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Daten & Datenschutz

Ein hochgeladenes Foto überträgt mehr als das Bild: Aufnahmezeit, Gerät und Ort stecken als Metadaten mit darin.

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Welche Daten anfallen

Personenbezogene Daten sind alle Angaben, über die man dich mit vertretbarem Aufwand bestimmen kann — also auch eine IP-Adresse, eine Gerätekennung oder eine GPS-Spur. Sie entstehen auf verschiedenen Wegen.

  • Angegebene Daten:was du selbst eintippst, z. B. Name, Geburtsdatum oder Schule.
  • Beobachtete Daten:Verweildauer, Klickfolge, Uhrzeiten — gemessen, ohne dass du etwas tust.
  • Metadaten:Daten über Daten; sie hängen automatisch an jeder Datei und reisen unsichtbar mit.
  • Abgeleitete Daten:errechnet die Plattform selbst, z. B. vermutete Interessen, Stimmung oder Kaufkraft.
  • Profilbildung:aus vielen Einzelangaben ein Gesamtbild einer Person berechnen.
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Tracker, Schattenprofil und DSGVO

Nicht alles erhebt die Plattform selbst. Seit 2018 regelt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der EU, was erlaubt ist: Das Verarbeiten personenbezogener Daten ist zunächst verboten, außer es gibt einen ausdrücklichen Grund.

  • Cookie:kleine Textdatei im Browser, mit der eine Website dich beim nächsten Besuch wiedererkennt.
  • Tracker:fremder Code auf vielen Websites, der dein Verhalten seitenübergreifend zusammenführt.
  • Schattenprofil:Datensatz über jemanden ohne Konto — gespeist aus Adressbüchern anderer, Trackern und Markierungen.
  • Einwilligung:nur gültig, wenn freiwillig, für einen klaren Zweck und jederzeit widerrufbar; allein wirksam in Deutschland erst ab 16.
  • Deine Rechte:Auskunft, Löschung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch — ein Anbieter muss sie innerhalb eines Monats erfüllen.

Vor dir liegt eine hochgeladene Fotodatei mit sechs gespeicherten Feldern. Klicke sie nacheinander an (oder Tab und Enter) und sieh, was sich daraus über die Person schließen lässt.

Der Metadaten-Detektiv

pausenhof.jpg · 2,4 MB

Was die Plattform jetzt weiß

Noch nichts — klicke links auf ein Feld.

    Halte fest: Kein einziges Feld hast du selbst eingegeben. Die mit * markierte Bildanalyse steht nicht in der Datei, sondern entsteht erst auf dem Server — als abgeleitete Daten lässt sie sich vor dem Hochladen nicht entfernen.

    Merke

    DSGVO: Personenbezogene Daten dürfen nur mit einem ausdrücklichen Grund — meist deiner Einwilligung — und nur in dem Umfang verarbeitet werden, den der Zweck wirklich braucht.

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    Allgemeine Hinweise

    Ohne Konto trotzdem erfasst

    Tracker, Adressbücher anderer und Markierungen erzeugen auch ohne Anmeldung Daten über dich. Ein gelöschtes Konto beendet diese Erfassung nicht automatisch.

    Ort schon beim Aufnehmen

    Viele Plattformen blenden die GPS-Angabe aus, lesen sie vorher aber trotzdem. Sicher verhinderst du das nur über die Standort-Berechtigung der Kamera-App.

    Berechtigungen prüfen

    Eine App-Berechtigung gilt, bis du sie ausdrücklich wieder entziehst. Frage bei jeder: Braucht die App das wirklich für ihren Zweck?

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