Aufgabenblock — AFB III
Zehn Aufgaben zum Beurteilen, Planen und Entwickeln: Stoffe experimentell unterscheiden, Synthesen und Reaktionsführung optimieren, Mechanismen mit Befunden prüfen und Regeln kritisch fassen. Zu jeder Aufgabe gibt es Strategie, Lösungsskizze und eine Musterlösung.
Drei unbeschriftete Flaschen enthalten Cyclohexan, Cyclohexen und Benzol. Zur Verfügung stehen Bromwasser, eine Lampe, Alufolie, feuchtes Indikatorpapier und Eisen(III)-bromid. Planen Sie eine Versuchsfolge, mit der sich die drei Stoffe eindeutig zuordnen lassen, und begründen Sie jede Beobachtung.
Hinweis: Überlegen Sie, bei welchen Bedingungen jeweils nur ein Reaktionstyp möglich ist.
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Musterlösung: Versuch 1 (alle drei Proben, Bromwasser, im Dunkeln schütteln, Blindprobe daneben): Nur Cyclohexen entfärbt sofort — elektrophile Addition an die C=C-Bindung zu 1,2-Dibromcyclohexan. Bei den beiden anderen färbt sich nur die obere organische Phase orange (Extraktion, keine Reaktion). Versuch 2 (beide übrigen Proben mit Brom, belichten, feuchtes Indikatorpapier über die Öffnung): Cyclohexan entfärbt langsam, das Papier wird rot — radikalische Substitution, Nebenprodukt HBr. Benzol reagiert im Licht praktisch nicht (die Addition würde das aromatische System zerstören). Kontrolle: Benzol mit Brom und FeBr₃ reagiert unter HBr-Bildung zu Brombenzol — Substitution, das aromatische Sextett bleibt erhalten. Wichtig: gleiche Mengen, Blindprobe, Versuch 1 wirklich im Dunkeln, sonst reagiert auch Cyclohexan. Abzug und Schutzhandschuhe (Brom, Benzol krebserregend — im Schulversuch durch Lehrkraft oder mit Ersatzstoff).
Ein Schüler behauptet: „Je polarer die C–X-Bindung, desto höher siedet das Halogenalkan. Außerdem sieden Isomere immer gleich, weil sie dieselbe Masse haben.“ Beurteilen Sie beide Aussagen mit den Siedetemperaturen Fluormethan (−78 °C), Iodmethan (42 °C), cis-1,2-Dichlorethen (60 °C), trans-1,2-Dichlorethen (48 °C), Butan (−0,5 °C) und 2-Methylpropan (−12 °C).
Hinweis: Unterscheiden Sie Bindungsdipol, Moleküldipol und Polarisierbarkeit.
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Musterlösung: Aussage 1 ist falsch. Die C–F-Bindung ist am polarsten, Fluormethan siedet trotzdem 120 °C tiefer als Iodmethan. Iod hat viel mehr Elektronen, ist groß und leicht polarisierbar → deutlich stärkere Van-der-Waals-Kräfte, die bei Halogenalkanen dominieren. Aussage 2 ist ebenfalls falsch, obwohl die Molekülmassen gleich sind. cis-1,2-Dichlorethen ist ein Dipolmolekül (beide C–Cl-Dipole auf einer Seite), im symmetrischen trans-Isomer heben sie sich auf → zusätzliche Dipol-Dipol-Kräfte beim cis-Isomer, 12 °C höhere Siedetemperatur. Butan und 2-Methylpropan sind unpolar; das kugeligere 2-Methylpropan hat eine kleinere Kontaktfläche und damit schwächere Van-der-Waals-Kräfte. Richtig wäre: Die Siedetemperatur hängt von der Summe der zwischenmolekularen Kräfte ab — Elektronenzahl, Molekülgestalt und Gesamtdipol, nicht die Polarität einer einzelnen Bindung.
Butan-2-ylethanoat (sec-Butylacetat) ist ein Lösemittel für Lacke. Verfügbar sind But-1-en, Ethanol und alle anorganischen Reagenzien. Entwickeln Sie einen Syntheseweg (Retrosynthese und Hinweg mit Reagenzien, Bedingungen und Reaktionstypen) und beurteilen Sie den Vorschlag, den Alkoholbaustein stattdessen durch Chlorierung von Butan und anschließende Substitution herzustellen.
Hinweis: Zu jedem Pfeil gehören Edukt, Produkt, Reagenz, Bedingungen und Reaktionstyp.
