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Übung AFB III

Beurteilen, widerlegen, planen und entwerfen: zehn Aufgaben, in denen du Daten und Software kritisch prüfst und eigene Lösungen entwickelst.

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Aufgabenblock — AFB III

Zehn Aufgaben zum Urteilen und Übertragen: Vorschläge bewerten, Behauptungen widerlegen, Vorgehen planen und Codierungen entwerfen. Achtung: Eine Aufgabe ist eine Trickaufgabe.

A1
Fotos für die Schulwebsite
AFB III

Die Foto-AG will 40 Fotos mit je 4000 × 3000 Pixeln auf die Schulwebsite stellen. Bewerte die Vorschläge: Welche Maßnahmen sind fachlich sinnvoll?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Unkomprimiert wären es je 36 MB. Mehrfaches JPG-Speichern erzeugt Generationsverlust, und Umbenennen ändert am Inhalt nichts.
Denke an Speicherbedarf, Qualität und Datenschutz.
Drei Vorschläge sind sinnvoll.
A2
Trickaufgabe: größer oder kleiner?
AFB III

Ein unkomprimiertes Bild mit 1200 × 900 Pixeln und 24 Bit Farbtiefe belegt 3 240 000 Byte. Ole verdoppelt Breite und Höhe und speichert das Bild als 8-Bit-Graustufenbild. Er behauptet: „Doppelte Kantenlänge, aber nur ein Drittel der Farbtiefe — die Datei wird kleiner.“ Überprüfe die Behauptung, indem du die neue Größe in Byte berechnest.

Rechne oder überlege selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Byte
2400 · 1800 · 8 : 8 = 4 320 000 Byte. Die Datei wird größer: doppelte Kantenlänge heißt vierfache Pixelzahl, ein Drittel der Farbtiefe gleicht das nicht aus (4 : 3).
Was passiert mit der Pixelzahl, wenn Breite und Höhe verdoppelt werden?
Faktor 2 · 2 = 4 für die Pixel, Faktor 1/3 für die Farbtiefe.
A3
Gruppenreferat, zwei Welten
AFB III

Mia arbeitet am Mac mit Keynote, Ben am Windows-PC mit PowerPoint. Sie sollen gemeinsam eine Präsentation erstellen und am Ende abgeben. Entwickle eine Strategie, Schritt für Schritt.

Spiele die Situation Schritt für Schritt durch: Was ist jetzt richtig? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    Die Export-Regel: Original behalten und für andere das Format wählen, das der Empfänger öffnen und nutzen kann.
    Frage bei jedem Schritt: Wer bekommt die Datei, und was soll er damit tun?
    Umbenennen ist kein Umwandeln.
    A4
    Kompression, die vergrößert
    AFB III

    Jonas behauptet: „Lauflängencodierung macht jede Datei kleiner.“ Widerlege ihn mit einem Gegenbeispiel: Ein Streifenband aus 16 Feldern wechselt nach jedem Feld die Farbe. Roh kostet jedes Feld 2 Bit, jeder Lauf 2 Bit Farbe plus 5 Bit Länge.

    Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
    1. Anzahl der Läufe
    2. Größe roh Bit
    3. Größe mit Lauflängencodierung Bit
    16 Läufe · 7 Bit = 112 Bit statt 32 Bit roh — die „komprimierte“ Fassung ist 3,5-mal so groß. Ohne Wiederholungen kostet die Längenangabe nur zusätzlich Platz.
    Wenn sich die Farbe nach jedem Feld ändert, ist jeder Lauf nur 1 Feld lang.
    Jeder Lauf kostet 7 Bit, auch wenn er nur ein Feld enthält.
    A5
    Wer ist zuständig?
    AFB III

    Lege für jedes Problem fest, welche Verwaltungsaufgabe des Betriebssystems hier entscheidend ist.

