Was steckt im Computer?
Im Inneren eines Rechners arbeiten wenige Bauteile mit klar getrennten Aufgaben zusammen. Wer sie kennt, kann Alltagsbeobachtungen erklären und beim Gerätekauf einschätzen, worauf es ankommt.
- Prozessor (CPU):führt alle Befehle aus; Takt (in GHz) und Anzahl der Kerne bestimmen sein Tempo.
- Arbeitsspeicher (RAM):hält bereit, was gerade läuft; er ist flüchtig — bei einem Absturz ist Ungespeichertes weg.
- Massenspeicher (SSD):speichert Dateien und Programme dauerhaft, auch ohne Strom.
- Grafikkarte (GPU):ein eigener Chip berechnet das Bild für den Monitor, mit eigenem Speicher (VRAM).
- Netzteil:wandelt den Strom aus der Steckdose um und muss genug Leistung für alle Bauteile zugleich liefern.
Hardware, Software und das Mainboard
Alles, was man anfassen kann, heißt zusammen Hardware; die Programme darauf sind Software. Damit die Hardware zusammenarbeitet, steckt sie auf einer gemeinsamen Platine.
- Hardware und Software:Hardware sind alle Bauteile zum Anfassen, Software die Programme und Daten darauf.
- RAM oder SSD:der RAM ist schneller Kurzzeitspeicher (Schreibtisch), die SSD langsamer Langzeitspeicher (Aktenschrank).
- Mainboard:die Hauptplatine; feine Kupfer-Leiterbahnen transportieren darauf Strom und Daten.
- Chipsatz:ein Baustein auf dem Mainboard, der Daten zwischen CPU, RAM und Anschlüssen wie USB verteilt — er rechnet selbst nicht.
- Steckplätze:CPU-Sockel, RAM-Bänke, der lange PCIe-Steckplatz für Karten und der flache M.2-Platz für die SSD.
Klicke auf einen farbigen Steckplatz der Hauptplatine — oder wähle ihn mit Tab und den Pfeiltasten. Die Karte daneben verrät, welches Bauteil dort sitzt und warum gerade dort.
Halte fest: Was schnell mit der CPU sprechen muss (RAM, Grafikkarte), sitzt nah an ihr — kurze Leiterbahnen bedeuten kurze Wege. Die dünnen Linien führen Daten, die dicken goldfarbenen führen Strom.
Arbeits- und Massenspeicher: Der RAM ist schnell, verliert aber ohne Strom seinen Inhalt; die SSD ist langsamer, speichert aber dauerhaft — deshalb regelmäßig speichern.
Allgemeine Hinweise
„Speicher“ genau lesen
„16 GB Speicher“ kann RAM oder SSD meinen — das sind zwei verschiedene Bauteile. Im RAM liegt nur, was gerade läuft, auf der SSD alles dauerhaft.
Der Chipsatz rechnet nicht
Der Chipsatz verteilt nur Daten zwischen den Bauteilen. Gerechnet wird im Prozessor und in der Grafikkarte.
Mehr ist nicht immer besser
Viele Kerne helfen nur, wenn das Programm sie auch nutzt. Für Schule und Office reichen meist 4–6 Kerne und 16 GB RAM.