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Musterlösung: Retrosynthese: Butan-2-ylethanoat ⇒ Ethansäure + Butan-2-ol. Butan-2-ol ⇒ But-1-en + H₂O. Ethansäure ⇒ Ethanal ⇒ Ethanol. Hinweg: (1) But-1-en + H₂O, H⁺ als Katalysator: elektrophile Addition; nach Markownikow entsteht über das sekundäre Carbokation Butan-2-ol. (2) Ethanol mit Oxidationsmittel im Überschuss (z. B. angesäuerte Dichromat- oder Permanganatlösung) über Ethanal zur Ethansäure (Oxidation). (3) Ethansäure + Butan-2-ol, konz. Schwefelsäure, Rückfluss: Kondensation (Veresterung, Gleichgewicht) — Ausbeute steigern durch Säureüberschuss und Wasserentzug. Beurteilung des Alternativwegs: Die radikalische Chlorierung von Butan ist unselektiv: etwa 28 % 1-Chlorbutan neben 72 % 2-Chlorbutan, dazu Mehrfachprodukte; es folgen Trennung und eine Substitution mit OH⁻, bei der für das sekundäre Halogenalkan Eliminierung zu Butenen konkurriert. Mehr Stufen, schlechtere Atomökonomie, Chlor und HCl als Gefahrstoffe → ungünstiger. Die Addition an But-1-en ist selektiv und atomökonomisch (100 %).
Optisch aktives 2-Brombutan (nur eine der beiden spiegelbildlichen Formen) wird einmal mit konzentrierter Natronlauge in Aceton, einmal in reinem Wasser ohne Lauge umgesetzt. Im ersten Ansatz entsteht fast nur Butan-2-ol mit umgekehrter räumlicher Anordnung am C2-Atom, im zweiten ein nahezu optisch inaktives Gemisch beider Butan-2-ol-Formen. Deuten Sie die Befunde mechanistisch und planen Sie ein kinetisches Experiment, das die Deutung unabhängig bestätigt.
Hinweis: Nutzen Sie sowohl die Stereochemie als auch das Geschwindigkeitsgesetz.
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Musterlösung: Das sekundäre 2-Brombutan kann beide Wege gehen; die Bedingungen entscheiden. Ansatz 1: Ein starkes Nucleophil in hoher Konzentration greift von der Rückseite an, die C–Br-Bindung bricht, während die C–O-Bindung entsteht (ein Schritt). Die drei übrigen Substituenten klappen um wie ein Regenschirm → Umkehr der Konfiguration (Walden-Umkehr). → SN2. Ansatz 2: Im polaren protischen Wasser spaltet die C–Br-Bindung zuerst heterolytisch (langsam); das sekundäre Carbokation ist planar, Wasser greift von beiden Seiten gleich wahrscheinlich an → Racemat. → SN1. Kinetik-Experiment: Mehrere Ansätze mit gleicher Anfangskonzentration Halogenalkan, aber verdoppelter bzw. verdreifachter Konzentration des Nucleophils; die Anfangsgeschwindigkeit z. B. über die Leitfähigkeit (Br⁻ entsteht) messen. SN2: v steigt proportional mit c(OH⁻); SN1: v unabhängig davon. Konstant halten: Temperatur, Lösungsmittelzusammensetzung. Eliminierung als Nebenreaktion (Butene) ggf. gaschromatografisch kontrollieren.
Ein Lernzettel formuliert: „Markownikow: H geht immer an das C-Atom, das schon mehr H-Atome trägt.“ Bei 3,3,3-Trifluorpropen (\(\ce{CF3-CH=CH2}\)) mit HBr entsteht jedoch überwiegend \(\ce{CF3-CH2-CH2Br}\). Erklären Sie diesen Befund, beurteilen Sie die Formulierung des Lernzettels und entwickeln Sie eine allgemein gültige Fassung der Regel.
Hinweis: Gehen Sie von der Ursache der Regel aus, nicht von ihrer Kurzform.
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Musterlösung: Addiert H⁺ an das endständige CH₂, entstünde das sekundäre Kation \(\ce{CF3-CH^+-CH3}\); die positive Ladung säße direkt neben der CF₃-Gruppe, die mit drei Fluoratomen einen starken −I-Effekt ausübt und die Ladung weiter verstärkt statt verteilt — sehr energiereich. Addiert H⁺ dagegen an das mittlere C-Atom, entsteht das primäre Kation \(\ce{CF3-CH2-CH2^+}\), bei dem der −I-Effekt über eine Bindung mehr abgeschwächt ist. Dieses Kation ist hier das stabilere, Br⁻ bindet an das endständige C → 3-Brom-1,1,1-trifluorpropan. Beurteilung: Der Lernzettel beschreibt nur den Normalfall (Alkylgruppen, +I). Er versagt bei −I-Gruppen neben der Doppelbindung und bei radikalischen Bedingungen (HBr mit Peroxid: Anti-Markownikow-Produkt über das stabilere Radikal). Allgemeine Fassung: Bei der elektrophilen Addition an ein unsymmetrisches Alken bildet sich die stabilste Zwischenstufe (Carbokation); das Elektrophil bindet so, dass die positive Ladung am besten stabilisiert wird.
