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Gleichgewichtskonstanten

Wer die Teilchen vor und nach der Reaktion kennt, kennt K — und wer K kennt, kann das Gleichgewicht vorausrechnen.

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Anfang, Änderung, Gleichgewicht

  • Anknüpfung:Nur Gleichgewichtskonzentrationen gehören ins MWG (2.2.3); sie folgen aus den Startwerten.
  • Tabelle:drei Zeilen Anfang – Änderung – Gleichgewicht, eine Spalte je Stoff.
  • Umsatzvariable \(x\):die Änderungen sind \(-\nu \cdot x\) für Edukte und \(+\nu \cdot x\) für Produkte (\(\nu\) = Koeffizient).
  • Konzentration:\(c = n/V\) — bei konstantem Volumen kann man auch mit Stoffmengen rechnen und erst am Ende teilen.

Zähle die Teilchen im Reaktionsraum vor der Reaktion und im Gleichgewicht (ein Klick auf ein Teilchen markiert es als gezählt). Trage die Anzahlen in die Tabelle ein: Klick auf die obere Hälfte einer Zelle erhöht, auf die untere verringert — oder Tab und ↑/↓. Die Zeile „Änderung“ ist Gleichgewicht minus Anfang.

Teilchen zählen, K berechnen

Halte fest: Die Änderungen stehen immer im Verhältnis der Koeffizienten — und nur die Zeile „Gleichgewicht“ gehört ins Massenwirkungsgesetz.

Merke

Gleichgewichtskonzentration: \(c_{\text{GG}} = c_0 \pm \nu \cdot x\)

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Vom K zur Zusammensetzung

  • Umgekehrt:ist \(K\) bekannt, liefert das MWG eine Gleichung für \(x\) — gesucht ist die Zusammensetzung im Gleichgewicht.

Herleitung:

\(K = \dfrac{x^2}{(c_0 - x)^2}\)
Start: \(\ce{A + B <=> C + D}\) mit \(c_0(\ce{A}) = c_0(\ce{B}) = c_0\), keine Produkte
MWG mit der GG-Zeile
\(\sqrt{K} = \dfrac{x}{c_0 - x}\)
Wurzel ziehen
nur die positive Wurzel ist sinnvoll
\(x = \dfrac{c_0 \cdot \sqrt{K}}{1 + \sqrt{K}}\)
Ergebnis
Umsatz im Gleichgewicht
  • Allgemein:meist entsteht eine quadratische Gleichung (pq-Formel, GTR/CAS).
  • Sinnvolle Lösung:nur \(0 < x < c_0/\nu\) — keine negativen Konzentrationen.
  • Probe:GG-Werte ins MWG einsetzen, es muss \(K\) herauskommen.
Merke

Gleichgewichtsumsatz bei gleichen Startwerten: \(x = \dfrac{c_0 \cdot \sqrt{K}}{1 + \sqrt{K}}\)

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Allgemeine Hinweise

Koeffizienten bei der Änderung

Bei \(\ce{2 SO2 + O2}\) nimmt \(\ce{SO2}\) doppelt so stark ab wie \(\ce{O2}\): Die Änderungen stehen im Verhältnis der Koeffizienten, nicht 1 : 1.

Stoffmenge ist nicht Konzentration

Stoffmengen direkt einsetzen darf man nur bei \(\Delta n = 0\) — sonst bleibt ein Faktor \(V^{\Delta n}\) übrig und \(K\) wird falsch.

Immer die Probe

Setzen Sie die berechneten Gleichgewichtswerte zum Schluss ins MWG ein — kommt \(K\) heraus und ist keine Konzentration negativ, stimmt die Lösung.

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