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Übung AFB II

Vom Rasendünger bis zur Knopfzelle — erst den Ansatz finden, dann rechnen.

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Aufgabenblock — AFB II

Zehn mehrschrittige Aufgaben aus Labor und Alltag — Titrationen mit Aliquot, Zellen mit Stoffmengen, Elektrolyse, Knopfzellen und ein Blick zurück in Kapitel 1 und 3. Drei gestufte Tipps helfen beim Ansatz.

A1
Eisen im Rasendünger
AFB II

Moosvernichter für den Rasen enthält Eisen(II)-sulfat. \(1{,}00\,\mathrm{g}\) Dünger werden in verdünnter Schwefelsäure gelöst und auf \(100\,\mathrm{mL}\) aufgefüllt. \(20{,}0\,\mathrm{mL}\) dieser Lösung verbrauchen \(12{,}40\,\mathrm{mL}\) Kaliumpermanganat-Lösung (\(c=0{,}0100\,\mathrm{mol\,L^{-1}}\)).

a) Berechnen Sie die Stoffmenge \(n(\ce{Fe^2+})\) in der titrierten Probe (in mmol). b) Berechnen Sie den Massenanteil \(w(\ce{Fe})\) des Düngers in Prozent (\(M(\ce{Fe})=55{,}85\,\mathrm{g\,mol^{-1}}\)).

mmol
%
Ansatz: Aus der Redoxgleichung: \(n(\ce{Fe^2+})=5\cdot n(\ce{MnO4-})\). Titriert wurde nur ein Fünftel der Lösung (\(20{,}0\) von \(100\,\mathrm{mL}\)).
Rechenweg: \(n(\ce{MnO4-})=0{,}0100\cdot12{,}40\,\mathrm{mmol}=0{,}124\,\mathrm{mmol}\); mal 5 → Probe; mal 5 → gesamte Lösung; \(m=n\cdot M\); \(w=m(\ce{Fe}):m(\text{Dünger})\).
Lösung: a) \(0{,}620\,\mathrm{mmol}\) b) \(17{,}3\,\%\)
Vollständige Lösung
a) \(n(\ce{MnO4-})=0{,}0100\,\mathrm{mol\,L^{-1}}\cdot12{,}40\,\mathrm{mL}=0{,}124\,\mathrm{mmol}\); \(n(\ce{Fe^2+})=5\cdot0{,}124\,\mathrm{mmol}=0{,}620\,\mathrm{mmol}\). b) In \(100\,\mathrm{mL}\): \(5\cdot0{,}620\,\mathrm{mmol}=3{,}10\,\mathrm{mmol}\); \(m(\ce{Fe})=3{,}10\,\mathrm{mmol}\cdot55{,}85\,\mathrm{g\,mol^{-1}}=173\,\mathrm{mg}\); \(w=\dfrac{0{,}173\,\mathrm{g}}{1{,}00\,\mathrm{g}}=17{,}3\,\%\). Häufiger Fehler: den Verdünnungsfaktor 5 (Aliquot) vergessen.
A2
Zinn-Silber-Zelle
AFB II

Eine Zinn-Halbzelle und eine Silber-Halbzelle werden unter Standardbedingungen zu einer galvanischen Zelle verbunden (\(E^\circ(\ce{Sn^2+}/\ce{Sn})=-0{,}14\,\mathrm{V}\), \(E^\circ(\ce{Ag+}/\ce{Ag})=+0{,}80\,\mathrm{V}\)). Nach einiger Zeit haben sich an der Silberelektrode \(0{,}432\,\mathrm{g}\) Silber abgeschieden.

a) Berechnen Sie die Zellspannung. b) Berechnen Sie, um wie viel Gramm die Zinnelektrode leichter geworden ist (\(M(\ce{Ag})=107{,}87\), \(M(\ce{Sn})=118{,}71\,\mathrm{g\,mol^{-1}}\)).

