MINT lernen

Übungen: Bildbearbeitung

Pixelwerte nach dem Invertieren oder einer Helligkeitsänderung berechnen, Operationen am Ergebnis erkennen und Filterwirkungen vorhersagen.

Zum NachschlagenZurück zur ErklärungBildbearbeitung — Erklärung, Glossar und Video nachlesen.
Fortschritt
0 / 0 Aufgaben
Übungsaufgaben

Jetzt bist du dran

1

Invertieren

AFB I

Ein Pixel hat den Rotwert 200. Welchen Rotwert hat er nach dem Invertieren?

2

Welche Operation war das?

AFB II

Ein Pixel hatte vorher den Wert 180. Ordne jedem Ergebnis die passende Operation zu.

180 → 75
180 → 255
180 → 154
180 → 230
Prüfe zuerst die einfachen Fälle: Ergibt 255 − 180 dein Ergebnis? Ergibt 180 plus eine glatte Zahl dein Ergebnis?
Für den Kontrast rechnest du (180 − 128) · k + 128. Bei k = 0,5 also 52 · 0,5 + 128.
3

Ein Pixel durch die ganze Kette

AFB II

Ein Pixel hat die Farbwerte R = 240, G = 120, B = 60. Schicke ihn Schritt für Schritt durch Graustufen-, Helligkeits- und Kontrastfilter.

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Viele tippen zuerst auf den ungewichteten Mittelwert: (240 + 120 + 60) : 3. Wie groß wäre der?
  2. So rechnet man aber nicht. Nimm die gewichtete Formel: 0,299 · 240 + 0,587 · 120 + 0,114 · 60. Runde auf eine ganze Zahl.
  3. Ein Filter erhöht die Helligkeit um 40. Welcher Wert steht jetzt da?
  4. Kontrast verdoppeln: 128 + 2 · (189 − 128). Was ergibt das?
  5. Wie viele Byte belegt dieser eine Pixel im RGB-Bild? Byte
Jeder Filter ist reine Rechnung auf Zahlen — das Bild „sieht“ niemand, es wird nur umgerechnet. Deshalb lässt sich jeder Schritt exakt vorhersagen. Beachte die ersten beiden Zeilen: 140 gegen 149 — der ungewichtete Mittelwert liegt hier um 9 Stufen daneben, weil er den hellen Grün-Anteil zu schwach zählt.
Graustufe = gewichtete Summe: 0,299 · R + 0,587 · G + 0,114 · B (der ungewichtete Mittelwert ist nur der Vergleichswert in Zeile 1). Für den Kontrast gilt: neu = 128 + 2 · (alt − 128). Bleibt ein Wert über 255, wird auf 255 abgeschnitten.
4

Trickfrage: Zurück zum Original?

AFB III

Ein Filter erhöht alle Grauwerte um 60, ein zweiter senkt sie danach wieder um 60. Grauwerte liegen zwischen 0 und 255. Kreuze für jeden Ausgangswert an, was zutrifft.

Setze in jeder Zeile überall dort ein Kreuz, wo die Aussage zutrifft — es können mehrere pro Zeile sein. Enter setzt und löscht.
AusgangswertWird beim Erhöhen abgeschnittenKommt exakt zum Ausgangswert zurückIst am Ende dunkler als vorher
Grauwert 0
Grauwert 10
Grauwert 100
Grauwert 195
Grauwert 230
Grauwert 255
Sobald ein Wert über 255 rutscht, wird er auf 255 gekappt (Clipping) — und diese Information ist unwiederbringlich weg. Deshalb arbeitet man in der Bildbearbeitung mit Einstellungsebenen statt direkt auf den Pixeln.
Was passiert mit 230 + 60? Ein Grauwert kann nicht größer als 255 werden — der Rest wird einfach abgeschnitten.
5

Fünf Aussagen zur Bildbearbeitung

AFB II

Stimmt die Aussage oder nicht? Eine Fehleinschätzung beendet die Serie.

Fünf Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Die Leitfrage bei jeder Operation lautet: Wird Information nur verschoben oder wirklich vernichtet? Drehen und Invertieren verschieben, Abschneiden am Rand des Wertebereichs vernichtet.
Denk an die Grenzen des Wertebereichs 0–255 und daran, welche Operationen Information vernichten.
6

Punktoperation oder nicht?

AFB III

Manche Werkzeuge betrachten jeden Pixel für sich, andere brauchen die Nachbarpixel oder ordnen Pixel neu an. Sortiere die sechs Karten.

