Tanzende Rosinen
AFB I–IILena gibt fünf Rosinen in ein hohes Glas mit sprudelndem Mineralwasser. Das ist ihr Protokoll:
Fragestellung: Was passiert mit Rosinen in Mineralwasser mit Kohlensäure?
Material: hohes Glas, Mineralwasser mit Kohlensäure, fünf Rosinen
Durchführung: Wir füllen das Glas zu drei Vierteln mit Mineralwasser und werfen die Rosinen hinein.
Beobachtung: Die Rosinen sinken zuerst. Dann tanzen sie auf und ab, weil Gasbläschen sie nach oben tragen und oben platzen.
- Nenne die Abschnitte, die in Lenas Protokoll fehlen.
- Erstelle eine beschriftete Versuchsskizze als Schnittbild.
- Überprüfe Lenas Beobachtung und schreibe sie so neu auf, dass sie nur Beobachtungen enthält.
- Stelle eine begründete Vermutung auf, was mit Rosinen in Leitungswasser ohne Kohlensäure passiert.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Es fehlen: Vermutung, Skizze und Auswertung (Deutung).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Bewertet wird: Schnittbild (keine 3D-Zeichnung), Wasser als Füllung, alle Teile beschriftet, gerade Beschriftungslinien.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Der Teil „weil Gasbläschen sie nach oben tragen“ ist eine Deutung. Richtig: „Die Rosinen sinken zuerst zu Boden. An ihnen bilden sich Bläschen. Dann steigen die Rosinen nach oben, sinken wieder und steigen erneut.“
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Zum Beispiel: „Ich vermute, dass die Rosinen am Boden liegen bleiben, weil im Leitungswasser keine Bläschen entstehen, die sie hochtragen.“ Jede Vermutung mit Aussage und Begründung ist richtig — ob sie stimmt, zeigt erst der Versuch.
Metall- oder Holzlöffel?
AFB II–IIIBeim Kochen fällt Ahmet auf: Der Metalllöffel im heißen Tee wird am Griff warm, der Holzlöffel im Topf nicht. Er möchte das mit einem Versuch untersuchen. Im Versuch stellt er beide Löffel gleichzeitig in ein Becherglas mit heißem Wasser. Nach einer Minute ist das obere Ende des Metalllöffels deutlich warm, das obere Ende des Holzlöffels fühlt sich kühl an.
- Formuliere eine passende Fragestellung und eine Vermutung für Ahmets Versuch.
- Entwickle eine Durchführung, die so genau ist, dass eine andere Person den Versuch nachmachen kann.
- Deute Ahmets Beobachtung.
- Beurteile Ahmets Vorschlag: „Beobachtung und Deutung kann man ruhig in einen Satz schreiben, das spart Platz.“
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Fragestellung: „Leitet ein Löffel aus Metall die Wärme besser als ein Löffel aus Holz?“ Vermutung: „Ich vermute, dass der Metalllöffel oben schneller warm wird, weil er das auch beim Tee wurde.“
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Beispiel: 1. Schutzbrille aufsetzen. 2. 200 mL heißes Wasser (etwa 70 °C) in ein Becherglas füllen. 3. Einen Metalllöffel und einen gleich langen Holzlöffel gleichzeitig hineinstellen. 4. Nach genau einer Minute vorsichtig das obere Ende beider Löffel anfassen. 5. Notieren, welcher Löffel wärmer ist. Wichtig: gleiche Bedingungen für beide Löffel.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Metall leitet die Wärme vom heißen Wasser gut bis zum oberen Ende weiter, Holz leitet sie schlecht. Die Vermutung wird bestätigt. (Deshalb haben Kochlöffel oft Holzgriffe.)
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Der Vorschlag ist nicht sinnvoll. Wer Beobachtung und Deutung mischt, kann später nicht mehr erkennen, was wirklich zu sehen war und was nur vermutet wurde. Stellt sich die Deutung als falsch heraus, ist auch die Beobachtung unbrauchbar. Getrennt aufgeschrieben kann jeder die Deutung prüfen.
