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Zusammenfassung

Alles Wichtige zu Ionen und Salzen auf einen Blick — die Regeln, die in der Arbeit zählen.

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3.1 Atome werden zu Ionen

Ionen sind elektrisch geladene Teilchen. Sie entstehen, wenn Atome Elektronen abgeben oder aufnehmen — meist bis zur Edelgaskonfiguration.

Kationen

Metallatome geben ihre Valenzelektronen ab und werden positiv geladen.

Na → Na+ + e−

Anionen

Nichtmetallatome nehmen Elektronen auf, bis acht Valenzelektronen erreicht sind.

Cl + e− → Cl−

Edelgaskonfiguration

Das Ion hat dieselbe Elektronenhülle wie das nächste Edelgas; der Kern bleibt unverändert.

Na+, Mg2+, O2−: Hülle wie Ne

Ionenladung aus dem PSE

Hauptgruppe I, II, III → +1, +2, +3; Hauptgruppe V, VI, VII → −3, −2, −1.

Al3+ · S2− · Br−
Ladungszahl von Hauptgruppen-Ionen
Metall: + Hauptgruppennummer · Nichtmetall: −(8 − Hauptgruppennummer)
Namen der Anionen enden auf -id: Chlorid Cl−, Bromid Br−, Iodid I−, Oxid O2−, Sulfid S2−, Nitrid N3−.

Ion ist nicht gleich Atom

Na+ hat 11 Protonen, aber nur 10 Elektronen. Die Ladung zeigt den Überschuss — sie steht immer rechts oben: erst Zahl, dann Vorzeichen.

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3.2 Die Ionenbindung

Salze entstehen durch Elektronenübertragung von Metall- auf Nichtmetallatome. Die Ionen ziehen sich an und ordnen sich in einem Ionengitter.

Bildung von Natriumchlorid

Natrium gibt je ein Elektron an Chlor ab; die Reaktion ist stark exotherm.

2 Na + Cl2 → 2 NaCl

Ionengitter

Jedes Ion ist von entgegengesetzt geladenen Ionen umgeben. Die Anziehung wirkt in alle Richtungen (ungerichtet).

NaCl: Koordinationszahl 6

Verhältnisformel

Die Ladungen gleichen sich aus; die Indizes geben das kleinste Zahlenverhältnis der Ionen an.

Al3+ + O2− → Al2O3 (kgV 6)

Eigenschaften von Salzen

Hohe Schmelztemperatur, hart und spröde, als Feststoff nicht leitend — leitend in Schmelze und Lösung.

Ladungsträger: bewegliche Ionen
Ionenbindung
Kationen und Anionen ziehen sich elektrostatisch an
Je höher die Ladungen und je kleiner die Ionen, desto stärker die Bindung: MgO schmilzt bei ca. 2800 °C, NaCl bei 801 °C.

Keine Moleküle im Salz

NaCl ist eine Verhältnisformel, kein Molekül. Im Kristall gehört kein Cl− zu einem bestimmten Na+.

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3.3 Ionen nachweisen

Kationen vieler Metalle erkennt man an der Flammenfärbung, Halogenid-Ionen an einem farbigen Niederschlag mit Silbernitrat.

Flammenfärbung

Probe am ausgeglühten Magnesiastäbchen in die nicht leuchtende Flamme halten.

Li karminrot · Na gelb · K violett

Weitere Flammenfarben

Kalium hinter Cobaltglas betrachten, weil Natrium-Gelb es überstrahlt.

Ca ziegelrot · Sr rot · Ba fahlgrün · Cu grün

Spektroskop

Zerlegt das Flammenlicht in einzelne Linien — jedes Element hat sein eigenes Linienmuster.

Na: gelbe Linie bei 589 nm

Halogenid-Nachweis

Lösung mit verdünnter Salpetersäure ansäuern, dann Silbernitrat-Lösung zugeben.

AgCl weiß · AgBr gelblich-weiß · AgI gelb
Fällungsreaktion
Ag+ + X− → AgX↓ (X = Cl, Br, I)
Die Silberhalogenide sind schwer löslich und fallen als Niederschlag aus. Das Ansäuern verhindert Störungen, z. B. durch Carbonat-Ionen.

Mit Referenzen vergleichen

Weiß, gelblich-weiß und gelb sind schwer zu unterscheiden. Sicher wird der Nachweis, wenn man die Probe neben Proben mit bekannten Ionen betrachtet.

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Die Regeln, an denen die Punkte hängen

Diese drei Stellen kosten in der Arbeit am häufigsten Punkte.

Ladung richtig schreiben

Mg2+ statt Mg+2 oder Mg2+; bei einfach geladenen Ionen nur das Vorzeichen: Cl−. Die Ladung gehört zum Ion, der Index zur Formel.

Ladungsausgleich vor der Formel

Erst beide Ionenladungen aus dem PSE bestimmen, dann über das kleinste gemeinsame Vielfache die Indizes — und am Ende prüfen, ob die Summe der Ladungen 0 ergibt.

Beobachtung und Deutung trennen

„Es bildet sich ein weißer Niederschlag“ ist die Beobachtung, „die Lösung enthält Chlorid-Ionen“ die Deutung. Bei Nachweisen gehören immer beide in die Antwort.