Chlormethan soll durch Photochlorierung von Methan hergestellt werden. In einem ersten Versuch (Methan : Chlor = 1 : 1, starke Belichtung) enthält das Produkt nur rund 40 % Chlormethan, daneben Dichlormethan, Trichlormethan und Tetrachlormethan. Erklären Sie den Befund und entwickeln Sie begründete Verbesserungen der Reaktionsführung. Bewerten Sie dabei auch den Zusatz von Luft zum Methan.
Hinweis: Denken Sie in Stoßwahrscheinlichkeiten der Radikale.
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Musterlösung: Sobald Chlormethan entstanden ist, konkurriert es mit Methan um die Chlor-Radikale: Cl• + CH₃Cl → HCl + •CH₂Cl, danach •CH₂Cl + Cl₂ → CH₂Cl₂ + Cl• usw. Bei 1 : 1 und hohem Umsatz steigt der Anteil der chlorierten Moleküle im Gemisch, die Mehrfachsubstitution nimmt zu. Verbesserungen: Methan in großem Überschuss (z. B. 10 : 1) → ein Cl• trifft fast nur auf CH₄; Umsatz pro Durchgang begrenzen und das Chlormethan (Sdp. −24 °C) laufend abtrennen, nicht umgesetztes Methan zurückführen; Chlor langsam zudosieren. Die Lichtintensität erhöht nur die Geschwindigkeit, nicht die Selektivität. Luftzusatz: O₂ ist ein Radikalfänger; er bricht Ketten ab, bremst die Reaktion und bildet sauerstoffhaltige Nebenprodukte — außerdem bildet Methan mit Luft explosive Gemische. Luft ist daher auszuschließen.
Zur Addition von Brom an Alkene stehen zwei Modelle zur Diskussion: (A) Br₂ addiert in einem Schritt von einer Seite an die Doppelbindung (syn-Addition); (B) zweistufig über ein cyclisches Bromonium-Ion (anti-Addition). Befund: Cyclohexen liefert mit Brom ausschließlich trans-1,2-Dibromcyclohexan. Beurteilen Sie die beiden Modelle anhand des Befunds und entwickeln Sie ein weiteres Experiment, das zwischen ihnen unterscheidet.
Hinweis: Jedes Modell sagt ein bestimmtes Produkt voraus — vergleichen Sie Vorhersage und Befund.
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Musterlösung: Bei Modell A kämen beide Br-Atome von derselben Seite; im Ring müssten sie danach auf derselben Seite stehen → cis-1,2-Dibromcyclohexan. Bei Modell B blockiert die Br⁺-Brücke eine Seite, das Bromid-Ion greift von der Rückseite an → trans-Produkt. Der Befund (nur trans) widerlegt Modell A und stützt Modell B — beweist es aber allein noch nicht. Weiteres Experiment: Brom-Addition in Gegenwart eines zweiten Nucleophils, z. B. Bromwasser mit viel Natriumchlorid oder die Reaktion in Methanol. Beim Zweischrittmechanismus konkurriert das zweite Nucleophil mit Br⁻ um das Bromonium-Ion → gemischte Produkte (trans-1-Brom-2-chlorcyclohexan bzw. Bromether), obwohl Cl⁻ allein nicht mit dem Alken reagiert (Kontrollversuch ohne Brom). Beim Einschrittmodell dürften nur Dibromide entstehen. Produkte gaschromatografisch analysieren.
Aus Benzol sollen einmal 1-Brom-3-nitrobenzol und einmal 1-Brom-4-nitrobenzol hergestellt werden. Zur Verfügung stehen die Bromierung (Br₂/FeBr₃) und die Nitrierung (Einführung einer –NO₂-Gruppe durch elektrophile Substitution). Entwickeln Sie für beide Zielstoffe die Reihenfolge der Schritte und begründen Sie sie mit Grenzstrukturen und den mesomeren Effekten der Erstsubstituenten.
Hinweis: Zeichnen Sie für den Erstsubstituenten die Grenzstrukturen mit Ladungen im Ring.
