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Übungen: Wie eine Website funktioniert

Wer ist Client, wer Server? Du bringst die Schritte einer Anfrage in die richtige Reihenfolge und deutest Statuscodes wie 200 oder 404.

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Übung

Übungsaufgaben

1

Client und Server

AFB I

Du rufst auf deinem Handy eine Webseite auf. Wer ist in dieser Situation der Client?

Client kommt von englisch client = „Kunde“. Wer bestellt hier etwas, und wer liefert?
2

Wer erledigt was?

AFB II

Entscheide bei jeder Aufgabe, ob sie beim Client (Browser) oder beim Server anfällt.

Die Dateien der Webseite dauerhaft speichern
Aus der HTML-Beschreibung ein sichtbares Layout berechnen
Entscheiden, welcher Statuscode zurückgeschickt wird
Bereits geladene Dateien im Cache aufbewahren
Auf eine eingehende Anfrage warten, ohne selbst anzufangen
Merke: Der Server fängt nie von allein an. Alles, was mit dem Anzeigen zu tun hat, passiert bei dir.
3

Rückblick: Was passiert zuerst?

AFB II

Du tippst tagesschau.de ein und drückst Enter. Welcher Schritt läuft als Erstes ab?

In 3.1.3 hast du gesehen, dass Router ausschließlich mit Nummern arbeiten — mit Namen können sie nichts anfangen.
4

Was ein 404 wirklich verrät

AFB II

Verbinde jeden HTTP-Statuscode mit dem, was er tatsächlich bedeutet.

Codes mit 2 am Anfang melden Erfolg, mit 3 eine Umleitung, mit 4 einen Fehler auf Seiten des Anfragenden, mit 5 einen Fehler des Servers.
5

Vom Klick bis zum fertigen Bild

AFB II

Du tippst eine Adresse ein und drückst Enter. Bringe die sechs Schritte in die richtige Reihenfolge.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1 Der Browser fragt beim DNS nach der IP-Adresse.
2 Der Browser baut die Verbindung zum Server auf.
3 Er sendet eine HTTP-Anfrage für die Seite.
4 Der Server antwortet mit Statuscode und HTML.
5 Der Browser liest das HTML und fordert Bilder und Stylesheets nach.
6 Die fertige Seite wird gezeichnet und angezeigt.
Wichtig ist der zweite Anfrageschwung: Das erste HTML enthält nur Verweise auf Bilder, Stylesheets und Skripte. Erst danach weiß der Browser, was er zusätzlich holen muss — deshalb baut sich eine Seite oft sichtbar in mehreren Etappen auf.
Bevor überhaupt eine Anfrage losgeschickt werden kann, muss aus dem Namen erst eine Adresse werden.
6

Was tut der Browser wirklich?

AFB III

Drei Aussagen sind richtig. Markiere genau diese drei.

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Die Arbeitsteilung ist der Kern: Der Server liefert Bausteine, der Browser baut daraus die Seite. Und 404 heißt gerade nicht „Server weg“ — der Server antwortet ja, er findet nur die angeforderte Datei nicht.
Denke daran, wo der Code jeweils ausgeführt wird — auf dem Server oder auf deinem Gerät.
7

Lückentext: eine URL auseinandernehmen

AFB I

Setze die passenden Begriffe aus der Wortbank ein. Zwei Wörter bleiben übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt). Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

In der Adresse https://tierheim-nord.de/hunde/bello.html?foto=2 gibt https das an, also die Sprache, in der Browser und Server reden. tierheim-nord.de ist der und legt fest, an welchen Server die Anfrage geht. /hunde/bello.html ist der zur Datei auf diesem Server, und foto=2 ist ein mit einer Zusatzangabe.

Der Domainname allein reicht dem Browser nicht: Bevor er anfragen kann, muss das DNS daraus eine IP-Adresse machen (3.1.3). Der Statuscode steht übrigens nie in der Adresse — er kommt erst mit der Antwort des Servers zurück.
Lies die Adresse von links nach rechts: Welche Sprache? Welcher Server? Welche Datei dort? Welche Zusatzangabe?
8

Der Vertretungsplan streikt

AFB II

Um 7:40 Uhr wollen alle gleichzeitig auf der Schulhomepage den Vertretungsplan sehen. Spiele durch, wie du die Meldungen deines Browsers deutest.

Spiele den Ablauf Schritt für Schritt durch: Was passiert als Nächstes? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    Mit der ersten Ziffer ordnest du fast jede Meldung ein: 2 geklappt, 3 weitergeleitet, 4 Fehler auf deiner Seite, 5 Fehler beim Server. Und wenn eine Seite „veraltet“ aussieht, ist oft nicht der Server schuld, sondern die Kopie im eigenen Cache.
    Schau jeweils auf die erste Ziffer des Statuscodes. Und frage dich beim letzten Schritt: Welche Dateien bewahrt der Browser auf, um Zeit zu sparen?
    9

    Fehlersuche: So kommt die Seite zu mir

    AFB III

    Ein Mitschüler erklärt in sechs Sätzen, was beim Aufruf einer Webseite passiert. Drei Sätze sind falsch. Klicke genau diese an.

    In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
    Alle drei Fehler unterschätzen den Browser: Er stellt jede Anfrage, er baut aus Textdateien das sichtbare Bild, und er passt es an den Bildschirm an. Der Server liefert nur auf Nachfrage Dateien aus — mehr nicht.
    Prüfe jeden Satz mit zwei Fragen: Wer fängt an — Client oder Server? Und wo entsteht das Bild, das du siehst?
    10

    Trickfrage: Das Schloss lügt nicht — aber es sagt wenig

    AFB III

    Eine Betrugsseite zeigt in der Adresszeile ein Schloss. Arbeite dich durch den Baum und finde heraus, was das Schloss eigentlich garantiert.

    Beantworte die Fragen des Entscheidungsbaums mit Ja oder Nein und schau, wo du herauskommst.
      Ein HTTPS-Zertifikat bestätigt nur: Du sprichst wirklich mit dem Server, dessen Adresse oben steht, und niemand liest mit. Über die Absichten des Betreibers sagt es nichts — Zertifikate sind kostenlos zu bekommen, auch für Betrugsseiten.
      Frage dich: Schützt HTTPS den Weg oder den Inhalt?