V
g
Ansatz: Akzeptor ist das Paar mit dem größeren \(E^\circ\). Für b) brauchen Sie die Gesamtgleichung — wie viele Silber-Ionen werden je Zinnatom reduziert?
Rechenweg: \(\ce{Sn + 2 Ag+}\) \(\ce{-> Sn^2+ + 2 Ag}\) → \(n(\ce{Sn})=\tfrac12\,n(\ce{Ag})\); \(n(\ce{Ag})=0{,}432\,\mathrm{g}:107{,}87\,\mathrm{g\,mol^{-1}}\).
Lösung: a) \(0{,}94\,\mathrm{V}\) b) \(0{,}238\,\mathrm{g}\)
Vollständige Lösung
a) \(\Delta E=0{,}80\,\mathrm{V}-(-0{,}14\,\mathrm{V})=0{,}94\,\mathrm{V}\); Zinn ist Minuspol (Anode). b) \(n(\ce{Ag})=\dfrac{0{,}432}{107{,}87}\,\mathrm{mol}=4{,}00\,\mathrm{mmol}\); je Zinnatom werden 2 Elektronen abgegeben, also \(n(\ce{Sn})=2{,}00\,\mathrm{mmol}\); \(m=2{,}00\,\mathrm{mmol}\cdot118{,}71\,\mathrm{g\,mol^{-1}}=0{,}238\,\mathrm{g}\). Wer 1 : 1 rechnet, erhält fälschlich \(0{,}475\,\mathrm{g}\).
SalzbrückeV? VSn | Sn²⁺Ag | Ag⁺
Zinn- und Silber-Halbzelle — welches Blech wird dünner?
A3
Ein unbekanntes Metall
AFB II

Eine Halbzelle aus einem unbekannten Metall M in der Lösung seiner Salze (\(c=1\,\mathrm{mol\,L^{-1}}\), Ionen \(\ce{M^2+}\)) wird gegen eine Kupfer-Halbzelle (\(E^\circ=+0{,}34\,\mathrm{V}\)) geschaltet. Das Voltmeter zeigt \(0{,}60\,\mathrm{V}\), das Kupferblech ist der Pluspol.

a) Berechnen Sie \(E^\circ(\ce{M^2+}/\ce{M})\) (mit Vorzeichen). b) Das Metall wird anschließend gegen eine Zink-Halbzelle (\(E^\circ=-0{,}76\,\mathrm{V}\)) geschaltet. Berechnen Sie die neue Zellspannung.

V
V
Ansatz: Kupfer ist Pluspol, also Akzeptor mit dem größeren Potenzial: \(\Delta E=E^\circ(\ce{Cu})-E^\circ(\ce{M})\). Nach \(E^\circ(\ce{M})\) auflösen.
Rechenweg: \(E^\circ(\ce{M})=0{,}34\,\mathrm{V}-0{,}60\,\mathrm{V}\). Gegen Zink ist M plötzlich der Akzeptor — immer „größer minus kleiner“.
Lösung: a) \(-0{,}26\,\mathrm{V}\) (Nickel) b) \(0{,}50\,\mathrm{V}\)
Vollständige Lösung
a) \(0{,}60\,\mathrm{V}=0{,}34\,\mathrm{V}-E^\circ(\ce{M})\ \Rightarrow\ E^\circ(\ce{M})=-0{,}26\,\mathrm{V}\) — laut Tabelle Nickel. b) Gegen Zink ist \(\ce{Ni^2+}\) der Akzeptor und Nickel wird zum Pluspol: \(\Delta E=-0{,}26\,\mathrm{V}-(-0{,}76\,\mathrm{V})=0{,}50\,\mathrm{V}\). Ob ein Metall Plus- oder Minuspol ist, hängt vom Partner ab.
A4
Halogene verdrängen sich
AFB II

Gibt man Chlorwasser zu Kaliumbromid-Lösung, färbt sie sich gelbbraun; Bromwasser färbt Kaliumiodid-Lösung braun. Standardpotenziale: \(\ce{Cl2}/\ce{Cl-}\) \(+1{,}36\,\mathrm{V}\), \(\ce{Br2}/\ce{Br-}\) \(+1{,}07\,\mathrm{V}\), \(\ce{I2}/\ce{I-}\) \(+0{,}54\,\mathrm{V}\).

a) Berechnen Sie \(\Delta E\) für \(\ce{Cl2 + 2 Br-}\) \(\ce{-> 2 Cl- + Br2}\). b) Berechnen Sie \(\Delta E\) für die Reaktion von Brom mit Iodid-Ionen.