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Musterlösung: 1-Brom-3-nitrobenzol: Zuerst nitrieren. Die Nitrogruppe zieht π-Elektronen aus dem Ring (−M): In den Grenzstrukturen erscheint eine positive Ladung in o- und p-Stellung, die m-Stellung bleibt am elektronenreichsten. Das Elektrophil (durch FeBr₃ stark polarisiertes Brom, Brδ+) greift deshalb in m-Stellung an. Der Ring ist insgesamt desaktiviert — die Bromierung verläuft langsamer als bei Benzol. 1-Brom-4-nitrobenzol: Zuerst bromieren. Das Bromatom schiebt ein freies Elektronenpaar in den Ring (+M) → erhöhte Elektronendichte in o- und p-Stellung; die Nitrierung führt zu 1-Brom-2-nitro- und 1-Brom-4-nitrobenzol, das p-Isomer wird abgetrennt (z. B. durch Umkristallisieren). Da bei Halogenen −I überwiegt, ist der Ring leicht desaktiviert, die Stellung bestimmt aber +M. Umgekehrte Reihenfolge würde jeweils das falsche Isomer liefern.
pKS-Werte: Ethanol ≈ 16; Phenol 10,0; 3-Nitrophenol 8,4; 4-Nitrophenol 7,2; Ethansäure 4,76. Eine Schülerin erklärt: „Phenol ist saurer als Ethanol, weil die O–H-Bindung im Phenol polarer ist.“ Beurteilen Sie diese Erklärung und entwickeln Sie eine vollständige Begründung der gesamten Reihe über die Stabilität der Anionen.
Hinweis: Argumentieren Sie mit Grenzstrukturen der Anionen.
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Musterlösung: Die Erklärung greift zu kurz: Sie betrachtet nur die Säure, nicht das entstehende Anion, das die Lage des Protolysegleichgewichts bestimmt. Ethanolat: Die Ladung sitzt lokalisiert an einem O-Atom, die Ethylgruppe (+I) verstärkt sie noch → sehr energiereich, Ethanol praktisch keine Säure. Phenolat: Ein freies Elektronenpaar des O⁻ ist mit dem Ring konjugiert; Grenzstrukturen verteilen die negative Ladung auf die o- und p-C-Atome → stabilisiert, pKs 10. 4-Nitrophenolat: Aus der p-Stellung kann die Nitrogruppe (−M) die Ladung in einer weiteren Grenzstruktur auf ihre O-Atome übernehmen → noch stärker delokalisiert, pKs 7,2. In m-Stellung ist diese Grenzstruktur nicht möglich, es wirkt nur der −I-Effekt → pKs 8,4. Ethanoat: Zwei gleichwertige Grenzstrukturen verteilen die Ladung auf zwei elektronegative O-Atome (beide C–O 126 pm) → Carbonsäure am stärksten. Fazit: Je besser die negative Ladung im Anion delokalisiert ist — besonders auf elektronegative Atome —, desto stärker ist die Säure.
In einem Referat heißt es: „Das Ethanoat-Ion liegt in zwei Formen vor, die sich ständig ineinander umwandeln: mal trägt das eine, mal das andere O-Atom die negative Ladung.“ Gemessen: In Ethansäure ist C=O 121 pm und C–O 136 pm lang, im Ethanoat-Ion sind beide C–O-Bindungen 126 pm lang. Beurteilen Sie die Aussage mit den Messwerten und entwickeln Sie eine fachlich korrekte Formulierung, die auch den Unterschied zwischen Mesomeriepfeil und Gleichgewichtspfeil enthält.
Hinweis: Nutzen Sie die Bindungslängen als Messgröße.
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Musterlösung: Die Aussage ist falsch. Lägen zwei Formen im Gleichgewicht vor, fände man — wie in der Ethansäure — eine kurze C=O- (≈ 121 pm) und eine lange C–O-Bindung (≈ 136 pm). Gemessen werden aber zwei gleich lange Bindungen mit einem Zwischenwert (126 pm): Beide sind „anderthalbfache“ Bindungen. Korrekte Formulierung: Das Ethanoat-Ion lässt sich nicht mit einer Lewis-Formel beschreiben. Man zeichnet zwei Grenzstrukturen, die sich nur in der Lage eines π-Elektronenpaars und eines freien Elektronenpaars unterscheiden, und verbindet sie mit dem Mesomeriepfeil ↔. Keine der Grenzstrukturen existiert; das reale Teilchen ist ein einziger Zustand, in dem die π-Elektronen und die negative Ladung über O–C–O delokalisiert sind (je −½ an jedem O-Atom). Der Gleichgewichtspfeil ⇌ verbindet dagegen verschiedene, real existierende Stoffe, die sich ineinander umwandeln. Die Delokalisierung stabilisiert das Anion — deshalb ist Ethansäure (pKs 4,76) viel saurer als Ethanol.
