Aus einer Zahl wird ein Zeichen
Ein Speicherchip kennt nur Zahlenwerte. Welches Zeichen eine Zahl bedeutet, legt eine Tabelle fest.
- Zeichencodierung:Tabelle, die jeder Zahl genau ein Zeichen zuordnet.
- ASCII:Zeichencodierung von 1963 für die Codes 0 bis 127; dafür reichen 7 Bit.
- Steuerzeichen:Codes 0 bis 31 und 127; sie stellen nichts dar, sondern lösen etwas aus, z. B. Code 10 = neue Zeile.
- Ordnung:Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben liegen jeweils lückenlos hintereinander.
Von ASCII zu Unicode
ASCII kennt kein ä, kein ß und keine anderen Schriften. Unicode löst das mit einem Katalog für alle Zeichen der Welt.
- Codetabellen:Länder belegten die Codes 128 bis 255 unterschiedlich, z. B. Latin-1 in Westeuropa.
- Mojibake:Zeichensalat, wenn Text mit der falschen Tabelle gelesen wird: aus „Größe“ wird „Größe“.
- Unicode:Katalog mit über 150 000 Zeichen; jedes hat eine feste Nummer, den Codepoint, z. B. ä = U+00E4.
- UTF-8:Codierung, die Codepoints als 1 bis 4 Bytes speichert; ASCII-Zeichen bleiben 1 Byte.
Klicke ein Zeichen an oder springe mit Tab in die Tabelle und wandere mit den Pfeiltasten. Die Gruppen-Schalter heben Ziffern, Buchstaben oder Sonderzeichen hervor.
Halte fest: Groß- und Kleinbuchstabe liegen immer genau 32 auseinander. Binär unterscheidet sie nur ein einziges Bit.
UTF-8: ASCII-Zeichen brauchen 1 Byte, ein ä braucht 2 Byte und ein Emoji 4 Byte.
Allgemeine Hinweise
7 Bit oder 8 Bit?
ASCII braucht 7 Bit, gespeichert wird aber ein ganzes Byte. Das vorderste Bit ist bei ASCII-Zeichen immer 0.
Zeichen sind keine Bytes
In UTF-8 kostet ein ä zwei Bytes und ein Emoji vier. Die Zeichenzahl verrät daher nicht die Dateigröße.
Ziffer oder Zahl?
Das Zeichen „7“ hat den Code 55, nicht 7. Ziehst du 48 ab, erhältst du den Zahlenwert.
