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Drei Kunststoffklassen

Eine PET-Flasche schmilzt, ein Topfgriff verkohlt, ein Gummiband federt — dabei sind alle drei aus langen Ketten gebaut.

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Vom Monomer zum Makromolekül

  • Monomer:kleines Molekül mit C=C-Doppelbindung oder zwei reaktiven Gruppen, z. B. Ethen.
  • Polymer:viele Monomere zu einer Kette verknüpft — ein Makromolekül mit \(M \approx 10^4\) bis \(10^6\,\text{g/mol}\).
  • Verknüpfung:bei Ethen eine Addition an die C=C-Doppelbindung (Reaktionstypen, 5.2.1).
  • Wiederholeinheit:kleinster Baustein, der sich in der Kette ständig wiederholt, z. B. \(\ce{-CH2-CH2\bond{-}}\).
  • Kunststoff:Werkstoff aus Makromolekülen plus Zusatzstoffen (Weichmacher, Farbstoffe, Füllstoffe).
Merke

Polymerisationsgrad: \(n = \dfrac{M(\text{Polymer})}{M(\text{Wiederholeinheit})}\)

  • Kettenlängen:nie alle gleich — \(M\) und \(n\) sind immer Mittelwerte.
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Drei Klassen, drei Strukturen

  • Thermoplaste:lineare oder wenig verzweigte Ketten, nur zwischenmolekular verbunden — beim Erwärmen weich, schmelzbar, schweißbar, oft löslich (PE, PS, PVC, PET).
  • Elastomere:Ketten weitmaschig über Atombindungen vernetzt — gummielastisch, nicht schmelzbar, in Lösemitteln nur quellbar.
  • Duroplaste:Ketten engmaschig räumlich vernetzt — hart, spröde, unlöslich; beim Erhitzen Zersetzung statt Schmelzen.

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder Karte mit Tab wählen und mit 1/2/3 bzw. → einsortieren (0 legt sie zurück). Prüfe dann im Balken.

Gegenstände und Eigenschaften sortieren

Halte fest: Über die Klasse entscheidet die Vernetzung der Ketten — unvernetzt schmilzt, weitmaschig federt, engmaschig bleibt hart bis zur Zersetzung.

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Allgemeine Hinweise

Biegsam heißt nicht Elastomer

Weich-PVC im Gartenschlauch ist biegsam, bleibt aber ein Thermoplast: Weichmacher lockern die Ketten, vernetzt ist nichts — er lässt sich schmelzen.

Vernetzung = Atombindungen

Zwischen Thermoplast-Ketten wirken nur zwischenmolekulare Kräfte. „Vernetzt“ heißt: Die Ketten sind über echte Atombindungen verknüpft.

Wärmetest als Entscheidungshilfe

Probe vorsichtig erwärmen: wird sie weich und formbar → Thermoplast; bleibt sie elastisch → Elastomer; bleibt sie hart und verkohlt → Duroplast.

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