In fast jedem Gerät steckt ein kleiner Computer
Ein Computer muss nicht wie ein Computer aussehen. In vielen Alltagsgeräten sitzt ein winziger Rechner, der Messwerte aufnimmt, damit rechnet und dann etwas auslöst.
- Eingabe:Daten gelangen ins Gerät — über Tasten, Sensoren oder ein Mikrofon.
- Verarbeitung:der Prozessor (CPU) rechnet mit den Daten nach den Regeln eines Programms.
- Ausgabe:das Ergebnis kommt heraus — als Bild, Ton, Bewegung oder Ausdruck.
- Waschmaschine:Programmwahl und Wassersensor → die Steuerung plant den Ablauf → Trommel und Pumpe laufen.
- Einparkhilfe:ein Ultraschall-Echo kommt zurück → die Laufzeit wird in einen Abstand umgerechnet → der Piepton wird schneller.
Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe — und Speicher
Das EVA-Prinzip beschreibt, wie jedes Informatiksystem Daten aufnimmt, bearbeitet und wieder abgibt. Müssen Daten zusätzlich aufbewahrt werden, erweitert man es zum EVAS-Prinzip.
- Eingabegeräte:Tastatur, Maus, Mikrofon, Kamera, Scanner und Sensoren.
- Verarbeitung:der Prozessor führt das Programm aus und berechnet das Ergebnis.
- Ausgabegeräte:Bildschirm, Lautsprecher, Drucker und Motoren.
- Speicher (S):bewahrt Daten auf, damit sie später wieder genutzt werden können — etwa einen Text oder einen Spielstand.
- Keine vierte Station:der Speicher steht neben der Verarbeitung, nicht hinter der Ausgabe.
Wähle ein Szenario und starte den Durchlauf. Verfolge, wie ein Datenpaket (gelb) Schritt für Schritt durch Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe wandert — und bei manchen Geräten auch in den Speicher.
Halte fest: Der Speicher ist keine vierte Stufe hinter der Ausgabe, sondern ein Lager neben der Verarbeitung. Manche Geräte brauchen ihn, andere nicht — deshalb schreibt man EVAS und nicht EVSA.
EVA-Prinzip: Jede Datenverarbeitung läuft in der Reihenfolge Eingabe → Verarbeitung → Ausgabe ab; kommt ein Speicher hinzu, heißt sie EVAS-Prinzip.
Allgemeine Hinweise
Speichern ist keine Ausgabe
Wer etwas speichert, gibt es nicht aus — die Daten bleiben im Gerät. Deshalb heißt es EVAS und nicht EVSA.
Vorgang statt Gerät zuordnen
Manche Geräte können Eingabe und Ausgabe zugleich, etwa ein Touchscreen. Ordne deshalb immer den konkreten Vorgang zu, nicht nur das Gerät.
Mit Verben prüfen
Eingabe erkennst du an Verben wie tippen, messen oder aufnehmen. Verarbeitung heißt rechnen oder entscheiden, Ausgabe heißt anzeigen, abspielen oder bewegen.