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Punktoperation (Pixel für Pixel)
2Braucht die Nachbarpixel
3Ordnet Pixel nur um
Diese Einteilung erklärt, warum Weichzeichnen deutlich mehr Rechenzeit kostet: Für jeden Pixel muss die Umgebung mitgelesen werden. Punktoperationen dagegen lassen sich für alle Pixel unabhängig und damit hochgradig parallel berechnen — genau das macht eine Grafikkarte so schnell.
Frage dich: Könnte ich diesen Effekt berechnen, wenn ich nur einen einzigen Pixelwert kenne?
7

Paare finden: Werkzeug und Wirkung

AFB I

Acht Werkzeuge der Bildbearbeitung — finde zu jedem die passende Rechenregel. Du hast höchstens 16 Versuche.

Decke zwei Karten auf, die zusammengehören. Mit der Tastatur: Tab zur Karte, Enter aufdecken, Pfeiltasten zum Wandern.
Versuche: 0 von 16
Die meisten Karten beschreiben Punktoperationen — nur Weichzeichner und Kantenerkennung brauchen die Nachbarpixel, und die Filtermatrix ist genau das Werkzeug dafür. Genau diese Unterscheidung entscheidet, wie aufwendig ein Filter zu berechnen ist.
Zwei Werkzeuge schauen auf die Nachbarn, die übrigen rechnen nur mit dem Pixel selbst.
8

Der Weichzeichner bei der Arbeit

AFB II

Spiele durch, wie der Weichzeichner einen einzelnen Pixel neu berechnet.

Spiele den Ablauf Schritt für Schritt durch: Was passiert als Nächstes? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    Ein einziger Klick auf „Weichzeichnen“ löst also Millionen von Mittelwert-Rechnungen aus. Dass sich das flüssig anfühlt, liegt an der schieren Rechengeschwindigkeit moderner Prozessoren — nicht daran, dass die Aufgabe klein wäre.
    Denke daran, was den Weichzeichner von einer Punktoperation unterscheidet.
    9

    Rechne wie der Weichzeichner

    AFB I

    Ein Pixel und seine acht Nachbarn haben die Werte 90, 100, 110, 100, 100, 100, 90, 110, 100. Welchen Wert bekommt der mittlere Pixel nach dem Weichzeichnen?

    Rechne selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
    Die Summe ist 900, geteilt durch 9 ergibt 100. Auffällig: Der Wert ändert sich kaum, weil die Umgebung schon ähnlich war — der Weichzeichner wirkt nur dort stark, wo ein Pixel deutlich aus seiner Nachbarschaft herausfällt. Genau deshalb entfernt er Bildrauschen.
    Addiere alle neun Werte und teile durch 9 — die Zahlen sind absichtlich freundlich gewählt.
    10

    Welches Werkzeug hilft hier?

    AFB II

    Ein Nachtfoto ist stark verrauscht: einzelne Pixel stechen hell heraus. Arbeite dich durch die Entscheidungsfragen zum passenden Werkzeug.

    Beantworte die Fragen des Entscheidungsbaums mit Ja oder Nein und schau, wo du herauskommst.
      Rauschen besteht aus einzelnen Ausreißer-Pixeln — und genau dagegen ist der Mittelwert der Nachbarn das perfekte Mittel. Der Preis: Auch echte feine Details werden mitgeglättet. Jedes Werkzeug ist ein Tauschgeschäft.
      Störpixel sind Ausreißer gegenüber ihren Nachbarn — welches Werkzeug rechnet mit Nachbarn?
      11

      Fehlersuche: der Spickzettel zur Bildbearbeitung

      AFB III

      Auf diesem Merkzettel stehen sechs Sätze — drei davon sind falsch. Klicke genau diese drei an.

      In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
      Zwei Fehler betreffen die Frage „Punkt- oder Nachbarschaftsoperation?“, der dritte ein Naturgesetz der Bildbearbeitung: Filter können Information verlieren oder umformen — aber niemals neue erschaffen.
      Prüfe bei jedem Satz: Woher nimmt das Werkzeug seine Zahlen — und kann dabei Information entstehen?
      12

      Rückblick: Farbtiefe aus 2.1.5

      AFB II

      Ein Foto liegt mit 24 Bit Farbtiefe vor. Du reduzierst es auf 8 Bit. Was passiert dabei?

      Farbtiefe sagt, wie viele Bit pro Pixel zur Verfügung stehen. Die Zahl der Pixel bleibt davon unberührt.