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Zusammenfassung

Das ganze Kapitel auf einen Blick — zum Wiederholen vor der Arbeit.

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Temperaturkurven und Kennwerte

Stoffe erkennt man an messbaren Eigenschaften. Die Temperaturkurve liefert Schmelz- und Siedetemperatur.

Temperatur-Zeit-Kurve

Stoff gleichmäßig erhitzen, jede Minute ablesen. Waagerecht: Zeit in min, senkrecht: Temperatur in °C.

Haltepunkt

Waagerechtes Kurvenstück: Energie wird für die Zustandsänderung gebraucht, die Temperatur bleibt gleich.

fest → flüssig: Schmelztemperatur · flüssig → gasförmig: Siedetemperatur

Reinstoff oder Gemisch

Reinstoff: scharfe Haltepunkte. Gemisch (z. B. Salzwasser): Schmelz- bzw. Siedebereich, die Temperatur steigt langsam weiter.

Kennwerte

Messbar, mit Zahl und Einheit, stoffspezifisch: Schmelztemperatur, Siedetemperatur, Dichte, Löslichkeit. Masse, Volumen, Form gehören zur Portion.

Stoff erkennen

Messen → Tabelle vergleichen → ausschließen → nächsten Kennwert messen. Erst mehrere Kennwerte zusammen machen den Stoff eindeutig.

Merke
Haltepunkt = Schmelz- oder Siedetemperatur eines Reinstoffs
Abkühlkurve: Kondensieren und Erstarren bei denselben Temperaturen wie Sieden und Schmelzen.

Tabellenwerte gelten bei Normaldruck

Siedetemperaturen hängen vom Luftdruck ab. Auf hohen Bergen siedet Wasser schon unter 100 °C.

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Die Dichte

Die Dichte vergleicht gleich große Portionen verschiedener Stoffe.

Masse und Volumen

Masse m mit der Waage (in g), Volumen V in cm³. 1 mL = 1 cm³, 1 L = 1000 cm³, 1 kg = 1000 g.

Dichte

Masse von 1 cm³ eines Stoffs. Hängt nur vom Stoff ab, nicht von Form oder Größe. Bei Gasen meist in g/L.

ρ = m : V

Umstellen

Mit dem Tabellenwert Masse oder Volumen berechnen, ohne zu messen.

m = ρ · V · V = m : ρ

Volumen messen

Regelmäßig: V = a · b · c. Unregelmäßig: Differenzmethode im Messzylinder oder Überlaufmethode. Am unteren Meniskusrand auf Augenhöhe ablesen.

V = V(nachher) − V(vorher)

Schwimmen

Stoffe mit einer Dichte unter 1,0 g/cm³ schwimmen auf Wasser.

Dichte
ρ = m : V
m: Masse in g · V: Volumen in cm³ · ρ: Dichte in g/cm³

Erst wiegen, dann eintauchen

Ein nasser Körper ist zu schwer, Luftblasen täuschen ein zu großes Volumen vor — beides macht das Ergebnis falsch.

3

Luft und Nachweise

Farblose Gase und Flüssigkeiten unterscheidet man nicht mit den Sinnen, sondern mit Nachweisreaktionen.

Luft ist ein Gemisch

Stickstoff ≈ 78 %, Sauerstoff ≈ 21 %, Edelgase (vor allem Argon) ≈ 0,9 %, Kohlenstoffdioxid ≈ 0,04 % (Volumenanteile).

Kolbenprober-Versuch

Heißes Kupfer verbraucht nur den Sauerstoff: 100 mL Luft → etwa 79 mL Restgas, das Flammen erstickt. Erst nach dem Abkühlen ablesen.

Glimmspanprobe

Glimmender Span flammt hell auf → Sauerstoff (Anteil deutlich über Luft). Sauerstoff brennt nicht, er ist brandfördernd.

Kalkwasserprobe

Klares Kalkwasser wird milchig-trüb → Kohlenstoffdioxid. Es ist nicht brennbar, schwerer als Luft und entsteht bei Atmung, Verbrennung und Gärung.

Wassernachweis

Weißes Kupfersulfat oder Watesmo-Papier wird blau → Wasser. Der Nachweis sagt nur ob, nicht wie viel; die Menge bestimmt man durch Wiegen und Trocknen.

Erlöschen ist kein Nachweis

Erlischt ein Span oder eine Kerze, fehlt nur Sauerstoff. Welches Gas vorliegt, zeigt erst eine Nachweisreaktion mit typischer positiver Beobachtung.

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Die Regeln, an denen die Punkte hängen

Diese drei Stellen kosten in der Arbeit am häufigsten Punkte.

Rechenweg mit Formel und Einheit

Schreib immer zuerst die Formel (ρ = m : V), setze mit Einheiten ein und rechne vorher um: mL = cm³, L in cm³ bzw. g/L bei Gasen.

Nachweis = Beobachtung + Schluss

Nenne die Probe, die typische positive Beobachtung und den nachgewiesenen Stoff. „Die Flamme erlischt“ weist keinen bestimmten Stoff nach.

Reinstoff oder Gemisch begründen

Begründe mit der Kurve: Reinstoff = waagerechter Haltepunkt, Gemisch = Temperaturbereich. Ein Kennwert allein reicht zum Erkennen meist nicht.