Übungsaufgaben
Zehn Übungen von AFB I bis AFB III — jede gibt dir sofort Rückmeldung, bei Schwierigkeiten helfen zwei gestufte Tipps.
Nennen Sie alle Ansätze, aus denen durch Polykondensation ein lineares Makromolekül entsteht.
Ordnen Sie jedem Monomer-Ansatz das passende Ergebnis zu.
Beschreiben Sie den Verlauf einer Polykondensation.
Zu Beginn reagieren Monomere zu Dimeren und kurzen ; auch diese reagieren weiter miteinander. Lange Ketten entstehen erst bei sehr hohem . Weil die Reaktion ein ist, muss das abgespaltene laufend entfernt werden. Alle Monomere müssen sein.
Polyamid 6.10 entsteht aus Hexan-1,6-diamin und Decandisäure \(\ce{HOOC-(CH2)8-COOH}\). Stellen Sie die Wiederholeinheit auf.
Polymilchsäure (PLA) entsteht aus Milchsäure \(\ce{CH3-CH(OH)-COOH}\). Eine Kette mit den Endgruppen H– und –OH hat \(M = 72\,078\,\text{g/mol}\). Berechnen Sie:
- \(M\)(Wiederholeinheit \(\ce{-O-CH(CH3)-CO\bond{-}}\)) = g/mol
- Zahl der Bausteine \(n\) =
- Milchsäure für 1,00 kg PLA (Endgruppen vernachlässigt) = g
Stellen Sie den Ablauf der Grenzflächenkondensation von PA 6.10 in der richtigen Reihenfolge dar.
Vergleichen Sie die radikalische Polymerisation mit der Polykondensation: Kreuzen Sie alles Zutreffende an.
| Merkmal | Polymerisation | Polykondensation |
|---|---|---|
| Ein Nebenprodukt wird abgespalten | ||
| Monomere brauchen eine C=C-Bindung | ||
| Monomere brauchen zwei funktionelle Gruppen | ||
| Ketten wachsen über Radikal-Enden | ||
| Es entstehen Makromoleküle | ||
| Hohe Molmassen erst bei fast vollständigem Umsatz |
Für eine Faser braucht ein Polyester einen mittleren Polymerisationsgrad von \(\overline{X}_n = 250\). Ermitteln Sie den nötigen Umsatz \(p\) der funktionellen Gruppen in Prozent.
Beurteilen Sie, wie sich die erreichbare mittlere Kettenlänge eines Polyesters durch die Maßnahme ändert.
Überprüfen Sie die Aussagen über die Kondensation von Phthalsäure mit Glycerin (Propan-1,2,3-triol).
