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Übungen: Die Wasserstoffelektrode

Ein Nullpunkt für alle Halbzellen — und warum das Vorzeichen des Messwerts so viel verrät.

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Übungsaufgaben

Zehn Übungen zum Klicken, Zuordnen, Rechnen und Knobeln — von AFB I bis AFB III, mit einer Mix-Aufgabe aus früheren Unterkapiteln und einer Trickaufgabe. Jede Übung gibt sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen die gestuften Tipps.

A1
Was macht die Elektrode zur Standard-Wasserstoffelektrode?
AFB I

Nennen Sie alle Bedingungen, die für die Standard-Wasserstoffelektrode festgelegt sind.

Mehrere Antworten sind richtig. Markieren Sie alle zutreffenden und klicken Sie dann auf „Prüfen“.
Die Bedingungen legen das Redoxpaar \(\ce{H2}/\ce{H3O+}\) eindeutig fest. \(c(\ce{H3O+}) = 1\,\mathrm{mol\,L^{-1}}\) entspricht pH = 0, nicht pH = 7. Platin dient nur als reaktionsträger Elektronenleiter.
Vier Angaben sind richtig.
Denken Sie an Druck, Konzentration, Temperatur und Elektrodenmaterial.
A2
Mythen über den Nullpunkt
AFB I

Entscheiden Sie, ob die Aussagen stimmen.

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann starten Sie die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Der Wert 0 V ist eine Vereinbarung für das Redoxpaar H₂/H₃O⁺ unter Standardbedingungen — nicht eine Eigenschaft des Platins.
Wurde der Nullpunkt gemessen oder festgelegt?
Die Reaktionsrichtung an der Wasserstoffelektrode hängt vom Partner ab.
A3
Vom Messwert zum Standardpotenzial
AFB I

Verschiedene Metall-Halbzellen werden unter Standardbedingungen gegen die Standard-Wasserstoffelektrode gemessen. Ordnen Sie jedem Messergebnis das Standardpotenzial zu.

Minuspol bedeutet negatives Vorzeichen.
Der Betrag ist der angezeigte Wert.
A4
Wer ist hier der Minuspol?
AFB II

Die Halbzellen werden jeweils gegen die Standard-Wasserstoffelektrode geschaltet. Ordnen Sie ein, ob die Wasserstoffelektrode dabei Minus- oder Pluspol ist (Werte: \(\ce{Ag+}/\ce{Ag}\) +0,80 V, \(\ce{Fe^2+}/\ce{Fe}\) −0,44 V, \(\ce{Br2}/\ce{Br-}\) +1,07 V, \(\ce{Ni^2+}/\ce{Ni}\) −0,26 V, \(\ce{Fe^3+}/\ce{Fe^2+}\) +0,77 V, \(\ce{Al^3+}/\ce{Al}\) −1,66 V).

Ziehen Sie jede Karte in den passenden Korb — oder wählen Sie sie mit Enter aus und drücken Sie dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Wasserstoffelektrode ist Minuspol
2Wasserstoffelektrode ist Pluspol
Ist E° der Partner-Halbzelle positiv, ist diese der Pluspol — die Wasserstoffelektrode also der Minuspol, an ihr wird H₂ oxidiert. Auch Nichtmetall- und Ionenpaare (Br₂/Br⁻, Fe³⁺/Fe²⁺) haben Standardpotenziale; sie brauchen eine Platinelektrode als Elektronenleiter.
Positives E° der Partner-Halbzelle → Partner ist Pluspol.
Die Wasserstoffelektrode ist immer der jeweils andere Pol.
A5
Der Meeresspiegel der Elektrochemie
AFB II

Erläutern Sie den Vergleich zwischen Standardpotenzialen und Höhenangaben. Vervollständigen Sie den Text — vier Wörter bleiben übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Ein Voltmeter misst — wie ein Höhenmesser mit zwei Messpunkten — nur . Deshalb vereinbart man einen gemeinsamen Nullpunkt, so wie den bei Höhenangaben: die Standard-Wasserstoffelektrode. Halbzellen, die gegenüber diesem Nullpunkt Pluspol sind, erhalten ein Vorzeichen, Halbzellen, die Minuspol sind, ein .

Übrig bleiben „Absolutwerte“, „Gipfel“, „Platin“ und „Katalysator“. Wie „200 m unter dem Meeresspiegel“ sind negative Standardpotenziale vollkommen normal — sie bedeuten nur: unter dem vereinbarten Nullpunkt.
Was kann ein Voltmeter grundsätzlich nicht messen?
Pluspol ↔ positives Vorzeichen.
A6
Die Wasserstoffelektrode als Anode
AFB II

Die Wasserstoffelektrode wird gegen eine Silber-Halbzelle geschaltet; sie ist der Minuspol. Formulieren Sie die Teilgleichung, die an der Wasserstoffelektrode abläuft.