V
V
Ansatz: Das Halogen (oxidierte Form) ist jeweils der Elektronenakzeptor, das Halogenid-Ion der Donator.
Rechenweg: a) \(1{,}36-1{,}07\) b) \(1{,}07-0{,}54\) (in V). Positives \(\Delta E\) heißt: Die Reaktion läuft freiwillig ab.
Lösung: a) \(0{,}29\,\mathrm{V}\) b) \(0{,}53\,\mathrm{V}\)
Vollständige Lösung
a) \(\Delta E=1{,}36\,\mathrm{V}-1{,}07\,\mathrm{V}=0{,}29\,\mathrm{V}\): Chlor oxidiert Bromid zu Brom (gelbbraun). b) \(\ce{Br2 + 2 I-}\) \(\ce{-> 2 Br- + I2}\): \(\Delta E=1{,}07\,\mathrm{V}-0{,}54\,\mathrm{V}=0{,}53\,\mathrm{V}\). Umgekehrt kann Iod Bromid nicht oxidieren. Die Oxidationskraft sinkt in der Reihe \(\ce{Cl2}>\ce{Br2}>\ce{I2}\).
A5
Zinkiodid-Elektrolyse
AFB II

Eine Zinkiodid-Lösung wird zwischen Graphitelektroden elektrolysiert. Am Minuspol scheidet sich Zink ab, am Pluspol färbt sich die Lösung braun (\(E^\circ(\ce{Zn^2+}/\ce{Zn})=-0{,}76\,\mathrm{V}\), \(E^\circ(\ce{I2}/\ce{I-})=+0{,}54\,\mathrm{V}\)).

a) Schätzen Sie die Zersetzungsspannung nach unten ab. b) Am Minuspol haben sich \(0{,}327\,\mathrm{g}\) Zink abgeschieden. Berechnen Sie die Masse des gebildeten Iods (\(M(\ce{Zn})=65{,}38\), \(M(\ce{I2})=253{,}81\,\mathrm{g\,mol^{-1}}\)).

V
g
Ansatz: Die Produkte Zink und Iod bilden eine galvanische Zelle, deren Spannung der Elektrolyse entgegenwirkt. Für b): Gesamtgleichung \(\ce{Zn^2+ + 2 I- -> Zn + I2}\).
Rechenweg: \(\Delta E=0{,}54\,\mathrm{V}-(-0{,}76\,\mathrm{V})\); \(n(\ce{I2})=n(\ce{Zn})=0{,}327:65{,}38\,\mathrm{mol}\).
Lösung: a) \(1{,}30\,\mathrm{V}\) b) \(1{,}27\,\mathrm{g}\)
Vollständige Lösung
a) \(U_Z\geq\Delta E=0{,}54\,\mathrm{V}+0{,}76\,\mathrm{V}=1{,}30\,\mathrm{V}\); gemessen wird etwas mehr. b) Kathode: \(\ce{Zn^2+ + 2 e- -> Zn}\), Anode: \(\ce{2 I- -> I2 + 2 e-}\) → gleiche Elektronenzahl, \(n(\ce{I2})=n(\ce{Zn})=5{,}00\,\mathrm{mmol}\); \(m(\ce{I2})=5{,}00\,\mathrm{mmol}\cdot253{,}81\,\mathrm{g\,mol^{-1}}=1{,}27\,\mathrm{g}\).
A6
Zink-Luft-Knopfzelle
AFB II

Hörgeräte arbeiten mit Zink-Luft-Zellen. Vor dem Einsetzen zieht man eine Folie ab, damit Luftsauerstoff eindringen kann. Gesamtreaktion: \(\ce{2 Zn + O2 -> 2 ZnO}\). Eine Zelle enthält \(0{,}50\,\mathrm{g}\) Zink.

a) Berechnen Sie die Stoffmenge des Zinks in mmol. b) Berechnen Sie, welches Volumen Sauerstoff (\(V_m=24{,}5\,\mathrm{L\,mol^{-1}}\)) bis zur vollständigen Entladung aus der Luft aufgenommen wird.

mmol
mL
Ansatz: \(n=m:M\) mit \(M(\ce{Zn})=65{,}38\,\mathrm{g\,mol^{-1}}\). Stoffmengenverhältnis aus der Gesamtgleichung: 2 Zn : 1 \(\ce{O2}\).
Rechenweg: \(n(\ce{O2})=\tfrac12\,n(\ce{Zn})\); \(V=n\cdot V_m\).
Lösung: a) \(7{,}65\,\mathrm{mmol}\) b) \(93{,}7\,\mathrm{mL}\)
Vollständige Lösung
a) \(n(\ce{Zn})=\dfrac{0{,}50\,\mathrm{g}}{65{,}38\,\mathrm{g\,mol^{-1}}}=7{,}65\,\mathrm{mmol}\). b) \(n(\ce{O2})=3{,}82\,\mathrm{mmol}\); \(V=3{,}82\,\mathrm{mmol}\cdot24{,}5\,\mathrm{L\,mol^{-1}}=93{,}7\,\mathrm{mL}\) — rund \(0{,}45\,\mathrm{L}\) Luft. Der Akzeptor muss nicht eingebaut werden, er kommt aus der Umgebung; deshalb ist die Zelle so leicht.
A7
Oxalsäure doppelt titriert
AFB II

