Dinge gehen ins Netz
Beim Internet der Dinge (kurz IoT, englisch Internet of Things) tauschen Alltagsgegenstände selbstständig Daten aus — ohne dass ein Mensch etwas eingibt. Dafür stecken in jedem Gerät dieselben Bausteine.
- Sensor:misst eine Größe der Umwelt, etwa Licht, Bewegung oder Wasserstand — die Eingabe.
- Mikrocontroller:winziger, sparsamer Computer im Gerät; bereitet Messwerte auf und trifft einfache Entscheidungen.
- Funkmodul:bringt die Daten nach außen — per WLAN, Bluetooth, Mobilfunk oder Langstreckenfunk.
- Aktor:setzt ein Signal in eine Wirkung um, etwa das Relais einer Lampe oder der Motor eines Türschlosses — die Ausgabe.
Weg der Daten und Risiken
Die Messwerte bleiben selten im Haus: Sie laufen über ein Gateway zur Cloud und von dort zur App. Weil IoT-Geräte billig gebaut sind und jahrelang unbeaufsichtigt laufen, entstehen typische Sicherheitslücken.
- Gateway:Übersetzer, der die Funksignale im Haus sammelt und ins Internet weiterreicht — meist der WLAN-Router.
- Cloud:Server des Herstellers, die speichern, auswerten und die App versorgen; schaltet er sie ab, verliert das Gerät seine Funktion.
- Firmware:die fest eingebaute Software eines Geräts; ohne Updates bleibt jede bekannte Lücke offen.
- Standardpasswort:ab Werk bei vielen Geräten gleich — die Listen dazu stehen offen im Netz.
- Botnetz:Verbund gekaperter Geräte, die ein Angreifer fernsteuert, etwa um Internetdienste lahmzulegen.
Wähle ein Gerät und schicke seinen Messwert los. Verfolge, welche Station gerade arbeitet, und lies mit, was auf jedem Abschnitt passiert.
1 · Gerät
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2 · Gateway
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3 · Cloud
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4 · App
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Halte fest: Der Messwert verlässt in allen Fällen das Haus — auch wenn Gerät und Handy im selben Zimmer liegen. Ohne den Server des Herstellers erreicht nichts die App.
IoT-Prinzip: Der Sensor misst, das Gateway sendet, die Cloud wertet aus — und ein Aktor oder die App handelt.
Allgemeine Hinweise
Werkspasswort sofort ändern
Das Standardpasswort ist der größte einzelne Angriffsweg. Gib jedem Gerät ein eigenes, langes Passwort.
Gastnetz nutzen
Lass smarte Geräte in einem eigenen, abgetrennten WLAN laufen. Wird eines gekapert, bleiben Laptop und Handy geschützt.
Update-Versorgung prüfen
Achte vor dem Kauf darauf, wie lange der Hersteller Updates liefert. Alte Geräte ohne Updates gehören vom Netz.