Klicken Sie die Bausteine in der richtigen Reihenfolge an — sie wandern nacheinander in die Plätze. Ein Klick auf einen belegten Platz gibt den Baustein zurück.
Am Minuspol wird oxidiert: \(\ce{H2 + 2 H2O -> 2 H3O+ + 2 e-}\). In wässriger Lösung schreibt man \(\ce{H3O+}\) statt freier Protonen; die beiden Wassermoleküle nehmen die Protonen auf.
Minuspol = Anode = Oxidation.
Freie H⁺ gibt es in Wasser nicht.
A7
Die Säure für den Nullpunkt
MixAFB II

Für eine Wasserstoffelektrode sollen \(500\,\mathrm{mL}\) Salzsäure mit \(c(\ce{H3O+}) = 1{,}00\,\mathrm{mol\,L^{-1}}\) aus konzentrierter Salzsäure (\(c = 12{,}0\,\mathrm{mol\,L^{-1}}\)) hergestellt werden. Berechnen Sie.

Rechnen Sie die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt, negative Werte mit Minuszeichen.
  1. pH-Wert der Säure in der Wasserstoffelektrode
  2. benötigte Stoffmenge HCl mol
  3. Volumen konzentrierte Salzsäure mL
\(\mathrm{pH} = -\lg 1{,}00 = 0\) (Kapitel 3). \(n = 1{,}00\,\mathrm{mol\,L^{-1}}\cdot 0{,}500\,\mathrm{L} = 0{,}500\,\mathrm{mol}\); \(V = 0{,}500\,\mathrm{mol}/12{,}0\,\mathrm{mol\,L^{-1}} = 0{,}0417\,\mathrm{L} = 41{,}7\,\mathrm{mL}\), auffüllen auf 500 mL (Säure ins Wasser!).
\(\mathrm{pH} = -\lg c(\ce{H3O+})\).
Verdünnen: \(c_1 V_1 = c_2 V_2\).
A8
Zeigt das Voltmeter das Standardpotenzial?
AFB III

Beurteilen Sie jede Messanordnung (Metall-Halbzellen, falls nicht anders angegeben, mit Salzlösung 1 mol/L, 25 °C).

Setzen Sie in jeder Zeile so viele Kreuze, wie zutreffen — es können mehrere, eines oder keines sein. Enter setzt und löscht.
MessanordnungAnzeige = Betrag des Standardpotenzials der zuerst genannten Halbzellezuerst genannte Halbzelle ist Pluspol
Silber gegen Standard-Wasserstoffelektrode
Nickel gegen Standard-Wasserstoffelektrode
Silber (Silbernitrat 0,01 mol/L) gegen Standard-Wasserstoffelektrode
Kupfer gegen Nickel
Blei gegen Wasserstoffelektrode bei 1013 hPa, 25 °C, aber pH = 1
Nur wenn beide Halbzellen Standardbedingungen erfüllen und die zweite die Standard-Wasserstoffelektrode ist, zeigt das Voltmeter \(|E^\circ|\). Die Polung bleibt bei kleinen Abweichungen erhalten: Silber bleibt edler als der Wasserstoff, Blei bleibt unedler; Kupfer ist edler als Nickel.
Prüfen Sie für jede Zeile beide Halbzellen auf Standardbedingungen.
Pluspol ist immer die edlere Halbzelle.
A9
Messen über einen Umweg
AFB III

Eine Eisen-Halbzelle wird gegen eine Nickel-Halbzelle geschaltet (Standardbedingungen): Das Voltmeter zeigt 0,18 V, Eisen ist der Minuspol. \(E^\circ(\ce{Ni^2+}/\ce{Ni}) = -0{,}26\,\mathrm{V}\). Ermitteln Sie \(E^\circ(\ce{Fe^2+}/\ce{Fe})\).

Rechnen Sie selbst und tragen Sie das Ergebnis ein — Enter prüft direkt. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt.
V
Eisen liegt 0,18 V „unter“ Nickel: \(E^\circ(\ce{Fe^2+}/\ce{Fe}) = -0{,}26\,\mathrm{V} - 0{,}18\,\mathrm{V} = -0{,}44\,\mathrm{V}\). Potenziale verhalten sich wie Höhen — man kann über eine bekannte Halbzelle „umsteigen“.
Der Minuspol hat das negativere Potenzial.
Von −0,26 V aus 0,18 V weiter nach unten.
A10
Trickaufgabe: Iod an Platin
TrickAFB III

Eine Halbzelle aus Platin in einer Lösung von Iod und Kaliumiodid (Standardbedingungen) wird gegen die Standard-Wasserstoffelektrode gemessen. Das Voltmeter zeigt 0,54 V, und die Wasserstoffelektrode ist der Minuspol. Bestimmen Sie \(E^\circ(\ce{I2}/\ce{I-})\).

Schieben Sie den Regler auf Ihre Antwort — Pfeiltasten bewegen ihn schrittweise. Nach dem Prüfen sehen Sie den Trefferbereich.
-1 V1 V
Ist die Wasserstoffelektrode Minuspol, ist die Iod-Halbzelle Pluspol: \(E^\circ = +0{,}54\,\mathrm{V}\). Die Falle: Das Wort „Minuspol“ im Text gehört hier zur Bezugselektrode, nicht zur untersuchten Halbzelle.
Welche Halbzelle ist der Pluspol?
Das Vorzeichen bezieht sich immer auf die untersuchte Halbzelle.