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Übung AFB III

Beurteilen, widerlegen, Stellung nehmen: zehn anspruchsvolle Aufgaben zu Kaufentscheidungen, Werbeversprechen und Gerätewahl.

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Aufgabenblock — AFB III

Zehn Aufgaben für die Spitzenpunkte: Angebote beurteilen, Behauptungen widerlegen, Abläufe entwerfen und begründet Stellung nehmen — Vorsicht bei der Trickaufgabe.

A1
Welcher Laptop für die Schule?
AFB III

Mia sucht einen Laptop für Referate, viele Browsertabs und Fotos. Zur Wahl stehen:

ProzessorRAMSSDPreis
Laptop A4,8 GHz, 16 Kerne8 GB256 GB1100 €
Laptop B3,8 GHz, 6 Kerne16 GB512 GB750 €

Beurteile die beiden Angebote. Wähle alle fachlich haltbaren Aussagen.

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Mehr ist nicht immer besser: Für Schule und Office reichen meist 4–6 Kerne und 16 GB RAM. B bietet doppelt so viel RAM und SSD für weniger Geld.
Welches Bauteil hält die vielen offenen Tabs bereit?
Drei Aussagen sind richtig.
A2
Werbeversprechen prüfen
AFB III

Überprüfe die Werbeversprechen eines Elektronikmarkts.

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Werbezahlen kritisch lesen: Frage immer, was die Zahl misst — und ab wann ein Mensch den Unterschied merkt.
Was misst dpi, was Hz, was der Chipsatz?
Zwei Versprechen halten.
A3
Die automatische Gießanlage
AFB III

Für das Schulbeet soll eine automatische Gießanlage gebaut werden: Ein Feuchtesensor steckt in der Erde, eine Pumpe kann gießen. Entwirf den Ablauf einer Runde, indem du die Schritte in eine sinnvolle Reihenfolge bringst.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Der Feuchtesensor misst die Bodenfeuchte.
2Der Analog-Digital-Wandler macht aus dem Signal eine Zahl.
3Der Chip vergleicht die Zahl mit dem gespeicherten Grenzwert.
4Ist der Boden zu trocken, schaltet der Chip die Pumpe ein.
5Nach 10 Sekunden schaltet der Chip die Pumpe wieder aus.
6Die Runde beginnt nach einer Stunde von vorn.
Sensor (E) → ADC → Vergleich mit dem Grenzwert aus dem Speicher (V, S) → Pumpe als Aktor (A). Wie jedes Gerät durchläuft die Anlage EVA immer wieder.
Zuerst kommt die Eingabe, dann die Wandlung in Zahlen.
Den Grenzwert liefert der Speicher neben der Verarbeitung.
A4
„Informatik ist Programmieren“
AFB III

Ben behauptet: „Informatik ist einfach nur Programmieren.“ Widerlege die Behauptung. Wähle alle Gegenbeispiele.

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Ein einziges Gegenbeispiel genügt, um eine Allaussage zu widerlegen. Beispiele, die zur Behauptung passen, widerlegen nichts.
Gesucht sind Beispiele für Informatik ohne Programmieren.
Denk an die theoretische und die technische Informatik.
A5
Funk oder Kabel beim Turnier?
AFB III

Ein E-Sport-Team überlegt, beim Turnier in einer vollen Halle Funkmäuse statt Kabelmäusen zu nutzen. Diskutiere die Argumente: Wofür spricht jedes?

Setze in jeder Zeile genau ein Kreuz. Enter setzt und löscht.
Argumentspricht für Funkspricht für Kabel
kein Kabel, das über den Tisch schleift
kein Akku, der mitten im Spiel leer wird
keine Störungen durch das volle 2,4-GHz-Band in der Halle
etwas geringere Latenz
leichter mitzunehmen, aufgeräumter Platz
Funk räumt auf, bringt aber etwas Latenz, mögliche Störungen im 2,4-GHz-Band und einen Akku. Im Turnier wiegt das schwer — im Alltag kaum.
Funk bringt drei bekannte Nachteile mit.
In einer vollen Halle funken viele Geräte gleichzeitig.
A6
16,7 Millionen Farben
AFB III

Zeige Schritt für Schritt, dass 3 Byte pro Pixel für 16,7 Millionen Farben genügen, und berechne den Speicherbedarf eines unkomprimierten Full-HD-Bildes (1920 × 1080).

