage das Ergebnis in Prozent ein.
300 + 120 + 60 = 480 Reaktionen. 480 : 12 000 = 0,04 = 4 %. Von 100 Menschen, die den Beitrag gesehen haben, hat also nur etwa jeder 25. reagiert. Weil das Verhältnis von Reichweite und Engagement über die künftige Sortierung entscheidet, wird ein sachlicher Beitrag wie dieser meist seltener ausgespielt als einer, der viele Kommentare auslöst.
Reichweite = wie viele den Beitrag gesehen haben. Engagement = wie viele davon reagiert haben.
Rechne 300 + 120 + 60 und teile das Ergebnis durch 12 000. Mal 100 ergibt Prozent.
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Rückblick: Notizen für ein Referat
AFB III
Für ein Referat über Plattformen hat jemand sechs Sätze notiert. Drei davon sind sachlich falsch. Finde sie.
Klicke die Zeilen an, in denen etwas sachlich falsch ist.
Satz 1 verbindet dieses Kapitel mit Kapitel 3.1: Unter der Oberfläche ist eine Plattform ganz gewöhnliche Web-Technik. Neu sind Profil, Verbindungen und der ständig neu berechnete Feed. Die drei Fehler haben eines gemeinsam: Sie behaupten mehr Sicherheit, als es gibt — über eine offene Forschungsfrage oder über Rechte, die man tatsächlich hat.
Zwei der drei Fehler betreffen das Gesetz über digitale Dienste (DSA).
Prüfe die Sätze mit „bewiesen“, „darf“ und „genügt“ besonders genau.