Oxalsäure (Ethandisäure, \(\ce{H2C2O4}\)) ist eine zweiprotonige Säure und zugleich ein Reduktionsmittel: \(\ce{2 MnO4- + 5 H2C2O4 + 6 H3O+}\) \(\ce{-> 2 Mn^2+ + 10 CO2 + 14 H2O}\). \(10{,}0\,\mathrm{mL}\) einer Oxalsäure-Lösung verbrauchen \(14{,}60\,\mathrm{mL}\) Natronlauge (\(c=0{,}100\,\mathrm{mol\,L^{-1}}\)) bis zum zweiten Äquivalenzpunkt.

a) Berechnen Sie \(c(\ce{H2C2O4})\). b) Berechnen Sie, wie viel Kaliumpermanganat-Lösung (\(c=0{,}0250\,\mathrm{mol\,L^{-1}}\)) \(10{,}0\,\mathrm{mL}\) derselben Oxalsäure-Lösung verbrauchen würden.

mol/L
mL
Ansatz: Säure-Base (Kapitel 3): zweiprotonig → \(n(\ce{OH-})=2\cdot n(\text{Säure})\). Redox: \(n(\ce{MnO4-})=\tfrac25\cdot n(\ce{H2C2O4})\).
Rechenweg: \(n(\ce{OH-})=1{,}46\,\mathrm{mmol}\) → \(n(\ce{H2C2O4})=0{,}730\,\mathrm{mmol}\); dann \(n(\ce{MnO4-})=0{,}292\,\mathrm{mmol}\) und \(V=n:c\).
Lösung: a) \(0{,}0730\,\mathrm{mol\,L^{-1}}\) b) \(11{,}68\,\mathrm{mL}\)
Vollständige Lösung
a) \(n(\ce{OH-})=0{,}100\cdot14{,}60\,\mathrm{mmol}=1{,}46\,\mathrm{mmol}\); \(n(\ce{H2C2O4})=0{,}730\,\mathrm{mmol}\); \(c=0{,}730\,\mathrm{mmol}:10{,}0\,\mathrm{mL}=0{,}0730\,\mathrm{mol\,L^{-1}}\). b) \(n(\ce{MnO4-})=\tfrac25\cdot0{,}730\,\mathrm{mmol}=0{,}292\,\mathrm{mmol}\); \(V=\dfrac{0{,}292\,\mathrm{mmol}}{0{,}0250\,\mathrm{mol\,L^{-1}}}=11{,}68\,\mathrm{mL}\). Dieselbe Probe — einmal als Protonendonator, einmal als Elektronendonator.
A8
Silberoxid-Knopfzelle
AFB II

Armbanduhren enthalten Silberoxid-Zellen: \(\ce{Zn + Ag2O -> ZnO + 2 Ag}\). Eine Zelle enthält \(0{,}20\,\mathrm{g}\) Zink; Silberoxid ist so bemessen, dass beide Stoffe gleichzeitig verbraucht sind.

a) Berechnen Sie die Masse an Silberoxid (\(M(\ce{Ag2O})=231{,}74\,\mathrm{g\,mol^{-1}}\)). b) Berechnen Sie die Masse Silber in der entladenen Zelle.

g
g
Ansatz: Stoffmengenverhältnis aus der Gleichung: 1 Zn : 1 \(\ce{Ag2O}\) : 2 Ag. Zuerst \(n(\ce{Zn})\) mit \(M(\ce{Zn})=65{,}38\,\mathrm{g\,mol^{-1}}\).
Rechenweg: \(n(\ce{Zn})=3{,}06\,\mathrm{mmol}\); \(m(\ce{Ag2O})=n\cdot M\); \(n(\ce{Ag})=2\cdot3{,}06\,\mathrm{mmol}\), \(M(\ce{Ag})=107{,}87\,\mathrm{g\,mol^{-1}}\).
Lösung: a) \(0{,}709\,\mathrm{g}\) b) \(0{,}660\,\mathrm{g}\)
Vollständige Lösung
a) \(n(\ce{Zn})=\dfrac{0{,}20}{65{,}38}\,\mathrm{mol}=3{,}06\,\mathrm{mmol}=n(\ce{Ag2O})\); \(m=3{,}06\,\mathrm{mmol}\cdot231{,}74\,\mathrm{g\,mol^{-1}}=0{,}709\,\mathrm{g}\). b) \(n(\ce{Ag})=6{,}12\,\mathrm{mmol}\); \(m=0{,}660\,\mathrm{g}\). Silber (OZ \(+\mathrm{I}\to0\)) ist der Akzeptor, Zink (\(0\to+\mathrm{II}\)) der Donator; das wertvolle Silber lohnt das Recycling.
A9
Der Alkoholtest mit Dichromat
AFB II

