Zehn Übungen zum Silbernitrat-Nachweis — von der Farbe des Niederschlags bis zur Ionengleichung.
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Übungsaufgaben
Zehn interaktive Übungen zum Klicken, Ziehen und Knobeln — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen dir die gestuften Tipps.
A1
Was gehört zum Nachweis?
AFB I
Welche Aussagen zum Nachweis von Halogenid-Ionen stimmen?
Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Salzsäure bringt selbst Chlorid-Ionen mit — der Test wäre immer positiv. Silberchlorid ist weiß, und der Niederschlag ist ein Salz aus Silber-Ionen und Halogenid-Ionen, keine Silber-Atome.
Ansatz: Welche Ionen bringt jede Säure mit in die Probe?
Drei Aussagen stimmen. Die Farbreihe lautet: Chlorid weiß, Bromid gelblich-weiß, Iodid gelb.
A2
Stimmt's? — Fünferserie
AFB I
Fünf Behauptungen rund um den Silbernitrat-Test.
Fünf Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5
Merke: Ein Fällungsnachweis funktioniert nur, weil das entstehende Salz schwer löslich ist.
Ansatz: Frage dich bei jedem Silbersalz: Löst es sich — oder fällt es aus?
Das Nachweismittel selbst muss gelöst sein — sonst könnte man es nicht zutropfen.
A3
Lückentext: Die Ionengleichung
AFB I
Setze die Fachbegriffe an die richtige Stelle — ein Wort bleibt übrig.
Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.
Beim Nachweis verbinden sich mit Chlorid-Ionen zu Silberchlorid, das ist und ausfällt. Ionen, die links und rechts unverändert stehen, heißen . Lässt man sie weg, erhält man die . Vor dem Test säuert man mit an.
„Silber-Atome“ passt nicht: In der Lösung und im Niederschlag liegt Silber als Ion Ag⁺ vor.
Ansatz: Silbernitrat ist ein Salz — in Lösung besteht es aus Ionen.
Zuschauer sehen zu und machen nicht mit — so auch diese Ionen.
A4
Was fällt aus?
AFB II
Jede Salzlösung wird angesäuert und mit Silbernitrat-Lösung versetzt. Sortiere nach der Beobachtung.
Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1weiß
2gelblich-weiß
3gelb
4kein Niederschlag
Entscheidend ist hier das Anion: Chlorid weiß, Bromid gelblich-weiß, Iodid gelb. Nitrat und Sulfat bilden mit Silber-Ionen keinen Niederschlag — das Metall-Ion spielt keine Rolle.
Ansatz: Lies bei jedem Salz nur das Ende des Namens: -chlorid, -bromid, -iodid …
In jeden Korb gehören genau zwei Karten.
A5
Mix: Wie viel Silberchlorid?
AFB II
Eine Lösung enthält 0,3 mol Aluminiumchlorid (AlCl₃). Sie wird mit so viel Silbernitrat-Lösung versetzt, dass alle Chlorid-Ionen ausfallen. Berechne die Stoffmenge des entstehenden Silberchlorids in mol.
Rechne selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Die Formel AlCl₃ zeigt: Auf ein Al³⁺-Ion kommen drei Cl⁻-Ionen. 0,3 mol AlCl₃ enthalten also 0,9 mol Cl⁻, und jedes Cl⁻ bindet ein Ag⁺: n(AgCl) = 0,9 mol. Wer 0,3 mol antwortet, hat die Indexzahl 3 übersehen.
Ansatz: Wie viele Chlorid-Ionen stecken in einer Formeleinheit AlCl₃?
Ag⁺ + Cl⁻ → AgCl: Aus jedem Chlorid-Ion entsteht eine Formeleinheit AgCl.
A6
Versuchsablauf ordnen
AFB II
Bringe die Schritte eines Halogenid-Nachweises in die richtige Reihenfolge.
Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Salzprobe in destilliertem Wasser lösen
2Mit verdünnter Salpetersäure ansäuern
3Einige Tropfen Silbernitrat-Lösung zugeben
4Farbe des Niederschlags mit Referenzproben vergleichen
5Silberhaltige Reste in den Schwermetall-Behälter geben
Am häufigsten verrutscht das Ansäuern: Es muss vor dem Silbernitrat kommen, sonst fallen störende Ionen wie Carbonat gleich mit aus.