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Helligkeitsstufen pro Farbkanal (0 bis 255) Stufen
  2. Farben aus drei Kanälen Farben
  3. Bits pro Pixel (n Bit ergeben 2n Stufen) Bit
  4. Speicher für ein Full-HD-Bild Byte
256 = 28, also 8 Bit pro Kanal; 2563 = 16 777 216 Farben brauchen 3 · 8 = 24 Bit = 3 Byte. 1920 · 1080 · 3 = 6 220 800 Byte ≈ 6,2 MB.
Von 0 bis 255 sind es 256 Stufen.
24 Bit = 3 Byte, dann mal Pixelanzahl.
A7
Trickaufgabe: zwei Mäuse
AFB III

Maus A hat 1600 dpi und 500 Hz, Maus B hat 800 dpi und 1000 Hz. Beide werden 3 Zoll geschoben. Lukas sagt: „B meldet doppelt so oft, das gleicht die halbe dpi-Zahl aus.“ Lege dich fest: Um welchen Faktor läuft der Zeiger von A weiter als der von B?

Rechne oder überlege selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
A: 3 · 1600 = 4800 Schritte, B: 3 · 800 = 2400 Schritte — Faktor 2. Die Abtastrate verteilt dieselben Schritte nur auf mehr Meldungen. dpi und Abtastrate lassen sich nicht gegeneinander verrechnen.
Welche der beiden Zahlen bestimmt den Weg des Zeigers?
Zählschritte = Weg in Zoll · dpi — die Abtastrate kommt darin nicht vor.
A8
Tablets für die Werkstatt
AFB III

Die Schulwerkstatt soll Tablets mit kapazitivem Touchscreen bekommen. Dort tragen alle dicke Arbeitshandschuhe. Nimm Schritt für Schritt Stellung zu dem Plan.

Spiele die Situation Schritt für Schritt durch: Was ist jetzt richtig? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    Eine Stellungnahme wägt ab: Der Plan scheitert an der Messmethode, nicht am Gerät an sich.
    Erst die Bauweise klären: Was wird gemessen?
    Resistiv reagiert auf Druck, kapazitiv auf Leitfähigkeit.
    A9
    Verarbeitet der Computer Informationen?
    AFB III

    These: „Ein Computer verarbeitet Informationen.“ Erörtere die These: Ordne jedes Argument zu.

    Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
    1spricht für die These
    2spricht gegen die These
    Abgewogenes Fazit: Der Computer verarbeitet Daten. Zur Information werden sie erst durch die Bedeutung, die Menschen festlegen — die Informatik untersucht beides.
    Was ist der Unterschied zwischen Daten und Information?
    Drei Argumente sprechen gegen die These.
    A10
    Ist der große Monitor scharf genug?
    AFB III

    Ein 27-Zoll-Monitor (Bilddiagonale) hat Full-HD-Auflösung (1920 × 1080). Bewerte seine Eignung für Textarbeit aus der Nähe. Berechne dazu zuerst die Pixeldichte in ppi (eine Nachkommastelle).

    Rechne oder überlege selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
    ppi
    Diagonale in Pixeln: √(1920² + 1080²) ≈ 2203; 2203 : 27 ≈ 81,6 ppi. Das liegt deutlich unter den etwa 100 ppi üblicher Monitore — Schrift wirkt aus der Nähe grob. Mit WQHD (2560 × 1440) wären es rund 109 ppi.
    ppi = Pixel pro Zoll — du brauchst die Diagonale in Pixeln.
    Satz des Pythagoras: √(1920² + 1080²), dann durch 27.