In älteren Prüfröhrchen oxidiert orangefarbenes Dichromat Ethanol zu Essigsäure; es entstehen grüne \(\ce{Cr^3+}\)-Ionen: \(\ce{2 Cr2O7^2- + 3 C2H5OH + $x$ H3O+}\) \(\ce{-> 4 Cr^3+ + 3 CH3COOH + $y$ H2O}\).

a) Bestimmen Sie den Koeffizienten \(x\). b) Bestimmen Sie den Koeffizienten \(y\).

Ansatz: Elektronen sind schon ausgeglichen (Cr: \(+\mathrm{VI}\to+\mathrm{III}\), \(4\cdot3=12\); C: \(-\mathrm{I}\to+\mathrm{III}\), \(3\cdot4=12\)). Jetzt zuerst die Ladung mit \(\ce{H3O+}\) ausgleichen.
Rechenweg: Ladung links: \(2\cdot(-2)+x\), rechts: \(4\cdot(+3)=+12\). Danach die O-Bilanz (oder H-Bilanz) für \(y\).
Lösung: a) \(x=16\) b) \(y=27\)
Vollständige Lösung
a) Ladung: \(-4+x=+12\Rightarrow x=16\). b) O-Bilanz: links \(14+3+16=33\), rechts \(3\cdot2+y=33\Rightarrow y=27\). Probe H: links \(3\cdot6+16\cdot3=66\), rechts \(3\cdot4+27\cdot2=66\). ✓
A10
Daniell-Element im Kalorimeter
AFB II

Gibt man Zinkpulver direkt in Kupfersulfat-Lösung, läuft die Reaktion des Daniell-Elements ohne Stromfluss ab: \(\ce{Zn + Cu^2+}\) \(\ce{-> Zn^2+ + Cu}\). \(\Delta_f H^\circ\): \(\ce{Cu^2+(aq)}\) \(+64{,}8\), \(\ce{Zn^2+(aq)}\) \(-153{,}9\,\mathrm{kJ\,mol^{-1}}\).

a) Berechnen Sie \(\Delta_r H^\circ\) (Kapitel 1). b) Zinkpulver im Überschuss wird in \(100\,\mathrm{mL}\) Kupfersulfat-Lösung (\(c=0{,}20\,\mathrm{mol\,L^{-1}}\)) gegeben. Berechnen Sie die Temperaturerhöhung (\(c_W=4{,}19\,\mathrm{J\,g^{-1}\,K^{-1}}\), \(m=100\,\mathrm{g}\), ohne Wärmeverluste).

kJ/mol
K
Ansatz: Satz von Hess: \(\Delta_r H^\circ=\sum\Delta_f H^\circ(\text{Produkte})-\sum\Delta_f H^\circ(\text{Edukte})\); Elemente haben \(\Delta_f H^\circ=0\). Für b): \(Q=c_W\cdot m\cdot\Delta T\).
Rechenweg: \(\Delta_r H^\circ=-153{,}9-64{,}8\); \(n(\ce{Cu^2+})=0{,}020\,\mathrm{mol}\) → \(Q=0{,}020\cdot218{,}7\,\mathrm{kJ}\); \(\Delta T=Q:(c_W\cdot m)\).
Lösung: a) \(-218{,}7\,\mathrm{kJ\,mol^{-1}}\) b) \(10{,}4\,\mathrm{K}\)
Vollständige Lösung
a) \(\Delta_r H^\circ=(-153{,}9+0)-(0+64{,}8)=-218{,}7\,\mathrm{kJ\,mol^{-1}}\) (exotherm). b) \(Q=0{,}020\,\mathrm{mol}\cdot218{,}7\,\mathrm{kJ\,mol^{-1}}=4{,}37\,\mathrm{kJ}\); \(\Delta T=\dfrac{4374\,\mathrm{J}}{4{,}19\,\mathrm{J\,g^{-1}\,K^{-1}}\cdot100\,\mathrm{g}}=10{,}4\,\mathrm{K}\). In der galvanischen Zelle wird ein Teil dieser Energie stattdessen als elektrische Energie nutzbar.