Aufgabenblock — AFB III
Begründen statt nur rechnen: Gleichungen prüfen, Fehler finden und eigene Erklärungen formulieren, bevor du die Musterlösung aufklappst.
Begründe, warum man „H₂ + O₂ → H₂O₂“ nicht als Ausgleich der Gleichung für die Bildung von Wasser akzeptieren kann.
Hinweis: Was ist H₂O₂ für ein Stoff?
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Musterlösung: Durch das Ändern des Index wurde aus Wasser der Stoff Wasserstoffperoxid. Die Gleichung beschreibt dann eine andere Reaktion. Ausgleichen darf man nur mit Koeffizienten: 2 H₂ + O₂ → 2 H₂O.
Erkläre , warum 12 g Kohlenstoff und 12 g Magnesium verschieden viele Atome enthalten.
Hinweis: Atommassen vergleichen (C 12 u, Mg 24 u).
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Musterlösung: Die Anzahl ergibt sich aus Portionsmasse geteilt durch Atommasse. Ein Magnesiumatom ist doppelt so schwer wie ein Kohlenstoffatom; in 12 g Magnesium stecken deshalb nur halb so viele Atome wie in 12 g Kohlenstoff.
Erläutere , wie Daltons Atommodell das Gesetz der konstanten Proportionen erklärt.
Hinweis: Atome haben feste Massen und verbinden sich in festen Anzahlen.
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Musterlösung: In einer Verbindung verbinden sich die Atome immer im selben Anzahlverhältnis (z. B. Fe : S = 1 : 1). Da alle Atome eines Elements gleich schwer sind, ergibt sich daraus stets dasselbe Massenverhältnis (56 : 32 = 7 : 4) — egal wie groß die Portion ist.
Überprüfe die Rechnung: „2 Mg + O₂ → 2 MgO. 24 g Mg + 16 g O₂ → 40 g MgO.“
Hinweis: Masse eines O₂-Moleküls!
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Musterlösung: Die Zahlen stimmen nicht mit der Gleichung überein: 2 Mg wiegen 48 u, O₂ 32 u, 2 MgO 80 u. Für 24 g Magnesium braucht man 16 g Sauerstoff und erhält 40 g Magnesiumoxid — das Ergebnis ist zufällig richtig (halbe Mengen), die Begründung aber falsch.
Beurteile die Aussage: „Für Berechnungen genügt die Wortgleichung.“
Hinweis: Was fehlt in der Wortgleichung?
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Musterlösung: Die Aussage ist falsch. Die Wortgleichung nennt nur Stoffe. Erst die ausgeglichene Reaktionsgleichung liefert Formeln und Koeffizienten; zusammen mit den Atommassen ergibt sich daraus das Massenverhältnis, mit dem man rechnen kann.
Stelle Stellung zur Behauptung: „Der Kalkkreislauf ist klimaneutral, weil das CO₂ wieder gebunden wird.“
Hinweis: Zwei Quellen für CO₂ beim Brennen.
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Musterlösung: Stofflich wird beim Abbinden genauso viel CO₂ gebunden, wie beim Brennen aus dem Kalkstein frei wurde. Das Brennen bei 900 °C braucht aber viel Energie aus Brennstoffen, deren CO₂ nicht zurückgebunden wird. Außerdem dauert das Abbinden lange. Klimaneutral ist der Kreislauf deshalb nicht.
Erkläre am Kupferkreislauf, warum man sagt: „Atome sind unzerstörbar.“
Hinweis: Verfolge ein Kupferatom durch drei Reaktionen.
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Musterlösung: Das Kupferatom steckt nacheinander in Kupfer, Kupfersulfid und Kupferoxid und liegt am Ende wieder als Kupfer vor. In jeder Reaktionsgleichung stehen links und rechts gleich viele Kupferatome; sie werden nur neu verbunden, nie erzeugt oder vernichtet.
Entwickle einen Versuch mit Auswertung, um die Verhältnisformel eines Kupferoxids zu bestimmen.
Hinweis: Wägen vor und nach der Reduktion.
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Musterlösung: Eine abgewogene Portion Kupferoxid im Wasserstoffstrom reduzieren und das entstandene Kupfer wiegen. Die Masse des Sauerstoffs ist die Differenz. Beide Massen durch die Atommassen (64 u, 16 u) teilen und das Verhältnis auf kleinste ganze Zahlen bringen, z. B. 0,1 : 0,1 → CuO.
Widerlege die Schreibweise „H₂ + ½ O₂ → H₂O“ als Beschreibung auf Teilchenebene.
Hinweis: Gibt es halbe Moleküle?
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Musterlösung: Ein Koeffizient gibt die Anzahl von Teilchen an; ein halbes Sauerstoffmolekül gibt es nicht. Auf Teilchenebene muss man mit 2 multiplizieren: 2 H₂ + O₂ → 2 H₂O. (Als reines Rechenverhältnis wird die Schreibweise später manchmal benutzt.)
Bewerte Metallrecycling aus Sicht der Atomerhaltung und des Energiebedarfs.
Hinweis: Affinitätsreihe und Atomkreislauf verbinden.
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Musterlösung: Da Atome erhalten bleiben, lassen sich Metalle beliebig oft wiederverwenden. Beim Recycling entfällt die energieaufwendige Reduktion aus dem Erz (bei Aluminium rund 95 % Ersparnis). Recycling ist deshalb aus chemischer und ökologischer Sicht sehr sinnvoll; Grenzen setzen Verunreinigungen und Sammelquoten.
