Was Lavoisier herausfand
Rund hundert Jahre nach Boyle wog Antoine Lavoisier Reaktionen ganz genau — und öffnete das Gefäß dabei nicht.
- Antoine Lavoisier:französischer Chemiker, wog um 1774 Reaktionen im verschlossenen Gefäß mit sehr genauen Waagen.
- Beobachtung:die Gesamtmasse ist nach der Reaktion genauso groß wie vorher.
- Deutung:bei einer Reaktion geht keine Masse verloren, und es kommt keine hinzu.
- Stoffe:werden umgewandelt — die Masse der Edukte steckt vollständig in den Produkten.
Stelle mit den Reglern die Massen von Eisen und Schwefel ein oder wähle oben ein Beispiel. Vergleiche die Waagen vor und nach dem Erhitzen und die beiden Balken.
Halte fest: Vorher und nachher zeigt die Waage dieselbe Gesamtmasse. Ist von einem Edukt zu viel da, bleibt ein Rest übrig — er wird mitgewogen.
Das Gesetz von der Erhaltung der Masse
Was Lavoisier bei vielen Reaktionen beobachtete, gilt für jede chemische Reaktion.
- Gesetz:die Masse der Produkte ist gleich der Masse der Edukte.
- Bedingung:alle Stoffe werden mitgewogen — also im geschlossenen System.
- Rest:reagiert ein Edukt nicht vollständig, gehört der Rest nachher mit auf die Waage.
- Beispiel:4,8 g Magnesium und 3,2 g Sauerstoff reagieren zu 8,0 g Magnesiumoxid.
- Energie:abgegebene Wärme und Licht ändern die Masse nicht messbar.
Erhaltung der Masse: \(m_{\text{Edukte}}=m_{\text{Produkte}}\)
Allgemeine Hinweise
Nicht weg, nur woanders
Zeigt die Waage bei einem offenen Gefäß weniger an, ist ein Gas entwichen. Seine Masse gibt es weiterhin — nur nicht mehr auf der Waage.
Den Rest nicht vergessen
Bleibt von einem Edukt etwas übrig, ist das Produkt allein leichter als alle Edukte zusammen. Erst Produkt plus Rest ergibt die Masse von vorher.
Masse ja, Volumen nein
Erhalten bleibt die Masse, nicht das Volumen. Aus wenigen Gramm eines Feststoffs kann ein Gas mit mehreren Litern Volumen entstehen.