    Setze in jeder Zeile genau ein Kreuz. Enter setzt und löscht.
    SituationProzessSpeicherDateiGerät
    Neue Kopfhörer funktionieren erst nach einem Treiber-Update.
    Der Browser stürzt ab, das Textprogramm läuft weiter.
    Das Referat liegt unter Schule/Info/referat.docx.
    Während der Download läuft, kannst du weiter tippen.
    Der Drucker wird nach dem Anschließen sofort erkannt.
    Prozess: Zeitscheiben · Speicher: eigener Bereich je Prozess · Datei: Ordner und Pfade · Gerät: Treiber.
    Achte auf das Schlüsselwort in jeder Situation: Treiber, Absturz, Pfad, gleichzeitig.
    Zwei Situationen gehören zur Geräteverwaltung.
    A6
    Ein Bit macht den Unterschied
    AFB III

    Zeige mit der ASCII-Tabelle, dass sich „G“ und „g“ nur in einem einzigen Bit unterscheiden. Es gilt: „A“ = 65, „a“ = 97.

    Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
    1. ASCII-Code von „G“
    2. ASCII-Code von „g“
    3. „G“ als 8-Bit-Binärzahl
    4. „g“ als 8-Bit-Binärzahl
    5. Stellenwert des Bits, in dem sie sich unterscheiden
    G = 71 = 0100 0111, g = 103 = 0110 0111. Nur das Bit mit dem Stellenwert 32 ist verschieden — genau der Abstand zwischen Groß- und Kleinbuchstaben.
    Buchstaben liegen lückenlos hintereinander: G ist der 7. Buchstabe.
    64 + 7 = 71; 96 + 7 = 103.
    A7
    KI-Assistent im Cloud-Office
    AFB III

    Die Klasse diskutiert, ob man für eine Hausarbeit den eingebauten KI-Assistenten eines Cloud-Office nutzen soll. Diskutiere die Argumente: Welche sind fachlich korrekt?

    Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
    Ein begründetes Ergebnis: Cloud-Office ist praktisch für Teamarbeit; KI-Texte prüft man wie einen Entwurf, und persönliche Daten gibt man nicht ein.
    Sammle Pro und Contra getrennt.
    Drei Argumente sind richtig — zwei davon sind Bedenken.
    A8
    Verdächtiger Anhang
    AFB III

    Du erhältst eine Mail mit dem Anhang rechnung.pdf, die dir merkwürdig vorkommt. Plane ein sicheres Vorgehen: Bringe die Schritte in die richtige Reihenfolge.

    Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
    1Die Datei nicht per Doppelklick öffnen.
    2Die Datei in einem Hex-Editor öffnen.
    3Die ersten Bytes (die Signatur) ablesen.
    4Die Signatur mit einer Tabelle bekannter Formate vergleichen.
    5Passt die Signatur nicht zur Endung: Datei nicht öffnen und melden.
    Ein PDF beginnt mit 25 50 44 46 („%PDF“). Steht dort etwas anderes, ist die Datei getarnt.
    Erst schützen, dann untersuchen, dann entscheiden.
    Die Entscheidung kommt ganz am Ende.
    A9
    Formate für das Schularchiv
    AFB III

    Die Schule will Protokolle für die nächsten 30 Jahre speichern. Nimm Stellung: Sortiere die Argumente danach, für welche Formatart sie sprechen.

    Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
    1spricht für ein offenes Format
    2spricht für ein proprietäres Format
    Für ein Archiv wiegt die Lesbarkeit in 30 Jahren schwerer als Spezialfunktionen — deshalb bevorzugen Schulen und Behörden offene Standards wie .odt.
    Was passiert mit einer Datei, wenn es den Hersteller nicht mehr gibt?
    Zwei Argumente sprechen für proprietäre Formate.
    A10
    Codierung für Sitzplätze
    AFB III

    Ein Kino will jeden Sitzplatz mit einer Binärnummer codieren. Entwirf eine Codierung mit möglichst wenigen Bits.

    Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
    1. Mindestzahl Bits für 200 Plätze Bit
    2. Mindestzahl Bits für 600 Plätze Bit
    3. Speicherbedarf für 1000 Buchungen mit je 10 Bit Byte
    27 = 128 < 200 ≤ 256 = 28 → 8 Bit; 29 = 512 < 600 ≤ 1024 → 10 Bit; 1000 · 10 Bit = 10 000 Bit = 1250 Byte.
    Mit n Bit gibt es 2n Zustände — finde das kleinste n, das reicht.
    512 Zustände reichen nicht für 600 Plätze.