Die Gliederung des Protokolls
Ein Versuchsprotokoll hält fest, was du geplant, gemacht und herausgefunden hast — so kann jeder den Versuch nachmachen.
- Fragestellung:Was will ich herausfinden? Als Frage formuliert, die der Versuch beantworten kann.
- Vermutung:Was erwarte ich — und warum? Wird vor dem Versuch aufgeschrieben und danach nicht mehr verändert.
- Material:alle Geräte und Stoffe, die du brauchst — auch die Schutzbrille.
- Skizze:Zeichnung des Versuchsaufbaus mit Beschriftung.
- Durchführung:Was mache ich, Schritt für Schritt? So genau, dass jemand anderes es nachmachen kann.
- Beobachtung:Was nehme ich wahr? Nur das, was passiert — noch ohne Erklärung.
- Auswertung:Was bedeutet das? Hier steht die Deutung, die Antwort auf die Fragestellung und ob die Vermutung stimmt.
Die Sätze eines Protokolls sind durcheinandergeraten. Bring jeden Satz in die Zeile des passenden Abschnitts: Karte ziehen — oder anklicken bzw. mit Leertaste aufnehmen, mit ↑/↓ verschieben und mit Leertaste ablegen. Dann „Prüfen“.
Halte fest: Jeder Satz gehört in genau einen Abschnitt. Was man sieht, steht in der Beobachtung — die Erklärung dazu erst in der Auswertung.
Beobachtung und Skizze
Die wichtigste Regel im Protokoll: Beobachtung und Deutung stehen getrennt.
- Beobachtung:nur, was du mit den Sinnen wahrnimmst: sehen, hören, fühlen, riechen (zufächeln!). Zum Beispiel: „Es steigen Bläschen auf.“
- Deutung:erklärt die Beobachtung: Warum ist das so? Zum Beispiel: „Es entsteht ein Gas.“
- Probe:Würde jede Person im Raum genau dasselbe wahrnehmen? Dann ist es eine Beobachtung. Brauchst du Wissen oder ein „weil“, ist es eine Deutung.
- Schnittbild:Die Versuchsskizze zeigt die Geräte so, als wären sie in der Mitte durchgeschnitten — nur Umrisse, Flüssigkeiten als Füllung, keine 3D-Zeichnung.
- Zeichenregeln:Bleistift und Lineal, groß genug. Jedes Gerät und jeden Stoff beschriften — mit geraden Linien, die sich nicht kreuzen.
Beobachtung = was du wahrnimmst. Deutung = wie du es erklärst. Beides steht getrennt: die Beobachtung zuerst, die Deutung in der Auswertung.
Allgemeine Hinweise
Falsche Vermutung ist erlaubt
Eine Vermutung darf sich als falsch herausstellen. Streich sie nicht durch — schreib in der Auswertung, dass sie nicht gestimmt hat.
Kein „weil“ in der Beobachtung
Steht in deiner Beobachtung ein „weil“ oder „deshalb“, hast du schon gedeutet. Schieb diesen Teil in die Auswertung.
Gleich mitschreiben
Notiere Beobachtungen sofort, auch Zeiten und Farben. Aus dem Gedächtnis fehlen später oft wichtige Einzelheiten.