Ansatz: Erst muss die Probe als Lösung vorliegen, zuletzt wird aufgeräumt.
Störende Ionen werden entfernt, bevor das Nachweismittel hineinkommt.
A7
Mix: Chlorid im Brunnenwasser
AFB II
Aus 1 L Brunnenwasser fallen nach Zugabe von Silbernitrat-Lösung 0,287 g Silberchlorid aus (M(Ag) = 108 g/mol, M(Cl) = 35,5 g/mol).
Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
Molare Masse M(AgCl) in g/molg/mol
Stoffmenge n(AgCl) in molmol
Stoffmenge der Chlorid-Ionen n(Cl⁻) in molmol
Masse der Chlorid-Ionen in einem Liter in mgmg
M(AgCl) = 108 + 35,5 = 143,5 g/mol; n = 0,287 g : 143,5 g/mol = 0,002 mol. Jedes AgCl enthält ein Chlorid-Ion, also m(Cl⁻) = 0,002 mol · 35,5 g/mol = 0,071 g = 71 mg. Die Trinkwasserverordnung erlaubt bis zu 250 mg Chlorid je Liter — das Brunnenwasser liegt deutlich darunter.
Ansatz: n = m : M — die Rechnung aus Kapitel 1.
Für die Masse des Chlorids brauchst du nur M(Cl) = 35,5 g/mol. Umrechnen: 1 g = 1000 mg.
A8
Fehlersuche im Laborprotokoll
AFB III
Sechs Sätze aus einem Protokoll — drei davon sind fachlich falsch. Finde sie.
In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Der Fehler in Zeile 1 macht den ganzen Versuch wertlos: Nach Salzsäure fällt immer Silberchlorid aus, egal was die Probe enthält.
Ansatz: Prüfe Farbe und Schlussfolgerung getrennt: Passt das Ion zur beobachteten Farbe?
Ein Fehler steckt im Vorgehen, einer in der Deutung und einer im Teilchenbild.
A9
Trickaufgabe: Giftiges Chlor im Wasser?
AFB III
Tim testet Leitungswasser mit angesäuerter Silbernitrat-Lösung: Es bildet sich eine leichte weiße Trübung. Er ruft: „Unser Wasser enthält giftiges Chlor!“ Wähle in jedem Menü die passende Antwort.
Wähle in jedem Menü den passenden Eintrag. Alle drei Felder müssen stimmen.
Frage
Antwort
Was weist die Trübung nach?
Sind diese Teilchen gefährlich?
Wie ist Tims Aussage?
Chlor (Cl₂) und Chlorid (Cl⁻) sind völlig verschiedene Stoffe: Das Chlorid-Ion hat eine volle Außenschale und ist harmlos, das Chlor-Molekül ist ein giftiges, reaktives Gas. Ein wenig Chlorid enthält fast jedes Leitungswasser.
Ansatz: Mit Silber-Ionen reagiert nur das Ion Cl⁻ — nicht das Molekül Cl₂.
Denke an Kapitel 3.1: Wie verändert die Aufnahme eines Elektrons die Eigenschaften des Chlor-Atoms?
A10
Welches Salz ist es?
AFB III
Ein unbekanntes weißes Salz wird untersucht. Die Flamme färbt sich karminrot; im Spektroskop erscheint nur eine rote Linie bei 671 nm. Mit angesäuerter Silbernitrat-Lösung entsteht ein gelblich-weißer Niederschlag, der deutlich heller ist als die Iodid-Referenz. Folge dem Entscheidungsbaum bis zum Salz.
Beantworte die Fragen mit Ja oder Nein und schau, wo du herauskommst.
Zwei Nachweise, zwei Ionen: Die Flammenfärbung liefert das Kation, die Silbernitrat-Fällung das Anion. Erst zusammen ergibt sich die Formel LiBr.
Ansatz: 671 nm ist die Linie von Lithium (3.3.1).
Gelblich-weiß liegt zwischen weiß (Chlorid) und gelb (Iodid).