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Arten von Gemischen

Zwei Sachaufgaben mit Operatoren, Hinweisen und Erwartungshorizont zur Selbstkontrolle.

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1

Gemische im Badezimmer

AFB I–II

Mira räumt den Badezimmerschrank auf und findet:

  • eine klare, grüne Mundspülung,
  • Duschschaum aus der Dose,
  • ein Pumpspray für die Haare, das einen feinen Sprühnebel erzeugt,
  • Badesalz mit getrockneten Kräuterstücken,
  • eine weiße Bodylotion aus Öl und Wasser.
  1. Nenne alle homogenen Gemische aus Miras Liste.
  2. Erstelle eine Tabelle mit den Spalten „Produkt“, „Was ist verteilt?“, „Worin?“ und „Gemischart“ — jeweils mit den Aggregatzuständen.
  3. Erläutere, warum die Bodylotion ein heterogenes Gemisch ist, obwohl sie überall gleich weiß aussieht.
  4. Vergleiche den Sprühnebel aus dem Pumpspray mit dem Rauch einer ausgeblasenen Kerze.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Homogen: Man erkennt die Bestandteile auch mit dem Mikroskop nicht. Achte auf das Wort „klar“.
Hinweis zu Aufgabe b)
Bestimme bei jedem Produkt zuerst die beiden Aggregatzustände, dann die Gemischart.
Hinweis zu Aufgabe c)
Wie sieht die Lotion unter dem Mikroskop aus?
Hinweis zu Aufgabe d)
Was schwebt jeweils in der Luft — fest oder flüssig? Was ist gleich?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Nur die Mundspülung: Sie ist klar, die Stoffe darin sind gelöst — eine Lösung. Alle anderen Produkte sind heterogen.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
ProduktWas ist verteilt?Worin?Gemischart
MundspülungWirkstoffe, Farbstoff (fest/flüssig), gelöstWasser (flüssig)Lösung — homogen
DuschschaumGasbläschen (gasförmig)Seifenlösung (flüssig)Schaum — heterogen
Sprühnebel aus dem PumpsprayTröpfchen (flüssig)Luft (gasförmig)Nebel — heterogen
Badesalz mit KräuternKräuterstücke (fest)Salzkörner (fest)Gemenge — heterogen
BodylotionÖltröpfchen (flüssig)Wasser (flüssig)Emulsion — heterogen
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Mit bloßem Auge sieht die Lotion einheitlich aus. Unter dem Mikroskop erkennt man aber winzige Öltröpfchen im Wasser. Öl und Wasser lösen sich nicht ineinander. Weil man die Bestandteile — wenn auch nur mit dem Mikroskop — erkennen kann, ist die Bodylotion heterogen: eine Emulsion.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Gemeinsam: Beide sind heterogene Gemische, in denen winzige Teilchen in Luft (gasförmig) schweben. Unterschied: Im Sprühnebel schweben flüssige Tröpfchen — das ist Nebel. Im Kerzenrauch schweben feste Rußteilchen — das ist Rauch.

2

Die Salatsoße entmischt sich

AFB II–III

Leon gibt 3 Esslöffel Speiseöl und 3 Esslöffel Essig in ein Schraubglas. Vor dem Schütteln sieht er zwei klare Schichten: oben das gelbe Öl, unten den Essig. Er schüttelt kräftig: Die Soße wird trüb und hell. Nach etwa fünf Minuten liegen wieder zwei klare Schichten übereinander.

Dann gibt er einen Teelöffel Senf dazu und schüttelt noch einmal. Jetzt bleibt die Soße über eine Stunde lang trüb.

  1. Beschreibe Leons Beobachtungen vor dem Schütteln, direkt danach und nach fünf Minuten.
  2. Deute die trübe Soße direkt nach dem Schütteln mit dem Teilchenmodell.
  3. Überprüfe Mias Behauptung: „Die geschüttelte Soße ist eine Lösung, denn sie sieht überall gleich aus.“
  4. Entwickle einen Versuch, mit dem Leon herausfinden kann, ob Senf oder Honig die Soße länger trüb hält.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Achte auf Schichten, Farbe und ob man hindurchsehen kann.
Hinweis zu Aufgabe b)
Lösen sich Öl und Essig ineinander? Was entsteht beim Schütteln aus dem Öl?
Hinweis zu Aufgabe c)
Wie sieht eine Lösung aus? Sieht die Soße nach fünf Minuten noch gleich aus?
Hinweis zu Aufgabe d)
Was musst du bei beiden Gläsern gleich machen, was vergleichst du, und was misst du?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Vor dem Schütteln: zwei klare Schichten, oben Öl, unten Essig. Direkt nach dem Schütteln: eine trübe, helle Flüssigkeit ohne erkennbare Schichten. Nach fünf Minuten: wieder zwei klare Schichten, das Öl oben.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Öl und Essig lösen sich nicht ineinander: Die Ölteilchen verteilen sich nicht einzeln zwischen den Teilchen des Essigs. Beim Schütteln zerfällt das Öl in viele winzige Tröpfchen, die im Essig schweben. Jedes Tröpfchen besteht aus sehr vielen Ölteilchen. Die Tröpfchen streuen das Licht — deshalb ist die Soße trüb. Es ist eine Emulsion: flüssig in flüssig, heterogen.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die Behauptung ist falsch. Eine Lösung ist klar und bleibt dauerhaft einheitlich. Die Soße ist trüb, und unter dem Mikroskop würde man die Öltröpfchen erkennen. Außerdem entmischt sie sich nach fünf Minuten wieder in zwei Schichten — das passiert bei einer Lösung nie. Die Soße ist eine Emulsion, also heterogen.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Zum Beispiel: Zwei gleiche Schraubgläser mit je 3 EL Öl und 3 EL Essig. In Glas 1 kommt 1 TL Senf, in Glas 2 1 TL Honig. Beide Gläser gleich lange (z. B. 20 Sekunden) schütteln und nebeneinander abstellen. Mit der Stoppuhr messen, wann sich jeweils wieder eine klare Ölschicht zeigt. Das Glas, das länger trüb bleibt, enthält das bessere Mittel. Gut ist ein drittes Glas ohne Zusatz zum Vergleich.