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Übungen: Was ist das Internet?

Netz oder Dienst? Du grenzt das Internet vom World Wide Web ab und prüfst verbreitete Vorstellungen auf ihre Richtigkeit.

Zum NachschlagenZurück zur ErklärungWas ist das Internet? — Erklärung, Glossar und Video nachlesen.
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Übung

Übungsaufgaben

1

Was ist das Internet?

AFB I

Welche Beschreibung trifft am besten zu?

Achte auf die Wortherkunft: inter = zwischen, net = Netz. Was liegt also zwischen was?
2

Internet oder WWW?

AFB II

Entscheide für jede Situation, ob dabei das WWW genutzt wird oder ein anderer Dienst des Internets.

Du öffnest im Browser die Seite deiner Schule.
Du schickst einer Freundin eine Sprachnachricht über einen Messenger.
Du liest einen Wikipedia-Artikel.
Deine Funkuhr holt sich die genaue Uhrzeit von einem Zeitserver.
Du bekommst eine E-Mail in deiner Mail-App auf dem Handy.
Das Unterscheidungsmerkmal ist nicht „Browser oder eigene App“, sondern das Protokoll: Wird eine Seite über eine URL per HTTP(S) geholt und über Hyperlinks mit anderen Seiten verknüpft, dann ist es WWW. Andere Dienste haben eigene Protokolle — E-Mail nutzt SMTP und IMAP, der Zeitabgleich NTP, Messenger meist ein eigenes Chat-Protokoll. Eine Web-App im Browser bleibt WWW, auch wenn sie sich wie ein Programm anfühlt.
3

Interleaving: Wer redet mit der Netzwerkkarte?

AFB II

Dein Browser lädt eine Seite. Welche Kette beschreibt richtig, was dabei auf deinem Gerät passiert?

Erinnere dich an das Schichtenmodell aus Kapitel 2.2.1. Nur eine Schicht darf die Hardware direkt anfassen — welche?
4

Warum in Pakete zerlegen?

AFB II

Baue zuerst ein Datenpaket zusammen — zwei Bausteine gehören nicht hinein.

Setze den Bauplan von links nach rechts zusammen. Ein Klick legt den Baustein auf den nächsten freien Platz, ein Klick im Bauplan legt ihn zurück. Enter funktioniert genauso.
Weil jedes Paket seine eigene Adresse und Nummer trägt, kann es einen anderen Weg nehmen, in falscher Reihenfolge ankommen und einzeln neu angefordert werden. Bei einer einzigen großen Sendung müsste nach einem Fehler alles noch einmal übertragen werden.
Ein Paket muss allein unterwegs zurechtkommen: Es braucht Absender, Ziel, seinen Platz in der Reihenfolge und eine Möglichkeit, Fehler zu erkennen.
5

Fünf Aussagen über das Netz der Netze

AFB II

Stimmt die Aussage? Eine Fehleinschätzung beendet die Serie — dann startest du neu.

Fünf Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Zwei Ideen tragen das gesamte Kapitel: Dezentralität (kein Zentrum, viele Wege) und Paketvermittlung (kleine Häppchen statt einer festen Leitung). Aus beidem folgt die Ausfallsicherheit, für die das Netz ursprünglich gebaut wurde.
Achte auf den Unterschied zwischen dem Internet (den Leitungen und Regeln) und dem WWW (einem Dienst darauf).
6

Internet oder Dienst darauf?

AFB I

Ordne die acht Karten zu: Gehört das zur Infrastruktur des Internets — oder ist es ein Dienst, der sie benutzt?

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Infrastruktur des Internets
2Dienst, der das Internet nutzt
Die Trennung lohnt sich, weil beide Ebenen getrennt weiterentwickelt werden können: Neue Dienste entstehen ständig, ohne dass ein einziges Kabel neu verlegt werden müsste — und schnellere Leitungen beschleunigen alle Dienste gleichzeitig.
Infrastruktur ist alles, was Daten transportiert. Dienste sind das, was Nutzerinnen und Nutzer davon sehen.
7

Fachbegriff und Bedeutung

AFB I

Tippe links einen Fachbegriff an und danach rechts die Beschreibung, die zu ihm passt.

Die Wortherkunft hilft: client heißt „Kunde“, to serve heißt „bedienen“, und de-zentral bedeutet „ohne Mittelpunkt“.
8

Volle WLAN-Balken, aber keine Seite

AFB II

Dein Laptop zeigt volle WLAN-Balken, trotzdem lädt keine Seite. Das Tablet deiner Schwester im selben WLAN lädt auch nichts. Schaltest du am Handy das WLAN aus und nutzt mobile Daten, klappt alles. Arbeite dich durch den Entscheidungsbaum.

Beantworte die Fragen des Entscheidungsbaums mit Ja oder Nein und schau, wo du herauskommst.
    WLAN ist nur die letzte, meist keine 20 Meter lange Funkstrecke bis zum Router. Volle Balken sagen nichts darüber, ob dahinter eine Verbindung ins Internet besteht. Wer so Schritt für Schritt eingrenzt, prüft immer ein Teilstück nach dem anderen — vom eigenen Gerät nach außen.
    Nimm die Angaben aus der Aufgabe wörtlich: Was weißt du über das WLAN, was über das zweite Gerät und was über den Zugang per mobilen Daten?
    9

    Ein Netz, das Ausfälle übersteht

    AFB III

    Du sollst für eine Forschungsgruppe ein Netz planen, das weiterarbeitet, auch wenn einzelne Leitungen oder Rechner ausfallen. Drei Entscheidungen helfen dabei wirklich. Markiere genau diese drei.

    Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
    Genau diese drei Entscheidungen stecken im Internet: Paketvermittlung, viele Wege und Dezentralität. Die drei falschen Vorschläge haben eines gemeinsam — sie schaffen eine einzelne Stelle, deren Ausfall alles lahmlegt: den Hauptrechner, die reservierte Leitung oder das einzige Kabel.
    Frage bei jedem Vorschlag: Gibt es danach eine einzelne Stelle, deren Ausfall alles stoppt? Dann hilft er nicht.
    10

    Trickfrage: wirklich „herunter“geladen?

    AFB III

    Kreuze für jeden Vorgang an, was danach zutrifft.

    Setze in jeder Zeile überall dort ein Kreuz, wo die Aussage zutrifft — es können mehrere pro Zeile sein. Enter setzt und löscht.
    VorgangDas Original bleibt beim AbsenderBeim Empfänger entsteht eine KopieDanach gibt es genau ein Exemplar
    Du lädst ein Bild aus dem Netz herunter
    Du gibst deiner Freundin dein Heft
    Du schickst eine Sprachnachricht
    Du schickst einen Brief per Post
    Du schaust ein Video im Stream
    Digitale Daten werden nie weggenommen, sondern immer kopiert — beim Absender bleibt alles. Genau deshalb sind Urheberrecht und Datenschutz im Netz so schwierig: Eine einmal verbreitete Kopie lässt sich nicht mehr einsammeln.
    Vergleiche jeweils: Was hat der Absender hinterher noch, und was hat der Empfänger?