Ein Tag am Hochofen
AFB I–IIEin Hochofen verarbeitet täglich etwa 16 000 t Möller (Erz und Zuschläge) und 5000 t Koks. Er liefert 10 000 t Roheisen und etwa 3000 t Schlacke. Oben entweicht Gichtgas.
- Nenne die Aufgaben von Koks im Hochofen.
- Beschreibe mithilfe von Wortgleichungen, wie aus Koks das Reduktionsmittel entsteht und wie es das Eisenoxid reduziert.
- Erkläre, warum das Gichtgas nicht einfach abgelassen, sondern verbrannt wird.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Brennstoff (liefert die hohe Temperatur) und Reduktionsmittel (über Kohlenstoffmonooxid).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Kohlenstoff + Sauerstoff → Kohlenstoffdioxid; Kohlenstoffdioxid + Kohlenstoff → Kohlenstoffmonooxid; Eisenoxid + Kohlenstoffmonooxid → Eisen + Kohlenstoffdioxid.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Gichtgas enthält noch brennbares, giftiges Kohlenstoffmonooxid. Beim Verbrennen wird es unschädlich gemacht, und die Wärme heizt den Heißwind vor — das spart Energie.
Recycling-Stahl
AFB II–IIINeben dem Hochofen gibt es Elektrostahlwerke. Dort wird Schrott mit elektrischem Strom eingeschmolzen. Dabei ist keine Reduktion von Erz nötig.
- Vergleiche Hochofen und Elektrostahlwerk hinsichtlich der Ausgangsstoffe und der chemischen Reaktionen.
- Erläutere, warum Recycling-Stahl deutlich weniger Kohlenstoffdioxid verursacht.
- Beurteile, ob man künftig ganz auf Hochöfen verzichten könnte.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Hochofen: Eisenerz (Eisenoxid) wird mit Koks reduziert — chemische Reaktion. Elektrostahlwerk: Schrott ist schon Eisen, er wird nur geschmolzen und gereinigt — keine Reduktion des Erzes.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Im Hochofen entsteht Kohlenstoffdioxid aus dem Koks, weil Kohlenstoff als Reduktionsmittel oxidiert wird. Beim Einschmelzen von Schrott entfällt diese Reduktion; Kohlenstoffdioxid entsteht höchstens bei der Stromerzeugung.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Recycling spart Rohstoffe und Kohlenstoffdioxid und sollte ausgebaut werden. Der weltweite Stahlbedarf ist aber größer als die Schrottmenge, und Schrott enthält Fremdmetalle. Deshalb braucht man weiterhin Eisen aus Erz — besser aus klimafreundlichen Verfahren mit Wasserstoff.
